Wenn Sie einwilligen, verwenden wir Dienste, die Informationen im Endgerät eines Seitenbesuchers speichern oder dort abrufen. Anschließend verarbeiten wir die Informationen intern weiter, ohne diese an Drittanbieter weiter zu geben. Das hilft uns, unsere Website optimal zu gestalten und die Besucher besser zu verstehen.
VKU zu den GEG-Eckpunkten: Gute erste Ansätze, aber viele Fragen bleiben offen
27.02.2026 – Lesezeit ca. 2 Minuten
166
VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing in einer Erst-Einschätzung: „Die Beschlüsse zur Fernwärme sind ein Lichtblick, aber Licht im Heizungskeller sehen wir noch nicht automatisch. Insbesondere nicht bei der Frage der Bezahlbarkeit und Verfügbarkeit von grünen Gasen.
Eine Grüngasquote von zunächst einem Prozent ist machbar. Entscheidend wird die Frage sein, wie die Verfügbarkeit entsprechend der Biotreppe für neue Gasheizungen darüber hinaus gesteigert werden kann. Hier bleibt die Koalition eine Antwort schuldig. Wir sehen aktuell nicht, wie der Hochlauf grüner Gase und insbesondere Biomethan für eine Beimischung ins Gasnetz massiv gesteigert werden kann, ohne weitere Kostensteigerungen für Eigentümer und Mieter zu verursachen. So droht eine Grüngasquote zur Mogelpackung zu werden, die Verbraucher erst in trügerischer Sicherheit wiegt und sie dann teuer zu stehen kommt. Grundsätzlich ist der Einsatz grüner Gase wie Wasserstoff und Biomethan zwar wichtig, aber das funktioniert nur dort, wo es technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist und nicht flächendeckend.
Bislang gibt es nicht genug Wasserstoff und Biomethan, zumal Wasserstoff und Biomethan nicht über die gleiche Leitung transportiert werden können. Die technische Umsetzung einer solchen Regelung bleibt damit offen. Zudem sehen wir das Risiko, dass durch feste Quoten die Preise für grüne Gase durch die Decke schießen.
Advertising
Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!
Die Beschlüsse zur Fernwärme machen wiederum Hoffnung auf eine soziale Wärmewende. Wenn die Bundesförderung effiziente Wärmenetze (BEW) tatsächlich gesetzlich verankert und erhöht wird, wäre das die dringend nötige Anschubfinanzierung für den Ausbau der Fernwärme. Jeder Fördereuro hilft, die Kosten des Ausbaus zu senken und dämpft damit auch die Fernwärmepreise. Richtig ist auch der Wunsch nach mehr Preistransparenz. Die bestehende Preistransparenzplattform Fernwärme könnte verpflichtend eingeführt werden. Das wäre bürokratiearme Lösung. Sinnvoll ist auch, endlich die Wärmelieferverordnung und AVB-Fernwärme zu novellieren. Hier muss das Bundesjustizministerium endlich seine bisherige Blockadehaltung aufgeben. Denn bisher dürfen Vermieter die Investitionskosten nur bei Wärmepumpen, aber nicht bei Anschluss an die Fernwärme auf die Miete umlegen. Damit drohen Mieter oft im Gas und Öl gefangen zu bleiben.”
Wärmewende im Quartier
Wie eine klimaneutrale und zugleich wirtschaftliche Wärmeversorgung in der Praxis gelingt, zeigt der Lagarde Campus in Bamberg. Auf der Konversionsfläche entste[...]
Energiesicherheit in der Kommune auf dem Prüfstand
Der Anschlag auf das Stromnetz im Januar 2026 war ein Weckruf für Berlin und andere Städte neue Vorsorge- und Sicherheitskonzepte umzusetzen. Berlin reagiert mi[...]
Praxisforum Tiefengeothermie on Tour: zu Gast bei der Forschungsbohrung Köln-Dellbrück
Bevor sich die Tiefengeothermie-Branche im Oktober im bayerischen Pullach trifft, hat das Praxisforum Tiefengeothermie bereits im Sommer eine Begegnung in NRW e[...]
Der „Zuordnungs-Monitor“ hilft Energielieferanten den 24-Stunden-Lieferantenwechsel ohne Frust zu bewältigen
Seit der Einführung des 24-Stunden-Lieferantenwechsels haben sich die Bedingungen in der Versorgungswirtschaft radikal verändert. Früher hatte man Tage, um fehl[...]
Neue Studie zum Heizungsgesetz: Die Bio-Treppe führt ins Nichts
Eine neue Studie des Fraunhofer IFAM im Auftrag des Umweltinstitut München und von GasWende dokumentiert, dass die im neuen Heizungsgesetz vorgesehene Nutzung v[...]
Resilienz stärken: Projekte für Extreme von Dürre bis Hochwasser
Nach einer Frühjahrsdürre in 2025 ist bislang auch das Wasserwirtschaftsjahr 2026 viel zu trocken. Dem gegenüber stehen Starkregenereignisse und allen voran das[...]
27 Prozent weniger Energieverbrauch: Stadt Wolfsburg optimiert Wärmemanagement in Schulen
Stadt Wolfsburg setzt auf intelligente Thermostate, um Energieverbrauch in Schulen zu senken
Bonus: hydraulischer Abgleich digital und ohne weiteren Aufwand durchgeführt
VKU-Umfrage: Drei von vier Stadtwerken sehen Netzausbau finanziell gefährdet
Für viele Stadtwerke wird die Finanzierung des Stromnetzausbaus zunehmend zur Herausforderung. Das zeigt eine Umfrage des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU):[...]
Die Dächer der neuen Sport- und Mehrzweckhalle ebenso wie der Mensa des Schulzentrums Nord im rheinischen Niederkassel-Lülsdorf wurden begrünt und mit großen PV[...]
Hybridkraftwerk Parndorf verbindet Wind- und Solarenergie mit Landwirtschaft und Biodiversität
Das Hybridkraftwerk Parndorf ist am Netz: Am vergangenen Samstag wurde die an den bestehenden Windpark angebundene Photovoltaikanlage im Burgenland feierlich in[...]