Dieser Artikel wurde in der Ausgabe November/Dezember 2025 der gedruckten Kommunalwirtschaft abgedruckt.

Rubrik Bau(en) & Städtegestaltung

Im Deutschen Meeresmuseum bieten nora Kautschukböden den perfekten Boden für das spektakuläre Ausstellungskonzept

Eintauchen in die faszinierende Unterwasserwelt

24.10.2025 – Lesezeit ca. 3 Minuten 153

Eintauchen in die faszinierende Unterwasserwelt

Haifische, Schildkröten oder Korallen: Nach einer umfassenden Modernisierung erstrahlt das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund in neuem Glanz – und lädt Besucher wieder dazu ein, die farbenprächtige Welt tropischer Meere zu entdecken. Inmitten der historischen Mauern einer mittelalterlichen Klosterkirche verschmelzen Tradition und Moderne: Neue Ausstellungen, ein erweiterter Aquarienrundgang sowie deutliche Verbesserungen in Barrierefreiheit und Energieeffizienz prägen das renovierte Museum. Der letzte große Umbau lag fast ein halbes Jahrhundert zurück – höchste Zeit für eine zeitgemäße Neugestaltung. Entsprechend umsichtig ging das Stuttgarter Büro Reichel und Schlaier Architekten bei der Umsetzung vor. Bei der Sanierung sollte der Charakter des denkmalgeschützten Gebäudes bewahrt und gleichzeitig neue Akzente gesetzt werden. Ein wesentliches gestalterisches und funktionales Element der Neuausstattung bilden nora Kautschuk-Bodenbeläge, die in den Ausstellungsflächen verlegt wurden.

Hochleistungsboden für hohen Publikumsandrang

Das Deutsche Meeresmuseum gehört zu den meistbesuchten Museen Norddeutschlands, dementsprechend widerstandsfähig und langlebig muss der Boden sein. „Wir benötigten einen Hochleistungsboden, der dem täglich hohen Besucheraufkommen dauerhaft standhält, ohne an Qualität oder Optik zu verlieren“, erklärt Architekt Bastian Matthias. „nora Kautschukböden sind in dieser Hinsicht die ideale Lösung.“ Neben ihrer hohen Strapazierfähigkeit überzeugen die elastischen Beläge auch in puncto Reinigung und Pflege. „Der Belag benötigt keine Beschichtung und er lässt sich ohne aggressive Reinigungsmittel reinigen,“ so Projektleiter Matthias. Dadurch sinken nicht nur Aufwand und Kosten der Unterhaltsreinigung, sondern auch Wasser- und Chemikalienverbrauch. Dies verbessert die Gesamtbilanz über den gesamten Lebenszyklus – ein klarer Pluspunkt im Hinblick auf Umwelt- und Ressourcenschonung.

Advertising

Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!

Sanierung mit Feingefühl im historischen Raum

Die Bodenbeläge wurden gezielt auf die Atmosphäre des Raums und die Materialpalette des Bestands abgestimmt. Die Architekten wählten noraplan unita, der durch seine interessante Materialkombination aus Kautschuk und eingestreuten Granitsplittern hervorsticht. Dieser wurde in zwei unterschiedlichen Farben unverfugt verlegt, sodass die Flächen wie aus einem Guss wirken. Ein pastelliges Grün sorgt für eine ruhige Grundstimmung und lässt den Raum wirken, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Um gezielte Akzente zu setzen und den Besucher subtil durch die Ausstellung zu leiten, kam ein dunkles Meeresgrün zum Einsatz. Beide Farbtöne sind harmonisch auf die bestehende Farbwelt des historischen Gebäudes abgestimmt. Sie nehmen subtil Bezug auf maritime Themen und betonen die denkmalgeschützten Elemente wie gotische Pfeiler, Gewölbe und Natursteinwände, ohne mit ihnen zu konkurrieren. So bleiben die Würde und die Atmosphäre der ehemaligen Klosterkirche spürbar.

Die Sanierung des Deutschen Meeresmuseums zeigt beispielhaft, wie durchdachtes Materialkonzept und architektonische Haltung im Denkmalkontext zusammenwirken können.

Advertising

Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!

