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Neues Angebot: Ersteinschätzung des Windenergiepotenzials unterstützt Gemeinden im Südwesten
Orientierung für Kommunen beim Windenergieausbau
28.05.2026 – Lesezeit ca. 2 Minuten
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Die Ersteinschätzung der Ausbaupotenziale für Windenergie unterstützt die Kommunen im Land. (Bild: KEA-BW / Alexander Walter)
Die Regionalverbände in Baden-Württemberg legen die Vorrangflächen für Windenergieanlagen im Südwesten fest. Eine Ersteinschätzung des Ausbaupotenzials auf ihrer Gemarkung können Städte, Gemeinden und Landkreise jetzt bei der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) erhalten. Die Analyse umfasst die mögliche Anlagenanzahl, den voraussichtlichen Stromertrag der Windenergieanlagen sowie die potenzielle Höhe der Pachteinnahmen. Auf dieser Grundlage können Kommunen selbst Windenergieprojekte initiieren, vorliegende Angebote von Projektierern besser bewerten und ihre eigenen Interessen gezielter einbringen. Eine fachliche Detailplanung ersetzt das Angebot allerdings nicht. Die Einschätzung gibt es kostenfrei bei der KEA-BW.
Die Regionalplanung in Baden-Württemberg legt fest, wo Windenergieanlagen im Südwesten künftig in der Regel errichtet werden können. Zuständig sind die zwölf Regionalverbände im Land. Wie viele Windräder auf den jeweiligen Vorrangflächen tatsächlich möglich sind, geht aus der Regionalplanung jedoch nicht hervor. Die Landesenergieagentur KEA-BW bietet den Städten, Gemeinden und Landkreisen deshalb eine Ersteinschätzung an. Sie soll den Kommunen einen guten Erstüberblick über ihr Windenergiepotenzial ermöglichen.
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Überblick über das Potenzial auf gemeindeeigenen und privaten Flächen
Die Einschätzung kann sich entweder auf gemeindeeigene oder auf alle Flächen einer Gemarkung beziehen. Die KEA-BW rät den Kommunen, früh aktiv zu werden und nicht abzuwarten, bis ein Projektierer mit einem geplanten Vorhaben auf sie zukommt. Bei ausschließlich gemeindeeigenen Flächen ist das Wissen um die potenzielle Anzahl der Windenergieanlagen wichtig, um Projektierern auf Augenhöhe begegnen und stärker von der Wertschöpfung durch Windenergieprojekte profitieren zu können. Gibt es zusätzlich private Flächen, kommt der Kommune auch eine koordinierende Rolle zu – bis hin zu der Frage, ob ein kommunales Flächenpooling sinnvoll ist.
Analyse ersetzt keine Projektierung
Die Ergebnisse liefern eine erste Orientierung, ersetzen jedoch keine detaillierte Projektierung, auch weil keine Messungen vor Ort erfolgen. Für die Analyse zieht die KEA-BW die ausgewiesenen und geplanten Vorranggebiete der Regionalverbände heran. Diese Flächen haben die Verbände bereits anhand planerischer und rechtlicher Kriterien wie Abstände, Naturschutz und Windpotenzial geprüft.
Die Abschätzung der Anlagenzahl berücksichtigt unter anderem topografische Faktoren wie die Hangneigung. Für die Ertragsprognose nutzen die Fachleute der Landesenergieagentur modellierte Daten aus dem Windatlas Baden-Württemberg. Die Daten basieren auf der mittleren Windleistungsdichte und erlauben eine fundierte, aber nicht standortscharfe Bewertung. Faktoren wie Netzanschluss, Zuwege oder betriebliche Einschränkungen fließen in die Ersteinschätzung nicht ein.
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