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Nachhaltige Wärmeversorgung auf gutem Weg – Bürgerinteresse entscheidend für Projekterfolg
Seewärme Meersburg braucht Bürgerinteresse
10.09.2025 – Lesezeit ca. 2 Minuten
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Die Seewärme Meersburg am Bodensee ist nach Einschätzung der Verantwortlichen auf gutem Weg. Beim Energiepolitischen Dialog der Bodenseeanrainer stellte Dr. Marius Wöhler, Bereichsleiter Energiesysteme beim Stadtwerk am See, das innovative Projekt vor. Die Vision: Eine klimafreundliche und zukunftsfähige Wärmeversorgung für Meersburg – gespeist aus der natürlichen Energie des Bodensees. Zentral sei allerdings das Interesse der Bürgerinnen und Bürger.
Die Seewärme Meersburg GmbH, getragen von der Stadt Meersburg und dem Stadtwerk am See, verantwortet Aufbau und Betrieb eines Wärmenetzes im Gebiet der historischen Altstadt und darüber hinaus. Die Technik basiert auf Seethermie, bei der Bodenseewasser zur Versorgung von Wärmepumpen genutzt wird. Die erzeugte Wärme wird über ein Wärmenetz verteilt. Das geplante Netzgebiet umfasst die historische Altstadt von Meersburg, aber auch weitere Bereiche.
Seit der Gründung hat die Seewärme Meersburg GmbH wichtige Meilensteine erreicht, insbesondere was die Förderungen betrifft. „Staatliche Förderungen sind für das Projekt zentral. Dass wir hier erfolgreich waren, zeigt, dass unsere Planungen realistisch und wirtschaftlich tragfähig sind“, betont Wöhler.
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Noch wichtiger sei aber, dass die Bürgerinnen und Bürger in den Planungsgebieten ihr Interesse bekunden – selbst wenn ihre aktuelle Wärmeanlage noch funktioniert. „Der Projekterfolg hängt maßgeblich von der frühzeitigen Interessensbekundung der Bürger ab – auch wenn sie jetzt oder in den nächsten Jahren noch keinen akuten Wärmebedarf haben. Nur mit ausreichend Zuspruch kann die Wirtschaftlichkeit sichergestellt und die staatliche Förderung voll ausgeschöpft werden.“ Wöhler nannte das Beispiel des Seewärme-Projekts im schweizerischen Arbon, das aufgrund von zu geringem Interesse kürzlich aufgegeben wurde. In Meersburg hingegen überwiegen die Vorteile: Die Technik ist erprobt, die Umweltbilanz hervorragend, und die Versorgungssicherheit hoch.
Die nächsten Schritte sind bereits geplant: Der Baubeginn der Heizzentrale und des Wärmenetzes ist für 2026 vorgesehen, erste Wärmelieferungen ab 2028. Das Wärmenetz wird in fünf Bauabschnitten realisiert und bietet ein Potenzial für rund 350 Gebäude. Fest eingeplant ist die Wärmeversorgung öffentlicher Gebäude als Ankerkunden.
„Ein See ist eine nahezu unbegrenzte Wärmequelle, die umweltverträglich genutzt werden sollte“, so Dr. Wöhler. „Jetzt ist der Moment, sich zu informieren und Interesse zu bekunden – damit Meersburg Vorreiter einer nachhaltigen Wärmeversorgung wird.“
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