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Dieser Artikel wurde in der Ausgabe der gedruckten Kommunalwirtschaft abgedruckt.
Flächenheizung von Schütz sorgt bei der Freiwilligen Feuerwehr Selters für angenehme Strahlungswärme
08.05.2023 – Lesezeit ca. 5 Minuten
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Die Freiwillige Feuerwehr in Selters im Westerwald erweitert ihr Gerätehaus: Der Erweiterungsbau bietet eine Fahrzeughalle, eine Einsatzzentrale mit Büros und Umkleiden sowie einen großen Schulungsraum. Der Neubau wird über zwei Luft/Wasser-Wärmepumpen mit Energie versorgt. Die Flächenheizsysteme von Schütz Energy Systems ermöglichen dabei eine effiziente und wirtschaftliche Wärmeverteilung bei wenig Platzbedarf. Installiert auf rund 1.000 Quadratmetern sorgen eine Fußbodenheizung sowie eine Industrieflächenheizung geräuschlos und nahezu unsichtbar für angenehme Strahlungswärme.
Glücklicherweise sind die Zeiten vorbei, in denen Brände oftmals komplette Gebäude vernichtet haben – doch durch die zunehmende Verwendung von Kunststoffen und anderen Mineralölprodukten im Alltag sowie neuen Bautechnologien mit unbekanntem Brandverhalten bergen Brände auch heute noch erhebliche Risiken für Mensch und Umwelt. An die Feuerwehrleute werden dabei hohe Ansprüche gestellt. Um allen Anforderungen gerecht zu werden, ist nicht nur eine umfangreiche Ausstattung, sondern auch eine ständige Weiterbildung erforderlich. Die Freiwillige Feuerwehr Selters hat auf diese Anforderungen reagiert und ihr Gerätehaus um eine Fahrzeughalle, eine neue Einsatzzentrale sowie einen großen Schulungsraum erweitert.
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Die Freiwillige Feuerwehr Selters als wichtige Stützpunktfeuerwehr ist Teil eines Verbundsystems von insgesamt 16 Feuerwehren in der Verbandsgemeinde Selters. Ihr Kernausrückebereich erstreckt sich auf ein Gebiet von rund 1.500 Hektar mit ca. 3.500 Einwohnern. Die Freiwillige Feuerwehr Selters ist auch in den Katastrophenschutz im gesamten Westerwaldkreis und darüber hinaus eingebunden. Sie unterstützt ebenso bei größeren Schadenslagen im Bereich der Bundesautobahn 3 sowie bei Einsätzen an der ICE-Strecke zwischen Köln und Frankfurt. In der Feuerwehr sind derzeit 3 Frauen und 70 Männer aktiv.
Im Herbst 2020 begann die Feuerwehr Selters mit den Baumaßnahmen für den Erweiterungsbau. Das Untergeschoss des Gebäudes wurde als Fahrzeughalle mit acht Stellplätzen zur Unterbringung von Abrollbehältern für das Wechselladersystem sowie eines Lagerregals für Ersatzmaterial konzipiert. Im Erdgeschoss sollten die Einsatzzentrale für den digitalen Funkverkehr, weitere Büroräume sowie Umkleiden mit Waschräumen untergebracht werden. Im Obergeschoss wiederum fand ein großer Besprechungs- und Schulungsraum Platz.
Die benötigte Wärme zur Temperierung des Gebäudes wird von zwei energieeffizienten Luft/Wasser-Wärmepumpen erzeugt. Dadurch fiel die Entscheidung bei der Wärmeverteilung auf eine Flächenheizung, welche nur niedrige Vorlauftemperaturen benötigt und so einen energiesparenden, wirtschaftlichen Betrieb ermöglicht. Die Flächenheizung sollte sowohl die Fahrzeughalle als auch die oberen Stockwerke mit Wärme versorgen.