Sie können diese Ausgabe kaufen oder ein Abonnement abschließen, um diesen Artikel hier sofort und komplett zu lesen. Mit einem Abonnement erhalten Sie zusätzlich jede gedruckte Ausgabe der Kommunalwirtschaft frei Haus.
Unser PDF Abo ist kostenlos! Abonnieren Sie dazu unseren Newsletter, in welchem ein Downloadlink zur jeweils aktuellen Ausgabe zur Verfügung gestellt wird.
Wenn Sie schon Abonnent der Kommunalwirtschaft sind, melden Sie sich an, um den Artikel zu lesen.
Wenn Bauprojekte scheitern: vom Planungsfehler zum Millionenschaden
Wenn Bauprojekte scheitern: vom Planungsfehler zum Millionenschaden

Zu Beginn eines neuen Bauprojekts scheint alles nach Plan zu laufen: reibungslose Abstimmungen zwischen den Gewerken, strukturierte Abläufe und erste Maßnahmen,[...]

21.04.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

hochtiefbau
Gelebte Mobilitätswende
Gelebte Mobilitätswende

Die Mobilität der Zukunft stellt Kommunen vor neue Aufgaben: Parkhäuser werden zu vielseitigen Mobility Hubs, die durch flexible Nutzungskonzepte dem effiziente[...]

15.04.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

hochtiefbau
Der Moabiter Kinderhof bringt Architektur und Nutzung auf den Punkt
Der Moabiter Kinderhof bringt Architektur und Nutzung auf den Punkt

Der im Oktober 2025 eröffnete Moabiter Kinderhof in Berlin versteht sich als offenes Haus für den Alltag von Kindern und Jugendlichen im dicht bebauten Stadtrau[...]

10.04.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

hochtiefbau
hubitation-Netzwerk begrüßt neues Mitglied
hubitation-Netzwerk begrüßt neues Mitglied

Startup-Accelerator der NHW fördert Innovation und Nachhaltigkeit

10.04.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

hochtiefbau
Experte: „Mehr Staat“ lindert die Wohnungsnot nicht
Experte: „Mehr Staat“ lindert die Wohnungsnot nicht

„Wir haben in Deutschland rund 790 kommunale und landeseigene Wohnungsbaugesellschaften. Die Idee, dass eine weitere bundeseigene die Wohnungsnot lindern wird, [...]

09.04.2026, Lesezeit ca. 6 Minuten

hochtiefbau
23 Millionen Projekt in Hagen: Deutschlands größte genossenschaftliche serielle Sanierung
23 Millionen Projekt in Hagen: Deutschlands größte genossenschaftliche serielle Sanierung

Der Wohnungsverein Hagen und das Berliner Unternehmen ecoworks realisieren die bislang größte genossenschaftliche serielle Sanierung in Deutschland. Im Stadttei[...]

02.04.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

hochtiefbau
Neues Fugenmaterial soll Pflasterflächen langfristig stabilisieren
Neues Fugenmaterial soll Pflasterflächen langfristig stabilisieren

Die Stadt Hanau startet im Stadtteil Großauheim ein Pilotprojekt zur Sanierung von Pflasterflächen: In der Hauptstraße wird ab Montag, 30. März, erstmals das ne[...]

30.03.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

hochtiefbau
Industrieästhetik und Hightech-Verglasung im Einklang
Industrieästhetik und Hightech-Verglasung im Einklang

Mit dem rund 550 Meter langen Ensemble „QH Track“ entsteht unweit des Berliner Hauptbahnhofs ein beeindruckend markanter Bau im neuen Stadtquartier Europacity. [...]

25.03.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

hochtiefbau
BPD ergreift Initiative und investiert 500 Mio. Euro in den Bau von rund 1.000 Mietwohnungen

Der Projekt- und Gebietsentwickler BPD | Bouwfonds Immobilienentwicklung investiert 500 Mio. Euro in den deutschen Wohnungsmarkt. In einer ersten Phase sollen b[...]

20.03.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

hochtiefbau
Initiative „Bau-Turbo kommunal“ fordert klare Leitplanken für neue Freiheiten
Initiative „Bau-Turbo kommunal“ fordert klare Leitplanken für neue Freiheiten

Mit der neuen Initiative „Bau-Turbo kommunal“ ruft ein breites Bündnis aus Architektur-, Umwelt- und Klimaschutzorganisationen die politischen Entscheidungsträg[...]

03.03.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

hochtiefbau

Weitere Artikel in dieser Rubrik