Wenn Sie einwilligen, verwenden wir Dienste, die Informationen im Endgerät eines Seitenbesuchers speichern oder dort abrufen. Anschließend verarbeiten wir die Informationen intern weiter, ohne diese an Drittanbieter weiter zu geben. Das hilft uns, unsere Website optimal zu gestalten und die Besucher besser zu verstehen.
Startschuss für nachhaltige Wärmeversorgung in Tettnang:
30.07.2025 – Lesezeit ca. 2 Minuten
105
Ein wichtiges Projekt für die Energiewende in Tettnang: Michael Hofmann, Geschäftsführer Regionalwerk Bodensee, Regine Rist, Bürgermeisterin von Tettnang, und Niklas Wiegand, Geschäftsführer ENGIE Deutschland (v. l.) beim Spatenstich für das Nahwärmenetz an der Baustelle der Heizzentrale. (Bild: Regionalwerk Bodensee GmbH & Co. KG)
ENGIE Deutschland und das Regionalwerk Bodensee haben am vergangenen Freitag, 25. Juli 2025, mit einem symbolischen Spatenstich durch Niklas Wiegand, Geschäftsführer der ENGIE Deutschland, Michael Hofmann, Geschäftsführer des Regionalwerk Bodensee, und die Tettnanger Bürgermeisterin Regine Rist den offiziellen Baustart für das zukünftige Nahwärmenetz in Tettnang vollzogen. Die beiden Partnerunternehmen bündeln ihre Kompetenzen in der Wärmeversorgungsgesellschaft Tettnang mbH: ENGIE Deutschland übernimmt Planung und Bau, das Regionalwerk Bodensee verantwortet Betrieb und Vertrieb. In der ersten Ausbaustufe werden 14 städtische und landeseigene Gebäude in Tettnang an das neue Nahwärmenetz angeschlossen. Perspektivisch ist eine Erweiterung auf angrenzende Wohn-, Gewerbe- und Industriegebiete vorgesehen. Michael Hofmann, Geschäftsführer Regionalwerk Bodensee, sagte bei der Veranstaltung: „Als Wärmeversorger bringen wir die Energiewende in unserer Region voran. Umweltfreundliche Wärme ist dabei ein entscheidender Faktor. 80 Prozent des privaten Energieverbrauchs geht auf das Konto von Wärme und Warmwasser. Auf Basis der aktuellen Prognosen wird Tettnang durch das neue Nahwärmenetz im Vergleich zu einer Wärmegewinnung mit fossilen Brennstoffen jährlich bis zu 4.176 Tonnen CO₂ bei der Wärmeversorgung einsparen.“ Hofmann hob zudem hervor, dass das Nahwärmeprojekt mit dem Regionalwerk als lokalem Energieversorger sowie den beauftragten lokalen Bauunternehmen den Fokus klar auf regionale Wertschöpfung lege.
Advertising
Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!
Die Grundlast für das Nahwärmenetz wird durch zwei Biomasseheizkessel sichergestellt. Mit Holzhackschnitzeln als Brennstoff, die zum großen Teil aus der Region kommen, wird nahezu CO₂-neutral erneuerbare Wärme erzeugt. Ein Pufferspeicher deckt den erhöhten Wärmebedarf ab. Für den Notfallbetrieb besitzt die Heizzentrale einen Gaskessel. Somit ist die Wärmeversorgung Tettnangs mit diesem Konzept mehrfach abgesichert. „Das Team der ENGIE Deutschland bringt in das Tettnanger Netz unsere langjährige Expertise in der Wärmeversorgung ein. Damit ergänzen wir die Ressourcen unseres Partners Regionalwerk Bodensee optimal und freuen uns, mit dem Spatenstich heute symbolisch den Baustart für dieses wegweisende kommunale Wärmewende-Projekt zu feiern“, sagt Niklas Wiegand, Geschäftsführer ENGIE Deutschland. ENGIE Deutschland betreibt aktuell rund 100 eigene Wärmenetze, die schrittweise dekarbonisiert werden, und ist seit Jahrzehnten an vier lokalen Energieversorgern beteiligt.
Wärmewende im Quartier
Wie eine klimaneutrale und zugleich wirtschaftliche Wärmeversorgung in der Praxis gelingt, zeigt der Lagarde Campus in Bamberg. Auf der Konversionsfläche entste[...]
Energiesicherheit in der Kommune auf dem Prüfstand
Der Anschlag auf das Stromnetz im Januar 2026 war ein Weckruf für Berlin und andere Städte neue Vorsorge- und Sicherheitskonzepte umzusetzen. Berlin reagiert mi[...]
Praxisforum Tiefengeothermie on Tour: zu Gast bei der Forschungsbohrung Köln-Dellbrück
Bevor sich die Tiefengeothermie-Branche im Oktober im bayerischen Pullach trifft, hat das Praxisforum Tiefengeothermie bereits im Sommer eine Begegnung in NRW e[...]
Der „Zuordnungs-Monitor“ hilft Energielieferanten den 24-Stunden-Lieferantenwechsel ohne Frust zu bewältigen
Seit der Einführung des 24-Stunden-Lieferantenwechsels haben sich die Bedingungen in der Versorgungswirtschaft radikal verändert. Früher hatte man Tage, um fehl[...]
Neue Studie zum Heizungsgesetz: Die Bio-Treppe führt ins Nichts
Eine neue Studie des Fraunhofer IFAM im Auftrag des Umweltinstitut München und von GasWende dokumentiert, dass die im neuen Heizungsgesetz vorgesehene Nutzung v[...]
Resilienz stärken: Projekte für Extreme von Dürre bis Hochwasser
Nach einer Frühjahrsdürre in 2025 ist bislang auch das Wasserwirtschaftsjahr 2026 viel zu trocken. Dem gegenüber stehen Starkregenereignisse und allen voran das[...]
27 Prozent weniger Energieverbrauch: Stadt Wolfsburg optimiert Wärmemanagement in Schulen
Stadt Wolfsburg setzt auf intelligente Thermostate, um Energieverbrauch in Schulen zu senken
Bonus: hydraulischer Abgleich digital und ohne weiteren Aufwand durchgeführt
VKU-Umfrage: Drei von vier Stadtwerken sehen Netzausbau finanziell gefährdet
Für viele Stadtwerke wird die Finanzierung des Stromnetzausbaus zunehmend zur Herausforderung. Das zeigt eine Umfrage des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU):[...]
Die Dächer der neuen Sport- und Mehrzweckhalle ebenso wie der Mensa des Schulzentrums Nord im rheinischen Niederkassel-Lülsdorf wurden begrünt und mit großen PV[...]
Hybridkraftwerk Parndorf verbindet Wind- und Solarenergie mit Landwirtschaft und Biodiversität
Das Hybridkraftwerk Parndorf ist am Netz: Am vergangenen Samstag wurde die an den bestehenden Windpark angebundene Photovoltaikanlage im Burgenland feierlich in[...]