Dieser Artikel wurde in der Ausgabe Mai 2025 der gedruckten Kommunalwirtschaft abgedruckt.

Rubrik Bau(en) & Städtegestaltung

Vereine profitieren von mehr Trainingszeiten

Kunstrasen für drei Sportanlagen: Hanau investiert in moderne Sportinfrastruktur

16.05.2025 – Lesezeit ca. 4 Minuten 54

Kunstrasen für drei Sportanlagen: Hanau investiert in moderne Sportinfrastruktur

„Die Stadt Hanau treibt die Modernisierung ihrer Sportstätten weiter voran. Mit der Umrüstung auf Kunstrasen auf drei Sportanlagen werden wir moderne Trainingsbedingungen schaffen, den Vereinssport fördern und gezielt Impulse für Integration, Gesundheit und Gemeinschaft setzen“, sagt Bürgermeister und Sportdezernent Dr. Maximilian Bieri. Der Magistrat hat in der Umwandlung der Sportstätten zugestimmt.

Geplant ist, dass der städtische Eigenbetrieb Hanau Immobilien- und Baumanagement (IBM) die Umwandlung von drei Sportplätzen priorisiert vorantreiben soll und in der Mittelfristplanung die notwendigen Haushaltsmittel einstellt. Begonnen werden soll mit der Rudi-Völler-Sportanlage (Lamboy/Tümpelgarten), es folgen die Sportanlage Mittelbuchen sowie an dritter Stelle das Herbert-Dröse-Stadion. Grundlage für die geplanten Maßnahmen ist die Fortschreibung des Sportentwicklungsplans, um eine langfristige, nachhaltige und wirtschaftliche Sportstättenausstattung in der Sportstadt Hanau sicherzustellen und gleichzeitig der wachsenden Nachfrage in den Vereinen dank Hanaus steigender Einwohnerzahlen gerecht zu werden.

"Hanau meint es ernst mit dem Anspruch, Sportstadt zu sein. Wir wollen für die wachsende Bevölkerung sowie die Vereine auch in Zukunft optimale Bedingungen schaffen. Dazu gehören ganzjährige Trainingsmöglichkeiten auf Kunstrasenplätzen, um Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen eine verlässliche sportliche Heimat zu bieten", erklärt Dr. Bieri. Ein beleuchteter Kunstrasenplatz kann im Vergleich zu einem Natur- oder Tennenplatz deutlich häufiger und vor allem in den Wintermonaten zuverlässig genutzt werden: Im Sommer stehen rund fünf zusätzliche Wochenstunden pro Platz zur Verfügung, im Winter steigt das Angebot sogar um bis zu 17 Wochenstunden. Gleichzeitig entfallen wetterbedingte Sperrungen. Bei der Umsetzung soll zudem darauf geachtet werden, dass der Kunstrasen aus umweltfreundlichen Materialien besteht und eine Verfüllung mit Sand erfolgt.

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Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind Teil eines langfristig angelegten Prozesses zur Verbesserung der sportlichen Infrastruktur in Hanau. Im Sportentwicklungsplan wurde eine stadtweite Betrachtung vorgenommen, um Überlastungen einzelner Anlagen zu vermeiden und eine ausgewogene Verteilung von Kapazitäten zu gewährleisten. Die Entscheidung für die drei genannten Standorte erfolgte auf Basis einer umfassenden Analyse der Bedarfe und Vereinsnutzung durch das "Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung" (ikps) in Zusammenarbeit mit dem "Amt für Sozialen Zusammenhalt und Sport". Ein Augenmerk lag dabei auf der Nutzung durch Nachwuchsmannschaften, da Sportvereine einen großen Anteil an der Integration von Kindern und Jugendlichen haben. "Im Verein aktiv zu sein, gibt Struktur, stärkt den Teamgeist und verbessert das soziale Miteinander", betont Bürgermeister, Schul- und Sozialdezernent Dr. Maximilian Bieri, der das gute Miteinander von IBM und dem "Amt für Sozialen Zusammenhalt und Sport" hervorhebt, die das Vorhaben entscheidende vorangetrieben haben.

Bei der Erhebung wurde deutlich: Die Nachfrage nach Trainingszeiten – insbesondere im Winter – ist in mehreren Stadtteilen stark gestiegen, so auch in Lamboy/Tümpelgarten. Die priorisierte Modernisierung der Rudi-Völler-Sportanlage hat daher für den Stadtteil mit besonderem sozialen Förderbedarf sowie für seine Vereine große, unterstützende Bedeutung. Mit der Umrüstung auf Kunstrasen soll zudem die Idee eines multifunktionalen "Sportparks Lamboy/Tümpelgarten" weiterverfolgt werden, der langfristig die Aufenthaltsqualität aller Bürger verbessert. Die Sportvereine in Mittelbuchen profitieren zwar vom Zuzug im Neubaugebiet Mittelbuchen Nordwest, sind aber strukturell begrenzt, so dass potenzielle Neumitglieder im Umland vermeintlich bessere Trainingsbedingungen vorfinden. Das Herbert-Dröse-Stadion hat bereits einen übergeordneten Stellenwert in Hanaus Sportlandschaft und könnte zukünftig zu einem Sportzentrum ausgebaut werden, dessen Strahlkraft weit über die Stadtgrenzen hinausreicht. Bereits beschlossen ist die Kunstrasenumrüstung auf der Sportanlage "An der Lindenau" in Großauheim, die in diesem Sommer erfolgt. Am vergangenen Samstag hatten sich Sportlerinnen und Sportler vom Rasenplatz mit verschiedenen Spielen verabschiedet, auch Bürgermeister Dr. Bieri hatte mitgespielt. "Hanau investiert in eine moderne Sport-Infrastruktur und damit in die Zukunft für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt", so Bürgermeister Dr. Bieri.

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