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Nürnberg zeigt, wie kommunaler Klimaschutz gelingt: Die größte Stadt Frankens setzt auf Sonne, Wasser, Biomasse und Geothermie – und treibt zugleich die klimafreundliche Mobilität voran.
Die Stadtverwaltung will bis 2035 klimaneutral werden, die gesamte Stadt bis 2040 folgen lassen. Erneuerbare Energien spielen dabei eine Schlüsselrolle. Bei städtischen Neubauprojekten sind Photovoltaikanlagen Standard, und auch auf Bestandsdächern werden schrittweise PV-Anlagen installiert. 2024 konnten rechnerisch rund 23.200 Haushalte mit Solarstrom versorgt werden.
Ein Biomasse-Heizkraftwerk erzeugt durch Verbrennen von 55.000 Tonnen Grünschnitt jährlich Strom und Wärme. Nicht benötigte Wärme wird in einem der modernsten Wärmespeicher Europas zwischengelagert. Etwa 30 Prozent der Nürnberger Fernwärme kommen bereits jetzt aus nicht-fossilen Quellen, peu à peu soll die Fernwärme weiter dekarbonisiert werden. Dafür erkundet die N-Ergie auch die Potenziale der Tiefengeothermie im Nürnberger Stadtgebiet. Neben H₂-tauglichen Gasturbinen ist auch eine Großwärmepumpe geplant, die Abwasserwärme nutzbar machen wird. Auch das Wasserkraftwerk Hammer trägt mit jährlich 1,23 Millionen Kilowattstunden sauberen Stroms zur Energiewende bei.
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Im Verkehr geht Nürnberg ebenfalls mit gutem Beispiel voran: 123 Elektrobusse, 80 E-Roller und 2.500 Leihräder sind bereits im Einsatz. Bis 2030 entsteht ein Radvorrangroutennetz von 135 Kilometern, das 80 Prozent der Bürger*innen in kurzer Distanz vom Wohnort erreichen.
„Wo möglich, ersetzt Nürnberg fossile Energiequellen und nutzt nahezu alle Chancen klimafreundlicher Energieversorgung. Auf dem Weg zur Klimaneutralität gewinnt die bayerische Metropole damit auch an Unabhängigkeit“, betont Dr. Robert Brandt, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien.
Und auch das Stadtbild wandelt sich: Weniger Parkflächen, dafür mehr Raum und Grünflächen für Menschen, die sich gern zu Fuß bewegen - von dieser „Bewegungsenergie“ profitieren Mensch und Klima gleichermaßen.
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