Rubrik Energie & Netze

SOCOMEC bringt EnWG-konformes Messsystem für die Ortsnetzstationen auf den Markt

Retrofitlösung für Stadtwerke

26.08.2024 – Lesezeit ca. 2 Minuten 45

Retrofitlösung für Stadtwerke

Alles drin: SOCOMECs Komplettpaket für die Messtechnik-Nachrüstung, hier die Version für 28 Lasten mit Schnittstelle. (Bild: SOCOMEC GmbH)

Der Messtechnik-Pionier SOCOMEC hat eine All-in-One-Lösung entwickelt, mit der Netzbetreiber ihre Messtechnik EnWG-konform für die Ortsnetzstationen nachrüsten können. Das modulare Mess- und Überwachungssystem besteht aus einem Anzeigegerät, Spannungs- und Strommessmodulen, Stromsensoren und Kommunikationsgateways. SOCOMEC bietet es als DIRIS Digiware-Komplettpaket im Kunststoffgehäuse für 16 bis 28 Lasten mit Schnittstelle an. Optional ist eine Erweiterungsbox für 16 zusätzliche Lasten verfügbar.

Das Retrofit-Paket lässt sich schnell und nahtlos in bestehende Anlagen und Systeme integrieren, was Ausfallzeiten und Unterbrechungen minimiert. Die Kommunikation erfolgt wahlweise direkt über MODBUS TCP oder über eine IEC 60870-5-104-konforme Schnittstelle. Ein Webserver ist bereits integriert. Die IEC62443-konformen Sicherheitsfunktionen sorgen für eine sichere Datenübertragung und senken das Risiko von Cyberattacken. Für Neuanlagen sind die Sensoren als Durchstecksensoren erhältlich. Für die Nachrüstung bietet SOCOMEC sie wahlweise als teilbare Stromsensoren oder als flexible Rogowski Sensoren an. Die globale Genauigkeitsklasse liegt im Messbereich von 5 bis 6.000 Ampere bei 0,5 für das komplette System (Modul und die Sensoren).

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Netzbetreiber müssen nachrüsten

„Bis 2029 müssen alle Netzbetreiber in Deutschland ihre Messtechnik den neuen Richtlinien des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) §14a entsprechend nachrüsten. Mit unserem Plug&Play-System haben wir die optimale Lösung dafür entwickelt“, erklärt SOCOMECs Marketingleiter Guy Schaaf. Die Regelung sieht vor, dass Netzbetreiber die Netzanschlüsse für Verbrauchseinrichtungen wie z.B. private Ladepunkte, Wärmepumpen, Anlagen zur Raumkühlung und Speicher mit einem Leistungsbezug von mehr als 4,2 kW nicht mehr verweigern dürfen. Im Gegenzug müssen die Verbraucher die Steuerung bei hoher Netzbelastung akzeptieren. Die neuen Regelungen traten am 1. Januar 2024 in Kraft. Steuerbare Verbrauchseinrichtungen, die davor in Betrieb gingen, müssen bis zum 1. Januar 2029 in das neue Gesetz überführt werden. Daraus erfolgt als Grundlage für die netzorientierte Steuerung, dass die Netzzustandsermittlung durch Messung aller Ortsnetzstationen nötig wird.

„Mit unserer Messtechnik lässt sich für jede Phase die Leistung der Anlagenabgänge erfassen. Überwachung und Messung bilden die Grundlage, bevor Sie optimieren und steuern können. Außerdem können Unternehmen auf detaillierte Energieverbrauchsdaten zugreifen und dadurch ihren Betrieb optimieren“, ergänzt Schaaf. Weil das System skalierbar ist, kann SOCOMEC eine langfristige Investitionssicherheit gewährleisten. Zur Unterstützung seiner Kunden bietet das Unternehmen eine Hersteller-Inbetriebnahme und technischen Support für alle Anlagen an.

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