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Dieser Artikel wurde in der Ausgabe Juni / Juli 2025 der gedruckten Kommunalwirtschaft abgedruckt.
Die Feuer- und Rettungswache in Hamburg-Finkenwerder erfüllt alle Anforderungen an einen modernen Rettungsstandort. Auch beim Klimaschutz ist der Neubau wegweisend. Eine zentrale Rolle spielen dabei Erdwärmekollektoren von GeoCollect.
F 35, wie die neue Wache im Hamburger Süden im Feuerwehrjargon heißt, wird der neue Arbeitsort für bis zu 140 Berufsfeuerwehrleute und Rettungskräfte. Das Hauptgebäude auf drei Etagen und ein Übungsturm mit sechs Etagen erstrecken sich insgesamt über 6.000 m² Geschossfläche. Der Prototyp berücksichtigt sowohl die operativen Anforderungen an Einsatzschnelligkeit, Gesundheitsschutz, Barrierefreiheit und Genderflexibilität als auch den Klimaschutz. Den sehr guten Energiestandard Effizienzhaus 40 gewährleisten unter anderem 1.500 GeoCollect-Erdwärmekollektoren. Dank ihres besonderen Designs holen sie besonders viel Wärme aus dem Erdboden in 1,50 bis 2,50 Meter Tiefe. Der hohe Grundwasserstand in dem Hafengebiet ist kein Nachteil: Der feuchte Boden erhöht sogar die Effizienz.
Klimafreundlich Heizen und Kühlen auf minimaler Fläche
Bei F 35 deckt die GeoCollect-Anlage 65 Prozent des maximalen Wärme- und Kältebedarfs. Der Rest kommt von Luftkollektoren auf dem Dach der Wache. Die 1.500 Kollektoren wurden auf zwei Etagen übereinander neben dem Gebäude verlegt. Dadurch wird nur eine Fläche von 450 m² benötigt. In der Heizperiode entnehmen die Kollektoren dem Boden die dort gespeicherte Sonnenenergie und geben diese an die Wärmepumpen ab, die das Gebäude mit Heizwärme und Warmwasser versorgen. Gleichzeitig kühlt die Anlage an heißen Sommertagen auf natürliche Weise: Über die Heizflächen und einen Wärmetauscher wird die Wärme von den GeoCollect-Kollektoren aus dem Gebäude ins Erdreich transportiert, dessen Kälte die Räume der Feuerwache kühlt. Parallel erwärmt sich dadurch Stück für Stück der Boden um die Kollektoren – zusätzlich zur Sonnenenergie, die ins Erdreich dringt. Diese Wärme steht dann in der kalten Jahreszeit wieder fürs Heizen zur Verfügung. Der Boden dient so als kostengünstiger Saisonspeicher für kostenlose Umweltwärme. Dieser Vorgang wiederholt sich Jahr für Jahr und nutzt sich, im Gegensatz zu manchen Erdwärmebohrungen, auch nicht ab. So gelingt, im Zusammenspiel mit der Photovoltaikanlage der Wache, eine zukunftsweisende, nahezu 100%ig regenerative Wärme- und Kälteversorgung mit minimalen CO2-Emissionen. Die Inbetriebnahme des von der landeseigenen Sprinkenhof GmbH koordinierten Neubaus ist für das Jahr 2026 vorgesehen.
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