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Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen sind Angaben der jeweiligen Hersteller und wurden redaktionell nicht verifiziert.
Dieser Artikel wurde in der Ausgabe der gedruckten Kommunalwirtschaft abgedruckt.
Solarpark Darstadt: Wertschöpfung bleibt in der Region
21.08.2025 – Lesezeit ca. 3 Minuten
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Der neue Solarpark in Darstadt, einem Ortsteil der Stadt Ochsenfurt im Landkreis Würzburg, ist in Betrieb gegangen. Einen Teil der Freiflächen-Photovoltaikanlage hat die EGIS eG als Bürgersolarpark realisiert. Die Genossenschaft organisiert als Bürgerenergiepartner die Beteiligung der Bevölkerung über Genossenschaftsanteile. Bürgerinnen und Bürger können über die EGIS eG so am Projekt partizipieren, denn sie erhalten eine jährliche Dividende unter anderem vom Ertrag ihres Solarparks.„Wer investiert, setzt sich aktiv für die Energiezukunft der Region ein und profitiert zugleich von den Erträgen der Anlage“, erklärt Pascal Lang, Vorstandsvorsitzender der EGIS eG. Die Genossenschaft plant Ende September eine Informationsveranstaltung zur Beteiligung.
Mit rund 70 Megawatt installierter Leistung erzeugt die gesamte Anlage auf einer Fläche von 70 Hektar voraussichtlich mehr als 80 Millionen Kilowattstunden (kWh) klimafreundlichen Strom pro Jahr. Das entspricht rechnerisch dem jährlichen Bedarf von über 20.000 Vier-Personen-Haushalten. Rund 115.000 Photovoltaik-Module sparen jährlich über 50.000 Tonnen CO₂ ein. Die Anlage in Darstadt zählt zu den größten Photovoltaik-Freiflächenanlagen in Bayern. Einen Teil der Fläche setzt die EGIS eG als Bürgersolarpark um. Realisiert wurde das Vorhaben von der MaxSolar GmbH, die auch ein eigenes Umspannwerk sowie eine rund 14 Kilometer lange Trasse für die Netzanbindung gebaut hat. Bemerkenswert: Die Finanzierung des Solarparks erfolgt ausschließlich über langfristige Stromlieferverträge (Power Purchase Agreements, PPA).
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Geld für die Kassen der Kommune
„Bei unserem Solarpark bleibt die finanzielle Wertschöpfung durch Bürgerbeteiligung bei uns in der Region. Das war für uns eine zentrale Voraussetzung für ein Projekt dieser Größenordnung“, sagt Peter Juks, Bürgermeister der Stadt Ochsenfurt. So kommen die Projektverantwortlichen dieser Vorgabe nach: Die Betreiber – Max Solar und die EGIS eG – zahlen jährlich eine freiwillige Kommunalabgabe im sechsstelligen Bereich an die Stadt Ochsenfurt. Dieses Geld kann beispielsweise für Spielplätze, Kindergärten, die Vereinsgemeinschaft oder andere kommunale Projekte verwendet werden. Auf 30 Jahre gerechnet fließen somit rund 4,8 Millionen Euro durch die Photovoltaikanlage in den städtischen Haushalt. Hinzu kommen Einnahmen aus der Gewerbesteuer. „Mit dem Bürgersolarpark profitieren Klima, unser Finanzhaushalt und wir alle“, betont Bürgermeister Peter Juks. „Das Projekt zeigt, dass Wertschöpfung und Energiewende zusammengehören, und zwar nicht abstrakt, sondern ganz konkret vor Ort“, ergänzt EGIS eG-Vorstand Pascal Lang.
Lebensraum für Feldlerche und Co.
Neben Stromerzeugung und Wertschöpfung steht der Naturschutz im Fokus. Die Flächen bleiben unversiegelt, werden extensiv gepflegt und nicht gedüngt. Das ist gut für das Grundwasser sowie Flora und Fauna. Blühstreifen, Hecken und Rückzugsorte für Tiere wie Feldlerchen, Insekten und Niederwild schaffen neue Lebensräume. Auch ein Ausgleichsprojekt für den gefährdeten Feldhamster wurde umgesetzt. „Wir kombinieren die Energiewende mit konkreten Maßnahmen für den Naturschutz. Das zeigt: Klimaschutz und Artenvielfalt gehen Hand in Hand“, erklärt Pascal Lang.
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