Rubrik Bau(en) & Städtegestaltung

Aalen setzt auf Entsiegelung mit dem GDM.KLIMASTEIN

Neues Vorzeigeprojekt für klimaaktive Stadtgestaltung

20.05.2026 – Lesezeit ca. 4 Minuten 348

Neues Vorzeigeprojekt für klimaaktive Stadtgestaltung

In der Stadt Aalen wurde der GDM.KLIMASTEIN für die Neugestaltung der entsiegelten Flächen rund um das Rathaus verwendet.

Die Anpassung unserer Städte an den Klimawandel ist eine komplexe Aufgabe, die keinen Aufschub erlaubt. Immer häufiger auftretende Extremwetterereignisse zeigen, dass es höchste Zeit ist, urbane Räume umzugestalten und zukunftssicher zu machen. Zentral für die Transformation ist eine Entsiegelung und Begrünung städtischer Flächen sowie ein sensibler Umgang mit Wasser. GODELMANN – Die Stein-Erfinder – entwickelt durchdachte Lösungen wie den innovativen GDM.KLIMASTEIN, die das Klima und die Lebensqualität in den Städten nachhaltig verbessern.

Starkregen, Hitze und Überschwemmungen: Besonders im urbanen Raum nimmt die Klimaerwärmung bedrohliche Ausmaße an. Um gegen extreme Wetterbedingungen gewappnet zu sein, ist eine klimafreundliche Stadtentwicklung dringend notwendig. Im Durchschnitt sind die deutschen Städte fast zur Hälfte versiegelt oder mit Gebäuden und Straßen bebaut. Innerhalb dieser Gebiete gibt es keinen natürlichen Kreislauf mehr, in dem Wasser verdunsten und versickern kann.

Neue multifunktionale Flächen im städtischen Raum

Unsere Städte brauchen eine neue, dezentrale Regenwasserbewirtschaftung, ohne die Vorteile der befestigten Flächen und den Grundwasserschutz aufzugeben. Deshalb müssen urbane Flächen geschaffen werden, die mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllen: Befestigung und Schadstofffilterung auf der einen Seite, Wasserdurchlässigkeit und Hitzeschutz auf der anderen. Mehr Lebensqualität im entsiegelten Aalener Stadtzentrum Die Stadt Aalen hat sich den Herausforderungen des Klimawandels gestellt und den GDM.KLIMASTEIN zur Umsetzung einer grünen Parklandschaft auf dem früher betonierten Gelände neben dem Rathaus verwendet. Gemeinsam mit Studio bauchplan, Landschaftsarchitektur & Stadtplanung, das mit Planung und Realisierung der Umgestaltung beauftragt wurde, ist „ein Vorzeigemodell für klimaangepasste Stadtentwicklung entstanden“, erklärt der Landschaftsarchitekt und Stadtplaner Tobias Baldauf, der bauchplan gegründet hat. „Ein Parkplatz im Zentrum wurde in eine hochwertige Parkanlage mit hoher Aufenthaltsqualität umgewandelt, das zuvor vollständig versiegelte Umfeld des Rathauses umfassend entsiegelt.“ Darüber hinaus ist der Stadtbach an die Oberfläche zurückgeführt und renaturiert worden – ein bedeutender Schritt für die ökologische wie soziale Aufwertung des Areals, so Baldauf. Zu seinem Konzept gehört auch, dass entnommene Materialien nach Möglichkeit wiederverwendet werden. Der Aalener Baubürgermeister Wolfgang Steidle bezeichnet diese Transformation als „Jahrhundertprojekt“.

Advertising

Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!

Wesentlicher Beitrag zur Anpassung des Klimas

Zusammen mit dem städtischen Auftraggeber wählte bauchplan den GDM.KLIMASTEIN als neuen Bodenbelag. „In unseren Planungen legen wir großen Wert auf durchlässige Bodenflächen“, sagt Tobias Baldauf. Entscheidend sei, was sich unterhalb der neu gestalteten Flächen befinde, nämlich „möglichst weit vernetzte Speichervolumen, die Niederschlagswasser aufnehmen und gezielt an bestehende sowie neu angelegte Grünflächen weitergeben können.“ Dieses System unterstütze eine optimale Verdunstung und leiste damit „einen zentralen Beitrag zur Klimaanpassung im urbanen Raum.“

Innovativer Pflasterstein als Problemlöser

Um Städte widerstandsfähig gegen die Folgen des Klimawandels zu machen hat GODELMANN den GDM.KLIMASTEIN entwickelt, einen versickerungsfähigen Pflasterstein der fünften Generation mit proActive- Funktionen für die Schwammstadt. Die Innovation: Der Stein besteht aus drei Schichten – einer Katalysatorschicht, die Luftschadstoffe an der Oberfläche reduziert, einer mittleren Speicherschicht zur Aufnahme, Speicherung und langsamen Abgabe von Wasser sowie einer Kapillarschicht. Diese Schicht ist weniger durchlässig, so wird mehr Feuchtigkeit im Stein gespeichert und zusätzlich vom Erdreich aufgenommen. Dies führt zu einer erhöhten Verdunstung und Kühlung des bodennahen Mikroklimas.

