Rubrik Energie & Netze

Abschluss der Fernwärme-Verbindungsleitung: Ein wichtiger Meilenstein für die Bremer Wärmewende

18.11.2024 – Lesezeit ca. 3 Minuten 61

Abschluss der Fernwärme-Verbindungsleitung: Ein wichtiger Meilenstein für die Bremer Wärmewende

Der Bremer und Bremerhavener Energiedienstleister swb hat die neue Fernwärme-Verbindungsleitung im Sommer 2024 erfolgreich fertiggestellt. Dieses bedeutende Infrastrukturprojekt verbindet die zwei großen Fernwärmenetze „Horn-Lehe/Universität“ und „Bremer-Osten“ miteinander und schafft die Grundlage für eine sichere und umweltschonende Wärmeversorgung in weiteren Gebieten der Stadt.

Am Dienstag folgte Kathrin Moosdorf, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, der Einladung von swb, um gemeinsam mit Dr. Karsten Schneiker, Vorstandssprecher der swb AG, sowie den Projektteilnehmern den Abschluss des Projekts zu feiern.

Ein gemeinsamer Schritt für eine umweltschonende Wärmeversorgung

Dr. Karsten Schneiker, swb-Vorstandssprecher, kommentiert: „Wir sind stolz, dieses für die Bremer Wärmeversorgung wichtige Großprojekt erfolgreich abgeschlossen zu haben. Die Fernwärme-Verbindungsleitung ist ein Meilenstein für die Wärmewende in Bremen. Wir als swb haben mehr als 100 Mio. EUR investiert, um den Bremer CO₂-Ausstoß weiter zu senken und in den nächsten 15 Jahren zusätzliche Gebiete in Bremen mit klimaneutraler Fernwärme aus der Abfallverbrennungsanlage versorgen zu können. Wir danken allen Beteiligten für ihre oft schwierige und nicht selten auch schweißtreibende Arbeit auf und unter den Straßen sowie den Anwohnern für ihre Geduld angesichts der oft wochenlangen Baustellen.“

Die Bremer Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft Kathrin Moosdorf ergänzt: „Fernwärme wird für die künftige klimafreundliche Wärmeversorgung in der Stadt eine sehr viel wichtigere Rolle einnehmen als heute. Die nun fertig gestellte Verbindungsleitung ist ein Meilenstein und ein guter Anfang für unseren Weg in eine klimaneutrale Zukunft. In den kommenden Monaten werden wir im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung mit der swb intensive Gespräche führen, um die weiteren Schritte zum Ausbau der Nah- und Fernwärmeversorgung zu konkretisieren.“

swb Fernwärme und Bremen: Ein Projekt für die Energiewende

Die Bauarbeiten begannen im Februar 2022 und wurden im Juni 2024 abgeschlossen. Seither fließt Wasser durch die Leitung, jedoch zunächst zum Spülen und für Testfahrten, erst schrittweise wurde die Temperatur erhöht. Zur beginnenden Heizperiode 2024/25 kann nun die Inbetriebnahme der Fernwärme-Verbindungsleitung gefeiert werden.

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Besonders herausfordernd war der Verlauf durch drei teilweise dicht bebaute Bremer Stadtteile: Die 7,5 Kilometer lange Fernwärme-Verbindungsleitung hat ihren Beginn an der Blockstation am Hochschulring und führt durch die Stadtteile Horn, Schwachhausen und Vahr bis zu ihrem Endpunkt am Heizwerk Vahr in der Emil-Sommer-Straße.

Die neu errichtete Blockstation fungiert dabei als Abzweigung vom bereits bestehenden Fernwärmenetz „Horn-Lehe/Universität“, welches bereits seit vielen Jahren zuverlässig aus dem Müllheizkraftwerk mit Wärme versorgt wird. Das Heizwerk Vahr war bisher Teil des Fernwärmenetzes „Bremer-Osten“, welches bislang wärmetechnisch vor allem aus dem Kraftwerk in Hastedt bedient wurde.

Weniger CO₂-Emissionen in Bremen – Energieeffizienz und Klimaschutz im Fokus

Der Ende April 2024 vollzogene Kohleausstieg war nur aufgrund der Inbetriebnahme eines hocheffizienten Blockheizkraftwerks sowie Dank der Fernwärme-Verbindungsleitung möglich. Durch die Verbindung der beiden Fernwärmenetze „Horn-Lehe/Universität“ und „Bremer-Osten“ kann ein Teil des Wärmebedarfs im Bremer Osten nun mit klimaneutraler Wärme aus dem Müllheizkraftwerk gedeckt werden. Mit der neuen Verbindungsleitung wurden die infrastrukturellen Voraussetzungen geschaffen, um zukünftig mehr Bremer Haushalte und Firmen mit klimafreundlicher Fernwärme zu versorgen. Dadurch können weitere CO₂-Emissionen in Bremen reduziert werden, da zunehmend Gas- und Ölheizungen durch Fernwärme ersetzt werden können.

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