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Dieser Artikel wurde in der Ausgabe 4 - Juli / August 2026 der gedruckten Kommunalwirtschaft abgedruckt.
Gemeinsames Projekt von oekostrom AG, Green Planet Energy und Stadtwerke Hartberg im Burgenland offiziell am Netz
Hybridkraftwerk Parndorf verbindet Wind- und Solarenergie mit Landwirtschaft und Biodiversität
25.06.2026 – Lesezeit ca. 2 Minuten
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Das Hybridkraftwerk Parndorf ist am Netz: Am vergangenen Samstag wurde die an den bestehenden Windpark angebundene Photovoltaikanlage im Burgenland feierlich in Betrieb genommen. Das Projekt der oekostrom AG, der Energiegenossenschaft Green Planet Energy eG und der Stadtwerke Hartberg zählt zu den innovativsten Ansätzen zur systemischen Integration erneuerbarer Energien in Österreich.
Im Zentrum steht die Kombination mehrerer Technologien auf gemeinsamer Infrastruktur: Die Agri‑Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 17 MWp ist an einen bestehenden Windpark angebunden und versorgt im Endausbau über 6.000 Haushalte mit erneuerbarem Strom. Wind- und Solarstrom ergänzen sich zeitlich, wodurch sich die jährliche Betriebsdauer des Gesamtsystems von rund 2.000 auf etwa 4.000 Stunden verdoppelt. Neben der technischen Integration setzt das Projekt auch auf Mehrfachnutzung der Fläche: Die Agri‑PV-Anlage ermöglicht weiterhin landwirtschaftliche Nutzung und fördert zugleich die Biodiversität vor Ort.
Die nachgeführten Module folgen dem Tagesverlauf der Sonne von Ost nach West und erzeugen so über den gesamten Tag hinweg ein gleichmäßigeres Stromprofil. Mittägliche Einspeisespitzen werden reduziert, während die Produktion gezielt in die Morgen- und Abendstunden verschoben wird.
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Der Probebetrieb der vergangenen Monate verlief positiv. „Die ersten Betriebsmonate haben gezeigt, dass sich die Anlagen hervorragend ergänzen. Auch die Herausforderung der optimalen Abstimmung der Anlagenregelung haben wir erfolgreich bewältigt, mittlerweile funktioniert das Zusammenspiel reibungslos. Das bestätigt, wie viel Potenzial Hybridkraftwerke für ein effizientes erneuerbares Energiesystem bieten“, sagt Christoph Grosssteiner, Geschäftsführer der oekostrom Produktions GmbH.
Auch aus Sicht von Green Planet Projects ist das Projekt ein wichtiger Entwicklungsschritt: „Parndorf zeigt, was der nächste Schritt der Energiewende ist: nicht einzelne Anlagen, sondern ihr Zusammenspiel. Die Überbauung eines bestehenden Netzanschlusspunktes nutzt vorhandene Infrastruktur deutlich besser. Genau diesen pragmatischen Ansatz brauchen wir auch in Deutschland“, sagt Julian Tiencken, Geschäftsführer von Green Planet Projects. Die Überbauung des vorhandenen Netzanschlusspunktes mit zusätzlicher PV-Leistung ermöglicht es, mehr erneuerbare Energie über die gleiche Infrastruktur einzuspeisen, bei geringeren Kosten und reduziertem Flächenverbrauch.
Kurz vor der offiziellen Inbetriebnahme wurde zudem ein weiterer Meilenstein erreicht: In der vergangenen Woche erhielt das Projekt die Genehmigung für einen eigenständigen Batteriespeicher.
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