Der Hersteller Schütz aus Selters übernahm die Planung der Flächenheizsysteme und fungierte bei der Erweiterung des Feuerwehr-Gerätehauses auch als Bauherr. „Die Feuerwehr Selters und die Firma Schütz verbindet seit Jahrzehnten eine partnerschaftliche Zusammenarbeit. Schütz unterstützt die Feuerwehr Selters in allen Angelegenheiten. So ist auch ein Großteil der ehrenamtlichen Mitglieder der Wehr im Unternehmen beschäftigt“, erklärt Wehrleiter Tobias Haubrich. Nach der Gesamt-Fertigstellung im Frühjahr 2022 übergab Schütz das Gebäude anschließend vertragsgemäß an die Verbandsgemeinde Selters. „Die Flächenheizung legten wir gemäß GEG/EnEV und den Vorgaben der Fa. Weber Haustechnik GmbH zur Nutzung des Gebäudes als Feuerwehr-Gerätehaus aus“, berichtet Michael Schmidt aus dem Vertrieb Projektgeschäft bei Schütz. „Die hohe Fertigungstiefe garantiert unseren Kunden eine gleichbleibend hohe Qualität und schnelle Verfügbarkeit der Produkte. Neben der Planungsleistung und einer termingerechten Lieferung der Materialien zur Baustelle, übernehmen wir mit unserem bundesweiten Montageservice auch die professionelle Montagedienstleistung.“
Die Installation der rund 1.000 m² Flächenheizung fand im August und September 2021 statt. In den Büro- und Schulungsräumen verlegte das Schütz-Montageteam ca. 750 m² EPS Zusatzdämmung und ca. 400 m² Tackerplatte gemäß GEG/EnEV, im Anschluss erfolgte die fachgerechte Verlegung des PE-Xa System-Heizrohres gemäß Auslegung. In der Fahrzeughalle wiederum wurden ca. 570 m² Industrieflächenheizung verlegt. Diese eignet sich besonders zum Heizen und Kühlen großer Industriegebäude und ist hohen Belastungen, wie hier dem Gewicht der Feuerwehrfahrzeuge gewachsen. „Industrieflächenheizungen sind Teil der Bodenplatte, deshalb mussten wir uns vor Baubeginn mit dem Gewerk Rohbau im Detail abstimmen“, erklärt Michael Schmidt von Schütz. Das Bauunternehmen verlegte im Vorfeld die untere Bewehrung inklusive der Erdungsbänder und Fugenprofile. Anschließend verlegte das Schütz-Montageteam unter Berücksichtigung der planerischen Vorgaben das Heizrohr, die Befestigung erfolgte mittels Bindemaschine auf der unteren Bewehrung. Im Nachgang folgten die Abstandskörbe und die oberen Bewehrungsmatten, bevor letztlich der bis zu 20 cm dicke Faserbeton verfüllt wurde. Nach der Trocknungs- und Aufheizphase war die Hallenfläche fertiggestellt und nutzbar.
Sowohl die klassische Fußbodenheizung als auch die Industrieflächenheizung von Schütz arbeiten energiesparend, leise und nahezu unsichtbar. Die Systeme bedürfen nur geringen Vorlauftemperaturen und sind deshalb wesentlich energieeffizienter als beispielsweise herkömmliche Luftheizer. „Sehr positiv zu bewerten ist, dass durch die Fußbodenheizung keine Stellflächen durch Heizkörper blockiert werden oder die Hallenhöhe durch Deckenlüfter oder Ähnliches eingeschränkt wird“, so Wehrleiter Tobias Haubrich. Die Flächenheizsysteme erzeugen zudem eine großflächige, sanfte Strahlungswärme. Die gleichmäßige Temperaturverteilung sorgt in den Büroräumen sowie im Feuerwehr-Schulungsraum für ein angenehmes und ruhiges Arbeitsklima. „Besonders in den Umkleiden und Waschräumen wird die Strahlungswärme von den Feuerwehrfrauen und -männern als sehr angenehm beschrieben“, hebt Tobias Haubrich hervor. Die Flächenheizung lässt sich raumweise regulieren und individuell an die klimatischen Bedürfnisse anpassen.
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