Wenn Sie einwilligen, verwenden wir Dienste, die Informationen im Endgerät eines Seitenbesuchers speichern oder dort abrufen. Anschließend verarbeiten wir die Informationen intern weiter, ohne diese an Drittanbieter weiter zu geben. Das hilft uns, unsere Website optimal zu gestalten und die Besucher besser zu verstehen.
Breite Allianz Hamburger Energieunternehmen fordert sichere Zukunft für Erneuerbare
25.02.2026 – Lesezeit ca. 2 Minuten
232
Mit dem kürzlich bekannt gewordenen Entwurf zum sogenannten „Netzpaket“ droht der Ausbau der Erneuerbaren Energien massiv ausgebremst zu werden. Auf Initiative von Green Planet Energy hat sich deshalb eine breite Allianz aus mehr als 20 Hamburger Energieunternehmen vor dem CDU-Parteitag in einem Brief an die Hamburger CDU gewandt und eine sofortige Abkehr von den Plänen des Bundeswirtschaftsministeriums gefordert.
Wirtschaftsstandort Hamburg in Gefahr
In ihrem Appell weisen die Unternehmen auf die Relevanz Erneuerbarer Energien für den Wirtschaftsstandort Hamburg hin. Durch das geplante Ende der Zahlungen für Erlösausfälle bei abgeschalteten Anlagen könnten Betreiber auf ihren Kosten sitzen bleiben. Das würde den Ausbau neuer Projekte faktisch zum Stillstand bringen. Zusätzlich würden unterschiedliche Sonderregeln für die knapp 900 Verteilnetzbetreiber in Deutschland zu mehr Bürokratie, steigender Komplexität und höheren Kosten führen.
Sönke Tangermann, Vorstand Green Planet Energy eG erklärt: „Absurd, aber wahr: Statt die Wirtschaft in Schwung zu bringen, bremst Ministerin Reiche sie aus. Das Netzpaket schwächt die Erneuerbaren-Branche und damit auch den Wirtschaftsstandort Hamburg. Wir schaffen in Hamburg tausende Arbeitsplätze und sichern die Zukunftsfähigkeit und Krisensicherheit unseres Landes. Wir erwarten von der Hamburger CDU, dass sie sich für den Erhalt von Arbeitsplätzen und Wertschöpfung in unserer Hansestadt einsetzt und dem Netzpaket in dieser Form eine klare Absage erteilt.“
Anstatt den Ausbau auszubremsen, sehen die Unternehmen den Reformbedarf vor allem bei der Digitalisierung und Flexibilisierung der Netze sowie beim intelligenten Stromverbrauch. Instrumente wie „Nutzen statt Abregeln“, der beschleunigte Ausbau von Speichern und ein konsequenter Smart-Meter-Rollout seien entscheidend, um Netzstabilität zu erhöhen, Kosten zu senken und die Integration erneuerbarer Energien effizienter zu gestalten.
Advertising
Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!
Koordinierte Aktion in Hamburg und München
An die Allianz der Hamburger Unternehmen knüpft auch eine Münchner Initiative an, die das Unternehmen Greentech ins Leben gerufen hat. Die zeitgleiche Veröffentlichung der Briefe in beiden Städten unterstreicht, dass die Kritik am Netzpaket keine regionale Einzelmeinung ist, sondern von Unternehmen in mehreren deutschen Wirtschaftsstandorten geteilt wird.
Diese Hamburger Unternehmen und Verbände sind Teil der Allianz:
Green Planet Energy eG
LichtBlick
GPJoule
Nordex
GLS Bank
EnergieNetz Hamburg eG
ENERTRAG
Encavis
PNE
Greentech
Enerparc
BayWa R.E.
naturstrom
Rechtsanwälte Günther
8.2
EnergieDock
Averdung Ingenieure & Berater GmbH
Bundesverband WindEnergie - Landesverband Hamburg
MaxSolar
Energy Partners
Thüga Erneuerbare Energien
Rabot Energy
Q Energy
BürgerEnergie Nord
Haupt-Bauphase für Europas größte Flusswasser-Wärmepumpe in Köln beginnt
280 Millionen Euro investert die RheinEnergie an ihrem Erzeugungsstandort Köln-Niehl in die Energie- und
Wärmewende. Das Projekt von Europas größter Flusswasse[...]
Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern können selbst Flächen für Windenergieanlagen ausweisen, ergänzend zur Planung der Regionalen Planungsverbände. Geregelt ist d[...]
Umfrage: 84 Prozent der kommunalen Energieversorger setzen auf Batteriespeicher
Der Ausbau von Großbatteriespeicherprojekten nimmt Fahrt auf: 11 Prozent der kommunalen Energieversorger setzen bereits konkrete Projekte um. Weitere 27 Prozent[...]
Bio-Flüssiggas bietet Kommunen im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Dazu zählen insbesondere die Aufrechterhaltung des steuer[...]
Der Klimawandel schreitet voran, trotz vielfältiger Initiativen steigt der CO₂-Ausstoß global weiter an, wenngleich langsamer als früher. Noch liegen die abschl[...]
Erdwärme-Projekt der N-ERGIE: 2D-Seismik-Messungen geplant
Nächster Schritt für das Projekt „Erdwärme Franken“ der N-ERGIE: In der zweiten Jahreshälfte 2026 sollen sogenannte 2D-Seismik-Messungen den Untergrund in und u[...]
Start frei für eine neue Photovoltaik-Freiflächenanlage im Landkreis Biberach. Am Dienstag, 19. Mai, hat die BWZ Achstetten GmbH offiziell ihren neuen Solarpark[...]
Die Regionalverbände in Baden-Württemberg legen die Vorrangflächen für Windenergieanlagen im Südwesten fest. Eine Ersteinschätzung des Ausbaupotenzials auf ihre[...]
Bundesweites Verbundprojekt unterstützt Kommunen beim Ausbau erneuerbarer Energien
Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative fördert das Bundesumweltministerium das Verbundprojekt „BEEKOMM – Beschleunigung des Ausbaus von erneuerbaren Ene[...]
EEG-Entwurf gefährdet jede vierte kleine Wasserkraftanlage in Mitteldeutschland
Wasserkraftverband Mitteldeutschland warnt: Förderstopp für Anlagen unter 25 kW trifft besonders Mitteldeutschland und schwächt verlässliche dezentrale Energieerzeugung