Rubrik Energie & Netze

Voltfang setzt neuen Maßstab für netzdienliche Großspeicher mit 20 MWh in Alsdorf

Erster Batteriespeicher in der Braunkohleregion NRW am Netz

21.01.2026 – Lesezeit ca. 3 Minuten 236

Erster Batteriespeicher in der Braunkohleregion NRW am Netz

Voltfang, führender Anbieter europäischer Batteriespeicher für Industrie, Gewerbe und Großspeicher-Anwendungen, hat in Alsdorf eines der größten netzdienlichen Batteriespeicherprojekte Nordrhein-Westfalens realisiert. Mit 20 Megawattstunden (MWh) Kapazität steht das Projekt für eine neue Generation stabiler und skalierbarer Energieinfrastrukturen.

Das Projekt wurde für Icecreek Energy realisiert, welches das Speicherkraftwerk betreibt. Mit einer Speicherkapazität von 20 MWh und einer Leistung von 9,5 MW setzt das Projekt neue Maßstäbe für schnelle und verlässliche Projektumsetzung, die Integration erneuerbarer Energien und ist gleichzeitig ein starkes Signal für lokale Wertschöpfung. Der Großspeicher ist direkt an das Mittelspannungsnetz des lokalen Verteilnetzbetreibers Regionetz GmbH angebunden. Neben der jährlichen Versorgung von über 2.000 Haushalten übernimmt das System zentrale netzstabilisierende Funktionen. Dazu zählen die Bereitstellung von Regelenergie, Flexibilität für Preisvolatilitäten am Strommarkt und lokales Engpassmanagement im Verteilnetz.

„Voltfang zeigt, wie die Energiewende vor Ort gelingen kann und wie Kommunen dazu beitragen können. Mit Großspeichern, aus europäischer Fertigung, wird hier eine tragende Säule für eine dezentrale und resiliente Energieversorgung geschaffen. Es zeigt auch, wie Innovation, Nachhaltigkeit und kommunale Interessen erfolgreich zusammengeführt werden“, so Alsdorfs Bürgermeister Tim Krämer.

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Gemeinden profitieren unmittelbar von Großbatteriespeichern: Durch die im „Jahressteuergesetz 2024“ vorgesehene Regelung sollen 90 % der Gewerbesteuereinnahmen aus Energiespeicheranlagen bei der Standortkommune verbleiben – ein direkter Hebel für kommunale Haushalte und Akzeptanz vor Ort. Diese zusätzlichen Gewerbesteuereinnahmen schaffen für die Kommune finanziellen Spielraum, der gezielt in soziale Einrichtungen (z. B. Kita-, Jugend- oder Pflegeangebote) und andere Pflichtaufgaben reinvestiert werden kann. Gleichzeitig lassen sich damit auch Investitionen in den Ausbau öffentlicher Ladeinfrastruktur vor Ort anstoßen oder kofinanzieren. So wird die Wertschöpfung aus dem Speicherkraftwerk direkt sichtbar und stärkt die lokale Daseinsvorsorge sowie die Verkehrswende in der Gemeinde.

„Die Umsetzung von Projekten in dieser Größenordnung erfordert gute Planung, skalierbare Batteriekompetenz und solide Finanzierung. Gemeinsam mit Icecreek Energy, Regionetz und der Stadt Alsdorf haben wir gezeigt, dass Voltfang alle relevanten Akteure an einen Tisch bringen kann und damit einen messbaren Beitrag zur Energiewende leistet“, so David Oudsandji, Mitgründer und CEO von Voltfang.

“Batteriespeicher sind ein zentraler Hebel für ein stabiles und zukunftsfähiges Energiesystem. Mit diesem Projekt investieren wir gezielt in Infrastruktur, die erneuerbare Energien integrierbar macht und zugleich wirtschaftlich tragfähig ist. Voltfang verbindet technologische Exzellenz mit Umsetzungskompetenz – genau das braucht die Energiewende jetzt“, sagt Fabian Siegel, Managing Partner von Icecreek Energy.

Der Standort Alsdorf ist Teil einer größeren Strategie: Vier weitere Projekte von Voltfang werden 2026 mit dem Bau beginnen. Für die Entwicklung, Finanzierung, Realisierung und den Betrieb weiterer systemdienlicher Großspeicher in Deutschland besteht eine langfristige Partnerschaftsstruktur mit institutionellem Kapital, die Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe bis 2029 vorsieht. Die Struktur ermöglicht schnelle Replikation und Roll-out weiterer Standorte auf Basis identischer technischer Standards.

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