Rubrik Bau(en) & Städtegestaltung

Alessa Reichert übernimmt die Leitung des städtischen Eigenbetriebs Betriebshof

Neue Impulse beim Eigenbetrieb

10.09.2024 – Lesezeit ca. 3 Minuten 63

Neue Impulse beim Eigenbetrieb

Neue Betriebsleiterin hat das Steuer übernommen: Alessa Reichert führt seit Juli den städtischen Eigenbetrieb Betriebshof. Aktuell noch gemeinsam mit dem Ersten Stadtrat Karl-Heinz Kaiser, ab Oktober dann in alleiniger Verantwortung. (Bild: Stadt Maintal)

Gewinnung von Fachkräften, Verschlankung von Prozessen, Verbesserung des Betriebsklimas, Digitalisierung der Verwaltung – es sind wichtige Schlagworte, die Alessa Reichert nennt, wenn sie über bereits angestoßene oder anstehende Veränderungen beim Betriebshof spricht. Seit Juli ist die Diplom Kauffrau und Verwaltungsfachangestellte als Betriebsleiterin quasi Geschäftsführerin des städtischen Eigenbetriebs.

Die Weichen für den notwendigen Wandel hat sie gemeinsam mit dem Ersten Stadtrat Karl-Heinz Kaiser als zuständigem Dezernenten bereits Anfang des Jahres gestellt. Nach dem Wechsel des langjährigen Betriebsleiters in den Ruhestand konnte die Stelle zunächst nicht besetzt werden. Daher übernahm Kaiser die Interimsleitung. Reichert wurde zu dieser Zeit zum Eigenbetrieb abgeordnet, um die Betriebsleitung zu unterstützen. In dieser Zeit lernte die 36-jährige Maintalerin die Mitarbeiter*innen kennen und erhielt tiefere Einblicke in die Betriebsabläufe und anstehenden Herausforderungen. Dabei zeigte sich schnell: Um die vielseitigen Aufgaben in den Fachdiensten Grünbereich, Hochbau, Tiefbau und Verwaltung effektiv und effizient auszuführen, muss sich der Fokus auf die Ressourcen Personal und Ausstattung richten.

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"Wir haben in einem ersten Schritt Altfahrzeuge und -maschinen veräußert, um Platz für Neues zu schaffen und notwendige Investitionen anzustoßen. Denn modernes, verlässliches Arbeitsgerät ist eine wesentliche Voraussetzung, damit die Mitarbeitenden motiviert und effizient arbeiten können", betont Reichert. Dazu trägt ebenfalls das Arbeitsklima bei. Hier setzt die Betriebsleiterin auf eine transparente und wertschätzende Unternehmenskultur. Ihre Offene-Tür-Politik fördert den intensiven Austausch und eine konstruktive Zusammenarbeit. "Zufriedene Mitarbeitende arbeiten gerne und sind produktiver. Daher lege ich großen Wert auf Respekt und Anerkennung im Arbeitsalltag", erklärt sie.

Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist es unerlässlich, qualifiziertes Personal nicht nur zu gewinnen, sondern langfristig zu binden. Dazu tragen attraktive Arbeitsbedingungen und individuelle Entwicklungsmöglichkeiten bei. Gleichzeitig erfordert die demografische Entwicklung eine vorausschauende Personalplanung. Zusätzlich haben Kaiser und Reichert entschieden, Kooperationen mit lokalen Handwerksbetrieben zu intensivieren, um bestimmte Aufgaben extern abzuwickeln.

Der größte Fachdienst unter dem Dach des Eigenbetriebs ist der Grünbereich. Er ist zuständig für die Pflege aller öffentlichen Grünflächen im Stadtgebiet. Dazu zählen u.a. innerstädtische Verkehrsinseln, Spielplätze, die Außengelände der städtischen Kitas, Sportplätze, Friedhöfe und alle Grünflächen rund um öffentliche Gebäude. Mahd, Bewässerung, Neu- und Nachpflanzungen, Rückschnitt und Unkrautbeseitigung sind zeit- und personalintensiv. Dabei gibt das Wetter den Takt vor: Ob sommerliche Trockenheit oder ein regenreiches Frühjahr, das die Natur förmlich explodieren lässt – die Arbeit wächst manchmal schneller nach, als das engagierte Team hinterherkommt.

Daher sucht der Fachdienst Grünbereich saisonal Aushilfen und wirbt um Verständnis. "Wir können gerade in der Vegetationsperiode nicht an allen Stellen gleichzeitig sein. Das kann dazu führen, dass mancherorts das Gras höher steht. Gleichzeitig versuchen wir eine Balance zu finden zwischen naturnah gestalteten Flächen als Lebensraum für Tiere und Pflanzen und einem gepflegten Stadtbild", erläutert Reichert. Denn gerade der Grünbereich steht vor der Herausforderung, die Bepflanzung und Pflege an das veränderte Klima anzupassen.

Wo es dennoch wild wuchern sollte, ist der Eigenbetrieb für Hinweise dankbar. Auch andere Anregungen, die zu mehr Sicherheit und einem attraktiven Stadtbild beitragen, können Bürger*innen jederzeit melden. Dies ist online über das Anregungs- und Ereignismanagement (kurz: AEM) möglich. Mit nur wenigen Mausklicks gelangen die Hinweise direkt beim zuständigen Fachdienst und die Bürger*innen erhalten eine Rückmeldung über den Bearbeitungsstand. (Anmerkung der Redaktion: Link siehe unten).

Ein weiteres Zukunftsthema ist der bevorstehende Umzug des Betriebshofs in den kommenden Jahren. Reichert freut sich, diese Herausforderungen mit ihrem Team anzupacken und die Zukunft des Betriebshofs aktiv zu gestalten.

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