Wenn Sie einwilligen, verwenden wir Dienste, die Informationen im Endgerät eines Seitenbesuchers speichern oder dort abrufen. Anschließend verarbeiten wir die Informationen intern weiter, ohne diese an Drittanbieter weiter zu geben. Das hilft uns, unsere Website optimal zu gestalten und die Besucher besser zu verstehen.
Koalitionsvertrag enttäuscht: Sanierung Sportstätten bleibt weit hinter Bedarf zurück
Von Prof. Dr. Robin Kähler Vorsitzender der IAKS Deutschland – 17.04.2025 – Lesezeit ca. 3 Minuten
66
Der Koalitionsvertrag bedeutet für die Zukunft der Sportstätten der Kommunen und Vereine eine große Enttäuschung! Der Sanierungsbedarf ist derzeit weit über 12 Mrd. Euro. Vorgesehen sind im Koalitionsvertrag aber nur „mindestens eine Milliarde Euro“ – in vier Jahren – und diese stehen sogar unter Finanzierungsvorbehalt.
Die zwingend notwendige, jährliche „Bundesmillarde, die die IAKS Deutschland gemeinsam mit DOSB, Deutsche Städtetag und Städte- und Gemeindebund für Sanierungen und Modernisierungen gefordert hatte, taucht im Vertrag nicht mehr auf. Das Niveau der Förderung wird damit nur geringfügig das der letzten 4 Jahre übersteigen. Und diese war damals schon um viele Hundert Millionen überzeichnet. Daran wird auch ein Staatsminister für Sport und Ehrenamt ohne Budget nichts ändern können.
Dabei soll Deutschland „zukunftsfähig, gerechter, nah bei den Menschen“ sein. Die Koalition setzt hierfür vielversprechende und richtige Ziele und kündigt Vorhaben an, die – auch durch eine kluge Unterstützungspolitik des Sports - wirkungsvoll erreicht werden könnten: Den Zusammenhalt der Gesellschaft (Zeile 24) und Bewegung und Gesundheit (1298) fördern; eine wirksame und gleichberechtigte Teilhabe aller verwirklichen (646); das Potentials der Kinder und Jugendlichen ausschöpfen (2301); gleichwertiger Lebensverhältnisse in ganz Deutschland fördern und erhalten (3673).
Advertising
Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!
Richtigerweise verweist der Koalitionsvertrag (3695) auch auf die positiven Wirkungen des Sports, diese Ziele zu erreichen. Aber in maroden Sporthallen, unhygienischen Bädern, herunter gekommenen Sportplätzen und in Städten ohne ausreichende Spiel- und Freiräume im Wohnquartier kann weder „Spaß, Zusammenhalt, Integration, Wertevermittlung, Prävention“ (3695) gelingen noch wirkungsvoll gelehrt werden. „Wie will man Talente für den Leistungssport gewinnen, wenn keine Bewegungsfreude bei den Kindern und Jugendlichen in verdichteten Städten und alten, sanierungsbedürftigen Sportstätten aufkommt?“ fragt Prof. Dr. Kähler, Vorsitzender der IAKS Deutschland. „Zwar ist das Vorhaben der Koalition löblich, etwas mehr Geld als bisher für Sportstätten einzusetzen. Es braucht jetzt aber einen wirklich spürbaren starken Innovations- und Modernisierungsschub im Sport, damit sich Leistung lohnt, Sport für alle Freude macht und die Gesellschaft wieder Mut schöpft“.
Die IAKS Deutschland fordert deshalb:
Eine Milliarde Euro soll jährlich für die Sanierung und Modernisierung der Sportstätten und Bewegungsräume zur Verfügung gestellt werden.
Die Förderung des Bundes muss – nach Vorlage einer bedürfnisorientierten, integrierten Sportentwicklungsplanung - pauschal und direkt an die Kommunen ausgeschüttet werden.
Die Förderung muss allen Menschen unmittelbar wirkungsvoll zugutekommen.
Das Verfahren der Förderung muss einfach, transparent und für jede Kommune durchführbar sein.
Die IAKS Deutschland wird sich daher weiterhin vehement für die Stärkung der Sportstättenförderung einsetzen und politisch arbeiten.
Erste serielle Sanierung: Nürnberger Projekt von ecoworks und Dawonia erhält als erstes DGNB-Zertifikat und QNG-Siegel
Das gemeinsame serielle Sanierungsprojekt von ecoworks und Dawonia in Nürnberg hat als erstes serielles Sanierungsprojekt überhaupt eine DGNB-Zertifizierung in [...]
Quartierserweiterung als Schlüssel zur nachhaltigen Stadtentwicklung
Die Nachverdichtung bestehender Quartiere ist eine der zentralen Herausforderungen moderner Stadtplanung. Sie bietet die Möglichkeit, dringend benötigten Wohnra[...]
Projektbericht: Denkmalgeschütztes Gebäude erhält neuen Glanz
Die Fridolinschule in Lörrach, einer Kreisstadt im Südwesten Baden-Württembergs, zählt zu den ältesten Schulen der Stadt. Die denkmalgeschützten Schulgebäude au[...]
Erste serielle Sanierung: Nürnberger Projekt von ecoworks und Dawonia erhält als erstes DGNB-Zertifikat und QNG-Siegel
Das gemeinsame serielle Sanierungsprojekt von ecoworks und Dawonia in Nürnberg hat als erstes serielles Sanierungsprojekt überhaupt eine DGNB-Zertifizierung in [...]
Die Tiefbauarbeiten beim Umbau zur Schwammstadt und der kommunalen Wärmeplanung werden das Stadtbild von Kommunen stark verändern. Dabei könnten allein in Berli[...]
Starkregen, Hitzeperioden und sinkende Grundwasserstände verändern die Anforderungen an kommunale Verkehrs- und Freiflächen. Plätze, Parkflächen, Straßen und We[...]
Aufgrund steigender Schülerzahlen benötigte die Stadt Nantes schnell ein neues Grundschulgebäude. Beim Bau der Ecole Alice Milliat setzte die Kommune auf eine v[...]
Nachhaltig erfolgreich: Erstes öffentliches Schulgebäude in Holzhybridbauweise in Stuttgart fertiggestellt
Das „Bildungshaus NeckarPark“ in Bad Cannstatt ist eines der größten und innovativsten Schulbauprojekte der Landeshauptstadt Stuttgart. Es vereint vier Nutzunge[...]
Der Bremer Stadtteil Blumenthal ist um eine Attraktion reicher: Die neugestaltete Weserpromenade vom Kämmerei-Quartier bis zur Bahrsplate wurde heute am Mittag [...]
Im nördlichen Odenwald liegt die Gemeinde Höchst. Gefördert im Rahmen der hessischen Dorfentwicklung erhielt der Ortskern der rund 10.000 Einwohner zählenden Ge[...]