Rubrik Bau(en) & Städtegestaltung

RSV und GSTT beschließen Verschmelzung zum Bundesverband grabenlose Technologien (BGT)

04.07.2025 – Lesezeit ca. 4 Minuten 74

RSV und GSTT beschließen Verschmelzung zum Bundesverband grabenlose Technologien (BGT)

v.l.: Thorsten Schulte, Volker Neubert, Benedikt Stentrup, Dr. Susanne Leddig-Bahls, Andreas Haacker und Dr. Marc Peters (Bild: BGT - Bundesverband grabenlose Technologien – in Gründung)

Nach intensiven strategischen und organisatorischen Vorbereitungen haben RSV und GSTT ein wichtiges Etappenziel erreicht. Die Mitglieder haben entschieden: Aus beiden Verbänden wird einer, der BGT – Bundesverband grabenlose Technologien (kurz: Bundesverband Grabenlos) mit Sitz in Berlin. Vorsitzende des neuen Vorstands sind Dr. Susanne Leddig-Bahls und Benedikt Stentrup. Im etwa 200 Mitglieder starken neuen Verband sind die führenden Unternehmen der Branche vertreten. Der BGT wird die Themen der grabenlosen Instandhaltung im Bestand und der Neuverlegung mit gebündelter Kraft vertreten. Er hat dabei alle Anwendungen, wie Wasser, Abwasser, Gas, Fernwärme, Strom, Telekommunikation/Glasfaser und Wasserstoff, im Fokus.

Am 1. Juli 2025 haben die Mitglieder von RSV und GSTT in Mitgliederversammlungen für die Verschmelzung zum BGT – Bundesverband grabenlose Technologien gestimmt. „Der neue Bundesverband Grabenlos wird sich mit gebündelter Kraft und Expertise für die drängenden Herausforderungen zum Erhalt und zur Neuverlegung unserer Ver- und Entsorgungsnetze einsetzen", betont Benedikt Stentrup, einer der beiden Vorsitzenden. Zum grabenlosen Instandhalten und Bauen im erdverlegten Bereich über die minimalinvasive Sanierung innerhäuslicher Leitungsinfrastruktur bis zum Tunnelbau wird der neue Verband seine Expertise einbringen und dabei über die eigenen Fachdisziplinen hinausdenken und kooperieren. Es geht darum, gesamtgesellschaftliche Verantwortung für uns und nachfolgende Generationen zu übernehmen und die für unser Dasein nötige Ver- und Entsorgungsinfrastruktur im Bestand nachhaltig zu erhalten oder grabenlos neu zu bauen.

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Der Verbandszweck

Der Bundesverband Grabenlos will das grabenlose Bauen und Instandhalten von Rohrleitungen in wissenschaftlicher, technischer und wirtschaftlicher Hinsicht regional, national und international fördern, weiterentwickeln und kommunizieren. Die Umsetzung der politisch beschlossenen Klimaziele und die Nachhaltigkeit von Technologien und Bauprojekten bilden dabei einen wichtigen Fokus.

Dazu dienen:

  • Die Publikation praxisbasierter Empfehlungen zu Technologien und Verfahren als Impulsgeber für Regelwerke auf nationaler und internationaler Ebene
  • Multimediale Informationsangebote für Netzbetreiber, Industrie, Gewerbetreibende sowie Grundstücks- und Hauseigentümer
  • Präsenz- und Vernetzungsmöglichkeiten auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene – innerhalb des Verbands und öffentlich beispielsweise bei Kongressen, Messen und sonstigen Veranstaltungen
  • Förderung der Ausbildung und Weiterbildung von Nachwuchs-, Fach- und Führungskräften durch Mitwirkung in Gremien und weitere Aktivitäten

Der Vorstand

Der Vorstand ist zunächst für zwei Jahre paritätisch aus Vorstandsmitgliedern beider Vorgängerverbände besetzt:

  • Dr. Susanne Leddig-Bahls (Vorsitz)
  • Benedikt Stentrup (Vorsitz)
  • Andreas Haacker
  • Volker Neubert
  • Dr. Marc Peters
  • Thorsten Schulte

Die Mitglieder

Der Bundesverband Grabenlos vertritt nun gemeinsam etwa 200 Mitglieder aus RSV und GSTT. Grundlage für die Verschmelzung waren die in Mitgliederversammlungen beschlossenen Wünsche und Arbeitsaufträge zur Prüfung und Vorbereitung der Bündelung der Kräfte von RSV und GSTT. Im Verband sind unterschiedliche Perspektiven für unsere Themen vertreten: ausführende Unternehmen, Hersteller und Zulieferer, Ingenieurbüros und andere für unsere Branchen relevanten Dienstleister sowie Kommunen und Netzbetreiber. „Viele Mitglieder bringen sich aktiv kreativ in die Verbandsarbeit ein, beispielsweise in Arbeitskreisen zu wichtigen Themen für unsere Branche und unsere Gesellschaft,” freut sich die Vorstandsvorsitzende Dr. Susanne Leddig-Bahls. „Und neue Mitglieder und ihre Mitarbeit an den gemeinsamen Zielen sind uns jederzeit willkommen."

Die nächste Etappe

Mit den Mitgliederbeschlüssen vom 1. Juli beginnt eine neue Etappe.

Nach dem Mitgliedervotum in den Mitgliederversammlungen sind nun viele zeitintensive formale und organisatorische Dinge zu erledigen: der Eintrag in das Vereinsregister, die Zusammenführung der Mitgliederverwaltungen und Buchhaltungen, die Erstellung einer neuen Website mit Erhalt wichtiger bisheriger Inhalte, die personelle Verstärkung der Geschäftsstelle, die Zusammenführung von Software, Daten und Verträgen …

„Am wichtigsten ist uns aber die gebündelte Fortsetzung der Arbeit an den Verbandszielen", kommentiert Benedikt Stentrup. Die Arbeit in aktiven Arbeitskreisen wird fortgesetzt, drängende Themen werden weiterbearbeitet oder neu aufgenommen. Wegen der zunehmenden Internationalisierung der Regelwerke und der Märkte bieten sich auch für die national tätigen Mitglieder und die nationale Branche durch eine Verschmelzung von RSV und GSTT große Vorteile durch Stärkung des internationalen Netzwerks. Bewährte nationale Standards können besser in internationale Regelwerke eingebracht und erhalten werden. „Der Einsatz für dringende Infrastrukturmaßnahmen mit Berücksichtigung der Klimaziele duldet ebenfalls keinen Aufschub – für unsere Gesellschaft und unsere Mitglieder", ergänzt Dr. Susanne Leddig-Bahls. Der interdisziplinäre Blick über unsere eigene Expertise hinaus ist dabei ein wichtiger Schlüssel zur Lösung der aktuellen Herausforderungen.

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