Rubrik Bau(en) & Städtegestaltung

Sanierung und Erweiterung der Quartiersschule Ihmelsstraße in Leipzig

Wo Wissen und Innovation zusammentreffen

23.10.2024 – Lesezeit ca. 6 Minuten 65

Wo Wissen und Innovation zusammentreffen

Der Neubau beeindruckt mit zeitgemäßer Architektur und einer attraktiven Lernumgebung. (Foto: Ursa)

Nicht nur einen zeitgemäßen Ort des Lernens, sondern auch der Begegnung und des Wohlbefindens stellt die Quartiersschule Ihmelsstraße in Leipzig dar. Grund dafür sind die umfangreichen Sanierungs- und Neubaumaßnahmen, die in den vergangenen Jahren umgesetzt wurden. Sie werten nicht nur das Erscheinungsbild der Schule auf, sondern erweitern auch ihre räumlichen Kapazitäten. Zudem zeugt die Integration moderner Bauweisen von einem ganzheitlichen und nachhaltigen Ansatz. So ermöglicht die vorgehängte hinterlüftete Fassade einen sortenreinen Rückbau und bietet eine hohe Recyclingfähigkeit. Maßgeblich trugen dazu die Fassadendämmplatten des Typs FDP 2/Vs von Ursa mit ihrer hohen Wärmedämmleistung und ihren optimalen Schalldämmeigenschaften bei.

Fast 100 Jahre später, nachdem die Bürgerschule und spätere Hermann-Liebmann-Oberschule eröffnete, schloss die Bildungseinrichtung in Leipzig-Volkmarsdorf wieder ihre Türen aufgrund sinkenden Schülerzahlen. Seitdem entwickelte sich der Stadtteil jedoch erheblich und stellt nun den Leipziger Bezirk mit der höchsten Zuzugszahl dar. Daher wurde der Schulkomplex im Jahr 2023 unter dem Namen „Quartiersschule Ihmelsstraße“ wieder reaktiviert. Unter der Federführung des Architekturbüros RBZ Generalplanungsgesellschaft mbH aus Dresden begannen im März 2019 denkmalgerechte Sanierungsarbeiten sowie der Bau von vier Neubauten. Diese verleihen dem Campus heute ein modernes und innovatives Erscheinungsbild und erweitern sein Raumvolumen. Der Schulstandort umfasst jetzt eine vierzügige Oberschule, ein ebenso großes Gymnasium, zwei Dreifeld-Sporthallen sowie einen Mehrzweck-Kubus. Damit bietet er eine umfangreiche und zeitgemäße Bildungslandschaft für die rund 1.600 Schülerinnen und Schüler. Rund 94 Millionen Euro hat die Stadt Leipzig in den vergangenen Jahren in die Quartiersschule investiert.

Advertising

Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!

Kultur und Bildung für jedes Alter

Die Quartiersschule Ihmelsstraße soll nicht nur ein Ort des Lernens sein, sondern auch ein sozial-kommunikatives Zentrum. Mit einer Vielzahl an Angeboten für Menschen aller Altersgruppen verschmelzen Bildung, Kultur und Freizeit. Großzügige Räumlichkeiten für die Volkshochschule, die Musikschule „Johann Sebastian Bach“ sowie das Quartiersmanagement sind integrale Bestandteile des Mehrzweck-Baus. Der „ein Komplex für alle“-Charakter wird zusätzlich untermauert von der kompletten Barrierefreiheit der Neubauten. Darüber hinaus zeichnen sich die neuen Räumlichkeiten durch eine bessere Akustik im Vergleich zu herkömmlichen Klassenzimmern aus. Die Architektur der Quartiersschule verbindet mit dem ursprünglichen Altbau als zentralem Baukörper – dessen Dach alle naheliegenden Gebäude deutlich überragt – gekonnt Elemente der Gründerzeit mit modernen Akzenten.