Böden entsiegeln und Grünflächen schaffen

Flächen, die mit dem GDM.KLIMASTEIN und dem dafür entwickelten Fugenmaterial verlegt sind, verhalten sich anders als versiegelte Böden: Erstens können Niederschläge durch die Fugen versickern und ermöglichen einen natürlichen Wasserkreislauf. Zweitens filtert das Fugenmaterial Schadstoffe aus dem Wasser und schützt so das Grundwasser. Und drittens unterstützt das im Stein gespeicherte Wasser die Verdunstung und kühlt damit die Umgebung.

Ein weiterer Vorteil des GDM.KLIMASTEIN ist seine Oberflächenbeschaffenheit, die das Sonnenlicht reflektiert, um das Aufheizen des Pflasters zu reduzieren. Darüber hinaus kann die Art der Verlegung laute Fahrgeräusche absorbieren. So unterstützt der GDM.KLIMASTEIN eine dezentrale Wasserbewirtschaftung, verringert die Schadstoffbelastung in der Luft und sorgt für ein angenehmes Umgebungsklima.

Vernetzung in jeder Hinsicht – Die Städte der Zukunft sind grün-blau
Vernetzung in jeder Hinsicht – Die Städte der Zukunft sind grün-blau

Der Branchentreffpunkt GaLaBau 2026 bietet Vernetzung, Erlebnis und Impulse für alle. Vernetzung ist auch Erfolgsfaktor für den renommierten Dachbegrünungsherst[...]

11.08.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

hochtiefbau
Qualität und Qualifikation als strategische Erfolgsfaktoren
Qualität und Qualifikation als strategische Erfolgsfaktoren

Im Tief- und Infrastrukturbau wachsen die Anforderungen stetig: Technische Regeln und gesetzliche Vorgaben ändern sich, Auftraggeber fordern Qualitätssicherung [...]

10.08.2026, Lesezeit ca. 6 Minuten

hochtiefbau
Gute Planung spart Folgekosten: VDV-Bauberatung in der Branche stark gefragt

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) unterstützt seine Mitgliedsunternehmen mit einem kostenfreien Beratungsangebot bei Neu- und Umbauten von Betrieb[...]

04.08.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

hochtiefbau
Salinarium Bad Dürkheim: So geht Sauna heute
Salinarium Bad Dürkheim: So geht Sauna heute

Nach einer Bauzeit von vier Jahren wurde im November 2025 die Salinarium-Therme in Bad Dürkheim eröffnet. Für eine sichere Entwässerung der Fassade und Türen so[...]

31.07.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

hochtiefbau
ÖPP – die Königsdisziplin?
ÖPP – die Königsdisziplin?

Öffentlich-Private Partnerschaften (ÖPP) gelten in vielen Kommunen als die anspruchsvollste Form der Beschaffung. Zu komplex, zu aufwändig, zu viele Beteiligte [...]

30.07.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

hochtiefbau
Stadt Hanau investiert in sichere Querungen für den Fußverkehr
Stadt Hanau investiert in sichere Querungen für den Fußverkehr

Mit der Erneuerung von sechs Fußgängerüberwegen setzt die Stadt Hanau ihr Programm für mehr Verkehrssicherheit konsequent fort. Seit November 2025 wurden die Qu[...]

22.07.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

hochtiefbau
NHW hält Kurs: Investitionen in Wohnungsbau und Klimaschutz auf hohem Niveau
NHW hält Kurs: Investitionen in Wohnungsbau und Klimaschutz auf hohem Niveau

Konzern erzielt 32,8 Millionen Euro Jahresüberschuss – 792 Wohnungen fertiggestellt – Mehr als 120 Millionen Euro Aufträge für hessische Unternehmen – Förderpolitik bleibt zentrale Herausforderung

21.07.2026, Lesezeit ca. 7 Minuten

hochtiefbau
Trockene Füße für Holzhäuser
Trockene Füße für Holzhäuser

So wie wir Menschen unsere Füße mit gutem Schuhwerk vor Nässe und Belastungen schützen, bewahrt der Sockel ein Gebäude vor Feuchtigkeit und mechanischen Einwirk[...]

21.07.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

hochtiefbau
Erste serielle Sanierung: Nürnberger Projekt von ecoworks und Dawonia erhält als erstes DGNB-Zertifikat und QNG-Siegel

Das gemeinsame serielle Sanierungsprojekt von ecoworks und Dawonia in Nürnberg hat als erstes serielles Sanierungsprojekt überhaupt eine DGNB-Zertifizierung in [...]

17.07.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

hochtiefbau
Quartierserweiterung als Schlüssel zur nachhaltigen Stadtentwicklung
Quartierserweiterung als Schlüssel zur nachhaltigen Stadtentwicklung

Die Nachverdichtung bestehender Quartiere ist eine der zentralen Herausforderungen moderner Stadtplanung. Sie bietet die Möglichkeit, dringend benötigten Wohnra[...]

16.07.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

hochtiefbau

Weitere Artikel in dieser Rubrik