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Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen sind Angaben der jeweiligen Hersteller und wurden redaktionell nicht verifiziert.
Dieser Artikel wurde in der Ausgabe der gedruckten Kommunalwirtschaft abgedruckt.
Ilsede digitalisiert Thermostate in Rathaus und Rathaus-Außenstelle
Energieverbrauch soll um 20 Prozent sinken:
25.09.2024 – Lesezeit ca. 3 Minuten
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Investition in Innovation: In den öffentlichen Gebäuden der Gemeinde
Ilsede wird künftig mithilfe von künstlicher Intelligenz geheizt – und gespart. Laut Gemeindebaurat
Marco Köster sind pro Gebäude 20 Prozent Energieeinsparung geplant. So entlastet die Gemeinde
nicht nur den kommunalen Haushalt durch reduzierte Heizkosten, sondern verbessert durch den
niedrigeren Energieverbrauch auch die örtliche CO₂-Bilanz. Um das niedersächsische Klimaziel, bis
2040 klimaneutral zu sein, zu erreichen, setzt die Gemeinde auf eine innovative KI-Technologie.
Zwei Gebäude bereits digitalisiert, weitere sollen folgen
Umgesetzt wird das Energiesparprojekt mit dem Hamburger Unternehmen vilisto, das zunächst zwei
Verwaltungsgebäude mit den digitalen Thermostaten ausstattet. In der Außenstelle des Rathauses in
Gadenstedt sind sie bereits seit August installiert, im Oktober folgt das Rathaus. Die Gemeinde
rechnet damit, durch die Technologie jährlich 6.600 Euro Heizkosten in diesen zwei Gebäuden zu
sparen. Sind die Projekte erfolgreich, plant Bürgermeister Neuhäuser genannt Holtbrügge für
nächstes Jahr die Umrüstung in weiteren gemeindlichen Immobilien. „Technologie und Digitalisierung
erleichtern in unserer Gemeinde bereits viele Prozesse – und optimieren nun auch unsere Heizkörper.
Es ist wichtig, immer offen für derartige Innovationen zu bleiben. Wir freuen uns auf die
Zusammenarbeit mit vilisto, die uns einen großen Schritt näher Richtung Klimaneutralität bringt“, so
Neuhäuser genannt Holtbrügge. Die Gemeinde investiert einen fünfstelligen Betrag in die
Energiesparlösung und erhält dazu einen Zuschuss über die Bundesförderung für effiziente Gebäude
(BEG) in Höhe von 10.000 Euro. Die Investition soll sich durch die prognostizierten Einsparungen
innerhalb weniger Jahre amortisieren. Wie hoch die Einsparungen am Ende der Heizperiode
tatsächlich ausfallen, wird wissenschaftlich durch vilisto ermittelt.
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Geheizt wird nur bei Bedarf
Die Technologie ist eine Methode zur Steigerung der Energieeffizienz in sogenannten
Nichtwohngebäuden. Dabei werden die konventionellen Heizkörperthermostate durch intelligente
vilisto-Thermostate ersetzt. Diese beheizen Büro- und Aufenthaltsflächen dann nur noch, wenn die
Räume tatsächlich benutzt werden. Stellen Präsenzerkennungssensoren fest, dass ein Raum leer ist,
reguliert sich die Raumtemperatur automatisiert herunter und Heizenergie wird gespart. „Unser
digitales Wärmemanagement bringt einen sofortigen Einspareffekt, ohne dass die Raumnutzenden
davon beeinträchtigt werden“, erklärt Christoph Berger, Geschäftsführer von vilisto. „Die
Optimierungen verhindern Energieverschwendung und bilden die Grundlage, um die
Energieversorgung langfristig auf Erneuerbare zu umstellen und so CO₂-neutral zu werden.“
Öffentliche Einrichtungen sollen Vorbild im Klimaschutz sein
Der Handlungsdruck auf Kommunen hinsichtlich der Energiewende steigt: Erst Anfang der Woche
veröffentlicht die Deutsche Energieagentur dena ihre„Fit für 2045“- Studie. Im Rahmen dessen betont
Corinna Enders, Vorsitzende der dena-Geschäftsführung: „Die Umsetzung der Energiewende benötigt
in den nächsten Jahrzehnten hohe Investitionen, insbesondere im Gebäudesektor. Die öffentliche
Hand sollte hier Vorreiter sein.“
Auch gesetzlich ist die Umsetzung von Energiesparmaßnahmen
verankert: Gemäß Energieeffizienzgesetz (EnEfG) muss die Öffentliche Hand ein Einsparungsziel von
jährlich zwei Prozent erfüllen.
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