Intelligente Verbindung für starke Fassaden

Die Gebäudehülle der erweiterten und modernisierten Quartiersschule Ihmelsstraße setzt auf die Leistungsfähigkeit einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade (VHF), die mit den Fassadendämmplatten FDP 2/Vs von Ursa ausgestattet ist. Diese Kombination vereint technische Qualität, gestalterische Vielfalt und Wirtschaftlichkeit. Die VHF und die Dämmplatten bieten eine effiziente Möglichkeit, die Wärmedämmung des Gebäudes zu verbessern. Dies führt zu einem reduzierten Energieverbrauch und zu niedrigeren Heizkosten. Weiter ist insbesondere in Schulen ein guter Schallschutz wichtig, um eine ruhige Lernumgebung zu gewährleisten. Eine VHF in Verbindung mit Dämmplatten von Ursa verbessert den Schallschutz und trägt dazu bei, Lärm von außen zu reduzieren. Durch die klare Trennung zwischen Bausubstanz und Wetterschutz wird nicht nur die Funktionalität des Systems verbessert, sondern auch seine Langlebigkeit gewährleistet. So ist die Fassade geschützt vor Witterungseinflüssen wie Regen, Schnee und UV-Strahlung. Dies trägt zu einer langfristigen Werterhaltung bei. Ein weiterer Vorteil ist der effiziente Hinterlüftungsraum hinter der Fassade. Durch diesen kann Feuchtigkeit besser abgeführt werden, was das Risiko von Feuchtigkeitsschäden und Schimmelbildung erheblich reduziert. Dies schafft nicht nur ein gesünderes Raumklima, sondern erhöht auch die Lebensdauer der gesamten Konstruktion. Ein sortenreiner Rückbau und nachhaltiges Recycling sind integrale Bestandteile einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade, wodurch nicht nur die Entsorgungskosten gesenkt, sondern auch die Umweltbelastung minimiert wird. Auch aus ästhetischer Sicht bietet eine VHF eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten. Verschiedene Materialien, Farben und Texturen können verwendet werden, um das Erscheinungsbild des Gebäudes aufzubessern und ihm eine moderne Optik zu verleihen.

Zuverlässige Sicherheit und Energieeffizienz

Die Wahl Fassadendämmplatten FDP 2/Vs von Ursa für die vorgehängte hinterlüftete Fassade beruht auf ihrer hohen Leistungsfähigkeit. Sie bestehen aus durchgehend wasserabweisend ausgerüsteter Mineralwolle und sind einseitig mit schwarzem Glasvlies kaschiert. Ihr Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit λB beläuft sich auf 0,035 Watt pro Meter Kelvin (W/(m · K)). Somit tragen die Dämmplatten zur Energieeffizienz der Fassade bei. Weiter führen sie aufgrund ihrer Gefügestruktur und ihrem längenbezogenen Strömungswiderstandes (AFr) größer gleich fünf, zu einer deutlichen Verbesserung des Schallschutzes. Zudem sind die Dämmplatten gemäß der Euroklasse A1 nach DIN EN 13501-1 als nichtbrennbar klassifiziert und gewährleisten somit ein hohes Maß an Brandschutz. Auch im Brandfall zeigen sie kein fortschreitendes Schwelen oder Glimmen. Durch eine spezielle Hydrophobierung sind die Dämmplatten wasserabweisend und bieten einen zuverlässigen Schutz vor Feuchtigkeitseintritt. Zudem unterstützen sie das Austrocknen von Feuchte durch ihre Diffusionsoffenheit. Ausgewiesen durch das Umweltzeichen Blauer Engel, erfüllen die Fassadendämmplatten gehobene Anforderungen des Umwelt- und Gesundheitsschutzes.

Montage der FDP 2/Vs

In Leipzig fiel die Wahl auf die Standardgröße der FDP 2/Vs von Ursa mit einer Breite von 600 Millimetern und einer Länge von 1.250 Millimetern. Insgesamt wurden etwa 4.300 Quadratmeter an Dämmplatten in den vier Neubauten installiert. Die Unterkonstruktion besteht zum einen aus Wandkonsolen, die auf der tragenden Wand befestigt werden. Zum anderen aus Tragprofilen, die an den Konsolen befestigt werden und an denen die äußere Bekleidung befestigt wird. Die Installation der Dämmplatten erfolgte mit jeweils fünf Dämmstoffhaltern pro Quadratmeter. Jeder dieser Dämmstoffhalter weist einen Tellerdurchmesser von mindestens 80 Millimetern auf. Dabei wurde die Dämmstoffdicke erhalten, um einen „Matratzen-Effekt“ zu vermeiden. Zudem wurden die Platten dicht gestoßen und vollflächig auf dem Untergrund verlegt, um möglichen Wärmeverlusten durch Hinterströmen von Luft vorzubeugen.

