Rubrik Energie & Netze

Gesetzentwurf zum „Netzpaket“

Breite Allianz Hamburger Energieunternehmen fordert sichere Zukunft für Erneuerbare

25.02.2026 – Lesezeit ca. 2 Minuten 1

Mit dem kürzlich bekannt gewordenen Entwurf zum sogenannten „Netzpaket“ droht der Ausbau der Erneuerbaren Energien massiv ausgebremst zu werden. Auf Initiative von Green Planet Energy hat sich deshalb eine breite Allianz aus mehr als 20 Hamburger Energieunternehmen vor dem CDU-Parteitag in einem Brief an die Hamburger CDU gewandt und eine sofortige Abkehr von den Plänen des Bundeswirtschaftsministeriums gefordert.

Wirtschaftsstandort Hamburg in Gefahr

In ihrem Appell weisen die Unternehmen auf die Relevanz Erneuerbarer Energien für den Wirtschaftsstandort Hamburg hin. Durch das geplante Ende der Zahlungen für Erlösausfälle bei abgeschalteten Anlagen könnten Betreiber auf ihren Kosten sitzen bleiben. Das würde den Ausbau neuer Projekte faktisch zum Stillstand bringen. Zusätzlich würden unterschiedliche Sonderregeln für die knapp 900 Verteilnetzbetreiber in Deutschland zu mehr Bürokratie, steigender Komplexität und höheren Kosten führen.

Sönke Tangermann, Vorstand Green Planet Energy eG erklärt: „Absurd, aber wahr: Statt die Wirtschaft in Schwung zu bringen, bremst Ministerin Reiche sie aus. Das Netzpaket schwächt die Erneuerbaren-Branche und damit auch den Wirtschaftsstandort Hamburg. Wir schaffen in Hamburg tausende Arbeitsplätze und sichern die Zukunftsfähigkeit und Krisensicherheit unseres Landes. Wir erwarten von der Hamburger CDU, dass sie sich für den Erhalt von Arbeitsplätzen und Wertschöpfung in unserer Hansestadt einsetzt und dem Netzpaket in dieser Form eine klare Absage erteilt.“

Anstatt den Ausbau auszubremsen, sehen die Unternehmen den Reformbedarf vor allem bei der Digitalisierung und Flexibilisierung der Netze sowie beim intelligenten Stromverbrauch. Instrumente wie „Nutzen statt Abregeln“, der beschleunigte Ausbau von Speichern und ein konsequenter Smart-Meter-Rollout seien entscheidend, um Netzstabilität zu erhöhen, Kosten zu senken und die Integration erneuerbarer Energien effizienter zu gestalten.

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Koordinierte Aktion in Hamburg und München

An die Allianz der Hamburger Unternehmen knüpft auch eine Münchner Initiative an, die das Unternehmen Greentech ins Leben gerufen hat. Die zeitgleiche Veröffentlichung der Briefe in beiden Städten unterstreicht, dass die Kritik am Netzpaket keine regionale Einzelmeinung ist, sondern von Unternehmen in mehreren deutschen Wirtschaftsstandorten geteilt wird.

Diese Hamburger Unternehmen und Verbände sind Teil der Allianz:

  • Green Planet Energy eG
  • LichtBlick
  • GPJoule
  • Nordex
  • GLS Bank
  • EnergieNetz Hamburg eG
  • ENERTRAG
  • Encavis
  • PNE
  • Greentech
  • Enerparc
  • BayWa R.E.
  • naturstrom
  • Rechtsanwälte Günther
  • 8.2
  • EnergieDock
  • Averdung Ingenieure & Berater GmbH
  • Bundesverband WindEnergie - Landesverband Hamburg
  • MaxSolar
  • Energy Partners
  • Thüga Erneuerbare Energien
  • Rabot Energy
  • Q Energy
  • BürgerEnergie Nord
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