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Groß, ohne zu erdrücken: Durch die aufgelockerte Kubatur und die starken Farbakzente wirken die Baukörper freundlich und einladend. (Foto: Martin Baitinger / Sto SE & Co. KGaA)
So bunt wie die Fassaden ist das Konzept des Projekts „Wohnen am Park“ in Bad Dürrheim: Bücherei, Generationentreff, Penthouses, Eigentums- und Service-Wohnungen – realisiert als KW-55-Komplex. Für den Artenschutz sind zudem 68 Nistkästen in das Dämmsystem integriert.
Das Projekt „Wohnen am Park“, erbaut in direkter Nachbarschaft zum Hindenburgpark in Bad Dürrheim, ist ein Musterbeispiel für modern geplanten Wohnungsbau. Es besteht aus zwei Gebäuden und bietet ein breites Nutzungskonzept – weit über „Wohnen“ hinaus. Als herausragender Teil ist die neue Stadtbibliothek zu nennen, im Erdgeschoss des ersten Gebäudes untergebracht. Die Kinderzahnarztpraxis stellt einen weiteren Nichtwohnnutzer vor. Weil auch das Wohnungs-Angebot sehr breit differenziert angelegt ist, sind ganz unterschiedliche Nutzergruppen angesprochen. Wie im Brennglas zeigt sich das in den Räumen für das Mehrgenerationenwohnen, die der Verein „Generationentreff Lebenswert“ übernommen und eingerichtet hat. Darüber hinaus gibt es 24 „Serviced Apartments“ und zwölf Eigentumswohnungen, von denen drei besonders exklusive Penthouse-Einheiten sind.
Im zweiten Gebäude ist die Nutzung genauso stark durchmischt: Im Erdgeschoss logiert eine Intensivpflege-Wohngemeinschaft. Hinzu kommen 23 Eigentumswohnungen, drei davon wiederum in der Kategorie „Penthouse“. Auch die Wohnungen selbst weisen ein breites Spektrum an Größen und Grundrissen auf – ein weiteres Element für einen bunten Nutzer-Mix. Beide Häuser verfügen über Tiefgarage und Aufzug, wodurch die Wohnungen barrierefrei erreichbar sind.
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KfW-55-Standard mit bunten, Fauna-freundlichen Fassaden
Um den Wärmebedarf gering zu halten, ist neben dem Wärmeerzeuger (einem Gas-Spitzenlastkessel) eine Abluftwärmepumpe installiert, zur Stromversorgung trägt eine Photovoltaikanlage bei. Durch das Wärmedämm-Verbundsystem (StoTherm Vario) bleiben zudem die Wärmeverluste gering – im Ergebnis liegen die Bauten im Energiestandard KfW 55. Unter dem Strich erreichen die Bauten die Klasse A bzw. A+, PV und Umweltwärme decken 73 beziehungsweise 80 Prozent des Energiebedarfs. Als besondere ökologische Maßnahme sind in der Fassade außerdem 68 StoElement Fauna-Nistkästen eingebaut. Darin finden Mauersegler, Fledermäuse und Haussperlinge eine Heimat.
Markantes Signal nach außen ist das Farbkonzept mit kräftigen Rot-, Blau-, Grün- und Gelb-Tönen für die Fenster-Umfassungen. Die starken Farbakzente stehen im Kontrast zur gebauten Umgebung. Als besonders witterungsbeständige Lösung gestaltete der ausführende Handwerksbetrieb Kaupp aus Schramberg diese Elemente mit StoDeco Fassadenelementen.
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