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Dieser Artikel ist zur Veröffentlichung in der Ausgabe 5 - September / Oktober der gedruckten Kommunalwirtschaft vorgesehen.
Die Towergy GmbH hat mit ihrem Klimaturm eine Großwärmepumpe entwickelt, die bis zu 400 Neubau- oder 200 Bestandswohnungen mit erneuerbarer Wärme und Kälte versorgen kann. Das erste dieser kompakten Systeme für dicht bebaute Quartiere und Wohnsiedlungen geht am 30. Juni auf der Bremer Überseeinsel in Betrieb. Es wird den Klimacampus Bremen sowie umliegende Künstlerateliers mit Wärme versorgen. Weitere Projekte sind geplant. Zum Jahresende startet Towergy mit der Serienproduktion in einer firmeneigenen Halle in Bremerhaven.
Flexibel auslegen und gestalten
Der rechteckige Klimaturm besteht aus einer Luft-Wasser-Großwärmepumpe mit vierseitiger Luftansaugung und Abluftführung über die Turmspitze. Die Luftansaugung erfolgt über im Turm integrierte Ventilatoren mit Schalldämpfern, welche die Geräuschemissionen signifikant reduzieren. Die erforderliche Elektrotechnik und Pumpen für den direkten Anschluss an vorhandene Wärmenetze sind standardmäßig bereits integriert. Towergy bietet die zum Patent angemeldete vertikale Bauform mit integrierter Heiztechnik anschlussfertig in vier Ausführungen mit einer thermischen Leistung von 0,3 bis 1,5 Megawatt an. Dank des modularen Baukastensystems mit den vorgefertigten Modulen lässt sich der Klimaturm innerhalb weniger Wochen installieren.
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Die Höhe variiert je nach Ausführung zwischen 11 und 14 Metern, die Grundfläche zwischen 3,8 x 3,8 und 5,6 x 5,6 Metern. Ob farbig, begrünt oder verspiegelt: Die Fassaden lassen sich individuell gestalten und auch als Werbefläche nutzen. Zwei Wallboxen können unten am Klimaturm angebracht werden und dann zwei Parkplätze mit Ladestrom versorgen. Dabei liegt der Schalldruckpegel auch bei der leistungsstärksten Variante in zehn Metern Entfernung unter 35 dB(A), was einem leisen Flüstern entspricht.
Für anspruchsvollste Bedingungen
„Der Klimaturm ist die leiseste und dank seiner einzigartigen Bauweise auch die platzsparendste Großwärmepumpe, die es derzeit in diesem Leistungsbereich gibt“, freut sich Towergy-Geschäftsführer Tobias Werner, der das Unternehmen 2025 zusammen mit Rolf-Peter Strauß, Professor an der Hochschule Bremen, eigens für die Entwicklung, den Bau und den Vertrieb des Klimaturms gegründet hat. Dank seiner integrierten Schalldämpfer und der massiven Wände kann man den Klimaturm sogar nachts in reinen Wohngebieten betreiben.
„Der Klimaturm ist DIE Lösung für die Wärmewende in verdichtetem Wohnraum und in Quartieren – insbesondere dort, wo Schallproblematik und Platzmangel herrschen“, ergänzt Professor Strauß.
Betriebskosten optimieren
Die Betriebskosten lassen sich mit der inhouse entwickelten, selbstlernenden Steuerung signifikant reduzieren. Diese Regelung analysiert die Wetterprognosen und die Börsenstrompreise sowie die prognostizierten Wärme- und Kältebedarfe im Quartier und die Gebäudecharakteristiken für die kommenden 72 Stunden und optimiert den Betriebsfahrplan. Die Wärmepumpe läuft vor allem dann, wenn der Strommix aus regenerativen Quellen erzeugt wird und zugleich besonders günstig ist.
„Die quälende Debatte über das so genannte Heizungsgesetz entstand, weil in Bezug auf Wärmepumpen weder die technische Umsetzbarkeit in dicht besiedelten Städten noch die Bezahlbarkeit der Wärme plausibel erklärt werden konnten. Der Klimaturm liefert Antworten“, erläutert Klaus Meier, geschäftsführender Gesellschafter der Stadt.Energie.Speicher GmbH.
Die feierliche Inbetriebnahme des ersten Klimaturms fand am 30. Juni neben der Alten Werft im Bremer Überseeinsel-Quartier statt.
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