Rubrik Energie & Netze

Ministerpräsident Markus Söder und Staatsminister Hubert Aiwanger würdigen Musterbeispiel der Energiewende

Geothermie-Sommerempfang in Grünwald

10.07.2025 – Lesezeit ca. 3 Minuten 53

Geothermie-Sommerempfang in Grünwald

Vor dem Geothermie-Projekt Laufzorn II: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (3.v.r) und Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger (r.) mit Grünwalds Bürgermeister Jan Neusiedl (2.v.r.), den beiden Geschäftsführern der Erdwärme Grünwald GmbH, Andreas Lederle (3.v.l.) und Stefan Rothörl (2.v.l.), sowie Alexander Heller (heller & partner, l.). (Bild: Erdwärme Grünwald)

Die Zukunft der Energieversorgung wird in Grünwald schon Wirklichkeit: Die 11.000-Einwohner-Gemeinde im Münchner Süden befindet auf dem besten Weg, als erste Kommune überhaupt in Deutschland ihren gesamten Wärmebedarf aus nachhaltiger und CO₂-freier Erdwärme zu erzeugen.

Bei einem großen Geothermie-Sommerempfang vor 500 geladenen Gästen haben Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger die Vorreiterrolle Grünwalds für die Energiewende und das Musterbeispiel des kommunalen Versorgers Erdwärme Grünwald gewürdigt.

Grünwald habe die richtige Entscheidung getroffen, auf Geothermie zu setzen, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Denn eine sichere Energieversorgung sei entscheidend für Wirtschaftskraft und Lebensqualität. „Die Geothermie als nachhaltige und grundlastfähige Heimatenergie spielt dabei eine immer größere Rolle, besonders in Südbayern. Deshalb wollen wir das enorme Potenzial von Geothermie noch besser nutzen.“ Mit der weitreichenden Absicherung des Fündigkeitsrisikos, weniger Bürokratie und effizienteren Verfahren bieten der Bund und Bayern den Rahmen, so Söder. „Drill, Baby, Drill, Grünwald – viel Erfolg für die Bohrungen!“

Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger betonte ebenfalls die strategische Bedeutung des Grünwalder Projekts: „Geothermie ist ein zentraler Baustein für eine sichere, regionale und bezahlbare Energieversorgung. Sie liefert kontinuierlich Wärme, unabhängig von Wetter oder Tageszeit, ist erneuerbar und stabil im Preis. Bayern ist hier mit Abstand führend in Deutschland – über 90 Prozent der installierten Tiefengeothermie-Leistung bundesweit entfallen auf den Freistaat. Darauf bauen wir weiter auf“, so Aiwanger beim Geothermie-Sommerempfang.
Die Gemeinde Grünwald hat schon vor 15 Jahren damit begonnen, eine zukunftsgerichtete und klimafreundliche Energieversorgung aufzubauen. „Die Investitionen sind enorm, aber wir wissen, dass sich diese Investitionen langfristig auszahlen“, sagte Bürgermeister Jan Neusiedl. „Unsere nachfolgenden Generationen werden es uns danken.“

Mit großer Entschlossenheit aller Verantwortlichen und auch mit großem Rückhalt aus der Bevölkerung ist in Grünwald das größte geothermisch betriebene Fernwärmenetz in Kontinentaleuropa entstanden. „Mehr als 80 Prozent aller Gebäude sind zwischenzeitlich daran angeschlossen“, sagte Neusiedl. „Fossile Brennstoffe sind bei uns die Ausnahme und werden immer weniger. Wir nehmen die Wärmewende richtig ernst.“

Deshalb schreibt die Gemeinde Grünwald an ihrer besonderen Erfolgsgeschichte tatkräftig weiter:
Zusätzlich zu der bereits bestehenden Geothermie-Anlage, die im Jahr 2011 zu den bayerischen Pionierprojekten zählte, erschließt die Erdwärme Grünwald GmbH gerade eine zusätzliche Wärmequelle. Seit wenigen Wochen laufen die Bohrarbeiten für das Geothermie-Projekt Laufzorn II. „Zwischenzeitlich sind wir schon bei über 2400 Metern Tiefe angekommen“, sagte Bürgermeister Neusiedl. Die Voruntersuchungen lassen erneut auf eine hohe Wärmeleistung hoffen.

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Schon heute liegt der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Grünwalder Fernwärme bei fast 90 Prozent. „Sie haben also die richtige Entscheidung getroffen, als sie ihre Gebäude zukunftssicher und ressourcenschonend an unser Fernwärmenetz angeschlossen haben“, sagte der Geschäftsführer der Erdwärme Grünwald, Andreas Lederle, an die Grünwalder Bürger gerichtet. Mit der zweiten Geothermie-Anlage wird voraussichtlich bis zum Winter 2027/28 die komplette Umweltverträglichkeit und die vollständige Unabhängigkeit bei der Wärmeversorgung geschafft.

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