Die Quartiersschule Ihmelsstraße in Leipzig ist ein herausragendes Beispiel für die gelungene Transformation einer historischen Bildungseinrichtung zu einem modernen Schulstandort. Durch die umfangreichen Sanierungs- und Neubaumaßnahmen erfüllt das Gebäude nun die Bedürfnisse von Schülerinnen und Schülern sowie von umliegenden Anwohnerinnen und Anwohnern auf vielfältige Weise. Die Fassadendämmplatten FDP 2/Vs von Ursa bieten dabei nicht nur eine effektive Wärmedämmung und Schallschutz, sondern erfüllen auch strenge Brandschutz- und Umweltstandards.

Neues Vorzeigeprojekt für klimaaktive Stadtgestaltung
Neues Vorzeigeprojekt für klimaaktive Stadtgestaltung

Die Anpassung unserer Städte an den Klimawandel ist eine komplexe Aufgabe, die keinen Aufschub erlaubt. Immer häufiger auftretende Extremwetterereignisse zeigen[...]

20.05.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

hochtiefbau
Mehr als Schafe zwischen Konzernen und Konzerten
Mehr als Schafe zwischen Konzernen und Konzerten

Das Werksviertel in München tanzt auf der Linie zwischen Vergangenheit und Zukunft. Das Quartier gilt europaweit als Paradebeispiel, sich neu zu erfinden, ohne [...]

13.05.2026, Lesezeit ca. 6 Minuten

hochtiefbau
Begrünung, Solarnutzung und lebendiger Treffpunkt in Jena
Begrünung, Solarnutzung und lebendiger Treffpunkt in Jena

Das neue Gebäude der Bibliothek und der Bürgerdienste der Stadt Jena dient als städtischer Treffpunkt und bietet Mehrfachnutzen auch auf der 2400 m² großen Dach[...]

04.05.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

hochtiefbau
Wenn Bauprojekte scheitern: vom Planungsfehler zum Millionenschaden
Wenn Bauprojekte scheitern: vom Planungsfehler zum Millionenschaden

Zu Beginn eines neuen Bauprojekts scheint alles nach Plan zu laufen: reibungslose Abstimmungen zwischen den Gewerken, strukturierte Abläufe und erste Maßnahmen,[...]

21.04.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

hochtiefbau
Gelebte Mobilitätswende
Gelebte Mobilitätswende

Die Mobilität der Zukunft stellt Kommunen vor neue Aufgaben: Parkhäuser werden zu vielseitigen Mobility Hubs, die durch flexible Nutzungskonzepte dem effiziente[...]

15.04.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

hochtiefbau
Der Moabiter Kinderhof bringt Architektur und Nutzung auf den Punkt
Der Moabiter Kinderhof bringt Architektur und Nutzung auf den Punkt

Der im Oktober 2025 eröffnete Moabiter Kinderhof in Berlin versteht sich als offenes Haus für den Alltag von Kindern und Jugendlichen im dicht bebauten Stadtrau[...]

10.04.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

hochtiefbau
hubitation-Netzwerk begrüßt neues Mitglied
hubitation-Netzwerk begrüßt neues Mitglied

Startup-Accelerator der NHW fördert Innovation und Nachhaltigkeit

10.04.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

hochtiefbau
Experte: „Mehr Staat“ lindert die Wohnungsnot nicht
Experte: „Mehr Staat“ lindert die Wohnungsnot nicht

„Wir haben in Deutschland rund 790 kommunale und landeseigene Wohnungsbaugesellschaften. Die Idee, dass eine weitere bundeseigene die Wohnungsnot lindern wird, [...]

09.04.2026, Lesezeit ca. 6 Minuten

hochtiefbau
23 Millionen Projekt in Hagen: Deutschlands größte genossenschaftliche serielle Sanierung
23 Millionen Projekt in Hagen: Deutschlands größte genossenschaftliche serielle Sanierung

Der Wohnungsverein Hagen und das Berliner Unternehmen ecoworks realisieren die bislang größte genossenschaftliche serielle Sanierung in Deutschland. Im Stadttei[...]

02.04.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

hochtiefbau
Neues Fugenmaterial soll Pflasterflächen langfristig stabilisieren
Neues Fugenmaterial soll Pflasterflächen langfristig stabilisieren

Die Stadt Hanau startet im Stadtteil Großauheim ein Pilotprojekt zur Sanierung von Pflasterflächen: In der Hauptstraße wird ab Montag, 30. März, erstmals das ne[...]

30.03.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

hochtiefbau

Weitere Artikel in dieser Rubrik