Wenn Sie einwilligen, verwenden wir Dienste, die Informationen im Endgerät eines Seitenbesuchers speichern oder dort abrufen. Anschließend verarbeiten wir die Informationen intern weiter, ohne diese an Drittanbieter weiter zu geben. Das hilft uns, unsere Website optimal zu gestalten und die Besucher besser zu verstehen.
Breite Allianz Hamburger Energieunternehmen fordert sichere Zukunft für Erneuerbare
25.02.2026 – Lesezeit ca. 2 Minuten
278
Mit dem kürzlich bekannt gewordenen Entwurf zum sogenannten „Netzpaket“ droht der Ausbau der Erneuerbaren Energien massiv ausgebremst zu werden. Auf Initiative von Green Planet Energy hat sich deshalb eine breite Allianz aus mehr als 20 Hamburger Energieunternehmen vor dem CDU-Parteitag in einem Brief an die Hamburger CDU gewandt und eine sofortige Abkehr von den Plänen des Bundeswirtschaftsministeriums gefordert.
Wirtschaftsstandort Hamburg in Gefahr
In ihrem Appell weisen die Unternehmen auf die Relevanz Erneuerbarer Energien für den Wirtschaftsstandort Hamburg hin. Durch das geplante Ende der Zahlungen für Erlösausfälle bei abgeschalteten Anlagen könnten Betreiber auf ihren Kosten sitzen bleiben. Das würde den Ausbau neuer Projekte faktisch zum Stillstand bringen. Zusätzlich würden unterschiedliche Sonderregeln für die knapp 900 Verteilnetzbetreiber in Deutschland zu mehr Bürokratie, steigender Komplexität und höheren Kosten führen.
Sönke Tangermann, Vorstand Green Planet Energy eG erklärt: „Absurd, aber wahr: Statt die Wirtschaft in Schwung zu bringen, bremst Ministerin Reiche sie aus. Das Netzpaket schwächt die Erneuerbaren-Branche und damit auch den Wirtschaftsstandort Hamburg. Wir schaffen in Hamburg tausende Arbeitsplätze und sichern die Zukunftsfähigkeit und Krisensicherheit unseres Landes. Wir erwarten von der Hamburger CDU, dass sie sich für den Erhalt von Arbeitsplätzen und Wertschöpfung in unserer Hansestadt einsetzt und dem Netzpaket in dieser Form eine klare Absage erteilt.“
Anstatt den Ausbau auszubremsen, sehen die Unternehmen den Reformbedarf vor allem bei der Digitalisierung und Flexibilisierung der Netze sowie beim intelligenten Stromverbrauch. Instrumente wie „Nutzen statt Abregeln“, der beschleunigte Ausbau von Speichern und ein konsequenter Smart-Meter-Rollout seien entscheidend, um Netzstabilität zu erhöhen, Kosten zu senken und die Integration erneuerbarer Energien effizienter zu gestalten.
Advertising
Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!
Koordinierte Aktion in Hamburg und München
An die Allianz der Hamburger Unternehmen knüpft auch eine Münchner Initiative an, die das Unternehmen Greentech ins Leben gerufen hat. Die zeitgleiche Veröffentlichung der Briefe in beiden Städten unterstreicht, dass die Kritik am Netzpaket keine regionale Einzelmeinung ist, sondern von Unternehmen in mehreren deutschen Wirtschaftsstandorten geteilt wird.
Diese Hamburger Unternehmen und Verbände sind Teil der Allianz:
Green Planet Energy eG
LichtBlick
GPJoule
Nordex
GLS Bank
EnergieNetz Hamburg eG
ENERTRAG
Encavis
PNE
Greentech
Enerparc
BayWa R.E.
naturstrom
Rechtsanwälte Günther
8.2
EnergieDock
Averdung Ingenieure & Berater GmbH
Bundesverband WindEnergie - Landesverband Hamburg
MaxSolar
Energy Partners
Thüga Erneuerbare Energien
Rabot Energy
Q Energy
BürgerEnergie Nord
Wärmewende im Quartier
Wie eine klimaneutrale und zugleich wirtschaftliche Wärmeversorgung in der Praxis gelingt, zeigt der Lagarde Campus in Bamberg. Auf der Konversionsfläche entste[...]
Energiesicherheit in der Kommune auf dem Prüfstand
Der Anschlag auf das Stromnetz im Januar 2026 war ein Weckruf für Berlin und andere Städte neue Vorsorge- und Sicherheitskonzepte umzusetzen. Berlin reagiert mi[...]
Praxisforum Tiefengeothermie on Tour: zu Gast bei der Forschungsbohrung Köln-Dellbrück
Bevor sich die Tiefengeothermie-Branche im Oktober im bayerischen Pullach trifft, hat das Praxisforum Tiefengeothermie bereits im Sommer eine Begegnung in NRW e[...]
Der „Zuordnungs-Monitor“ hilft Energielieferanten den 24-Stunden-Lieferantenwechsel ohne Frust zu bewältigen
Seit der Einführung des 24-Stunden-Lieferantenwechsels haben sich die Bedingungen in der Versorgungswirtschaft radikal verändert. Früher hatte man Tage, um fehl[...]
Neue Studie zum Heizungsgesetz: Die Bio-Treppe führt ins Nichts
Eine neue Studie des Fraunhofer IFAM im Auftrag des Umweltinstitut München und von GasWende dokumentiert, dass die im neuen Heizungsgesetz vorgesehene Nutzung v[...]
Resilienz stärken: Projekte für Extreme von Dürre bis Hochwasser
Nach einer Frühjahrsdürre in 2025 ist bislang auch das Wasserwirtschaftsjahr 2026 viel zu trocken. Dem gegenüber stehen Starkregenereignisse und allen voran das[...]
27 Prozent weniger Energieverbrauch: Stadt Wolfsburg optimiert Wärmemanagement in Schulen
Stadt Wolfsburg setzt auf intelligente Thermostate, um Energieverbrauch in Schulen zu senken
Bonus: hydraulischer Abgleich digital und ohne weiteren Aufwand durchgeführt
VKU-Umfrage: Drei von vier Stadtwerken sehen Netzausbau finanziell gefährdet
Für viele Stadtwerke wird die Finanzierung des Stromnetzausbaus zunehmend zur Herausforderung. Das zeigt eine Umfrage des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU):[...]
Die Dächer der neuen Sport- und Mehrzweckhalle ebenso wie der Mensa des Schulzentrums Nord im rheinischen Niederkassel-Lülsdorf wurden begrünt und mit großen PV[...]
Hybridkraftwerk Parndorf verbindet Wind- und Solarenergie mit Landwirtschaft und Biodiversität
Das Hybridkraftwerk Parndorf ist am Netz: Am vergangenen Samstag wurde die an den bestehenden Windpark angebundene Photovoltaikanlage im Burgenland feierlich in[...]