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Meilenstein im Betonrecycling: Pilotprojekt von FBS, Röser und Sika
Erstes Betonrohr aus 100 Prozent Recyclingmaterial
28.05.2024 – Lesezeit ca. 3 Minuten
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Deutschlands erstes Betonrohr aus 100 Prozent Recyclingmaterial (Bild: FBS e.V.)
Innovation im Bereich Recycling: Mit dem Sika „reCO₂ver®“-Verfahren kann
aus Altbeton rezyklierte Gesteinskörnung nahezu in Originalqualität
hergestellt werden.
Das Ergebnis ist ein hochleistungsfähiger Recyclingbeton, der ähnliche
Eigenschaften aufweist wie ein völlig neues Produkt.
Pilotprojekt von FBS, Röser und Sika: Erfolgreiche Produktion von
Deutschlands erstem Betonrohr aus 100 Prozent Recyclingmaterial.
Meilenstein im Betonrecycling: Die Sika AG, ein Unternehmen
aus dem Bereich der Spezialchemie, hat ein hocheffizientes Verfahren entwickelt, um
Altbeton in seine Einzelteile zu zerlegen, zu recyceln und die Qualität des aufbereiteten
Materials zu optimieren. Das Recyclingverfahren mit dem Markennamen „reCO₂ver®“
ermöglicht so die Herstellung eines Hochleistungs-Recyclingbetons, der ähnliche
Eigenschaften aufweist wie ein völlig neues Produkt. Und Sika „reCO₂ver®“ kann noch
mehr: Durch ein chemisches Verfahren werden im Recyclingprozess derzeit bis zu 15 kg
CO₂ pro Tonne zerkleinerten Betonabbruch gebunden.
Enormes Potenzial für die Herstellung von Betonrohren und -schächten
Betonrohre, die zu 100 Prozent aus Recyclingmaterial bestehen – das klingt nach einer
Zukunftsvision, ist aber mit „reCO₂ver®“ von Sika schon heute möglich. Das
Recyclingverfahren bietet aufgrund der hohen Qualität der rezyklierten Gesteinskörnung
ein enormes Potenzial für die technisch anspruchsvolle Herstellung von Betonrohren und -
schächten. Wie dieses Potenzial zukünftig im Kanal- und Tiefbau genutzt werden kann, hat
der Bundesfachverband Betonkanalsysteme e.V. (FBS) in Zusammenarbeit mit der Sika
AG und der Röser-Vertriebs GmbH in einem Pilotprojekt eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Dazu wurden Betonrohre vorgebrochen, in der Pilotanlage von Sika aufbereitet und
anschließend zur Firma Röser zurücktransportiert, wo daraus neue Rohre hergestellt
wurden.
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Erfolgreicher Praxistest: Produktion des ersten Recyclingrohres aus Beton
Der Sika-Recyclingbeton überzeugt auch im Praxistest: Im Vergleich zu bisherigen
Recyclingverfahren liegt die Korngrößenverteilung des Recyclingmaterials deutlich näher
an der des Ausgangsmaterials. Dadurch unterscheidet sich das aufbereitete Material bei
der Herstellung des Betonrohres weder in der Optik noch in der Verarbeitung. Ein weiterer
großer Vorteil: Ein Teil des im Recyclingprozess entstandenen Zementsteinstaubs kann bei
der Betonherstellung wiederverwendet werden, wodurch der Zementverbrauch und damit
der CO₂-Fußabdruck zusätzlich reduziert werden können.
Sika „reCO₂ver“ ebnet den Weg in die Zukunft des Betonrecyclings
Nach der erfolgreichen Produktion werden die hergestellten Recyclingrohre derzeit sowohl
von der Firma Röser als auch von Sika geprüft und analysiert. Eines steht für die
Verantwortlichen des Pilotprojekts aber schon heute fest: Mit dem „reCO₂ver“-Verfahren
kann in Zukunft ein hochleistungsfähiger Recyclingbeton mit hoher CO₂-Bindung produziert
werden. Damit hat die Innovation das Potenzial, Ressourcen zu schonen und den
ökologischen Fußabdruck der gesamten Bauindustrie deutlich zu reduzieren. Auch im
hochspezialisierten Tief- und Kanalbau kann Sika „reCO₂ver“ einen entscheidenden Beitrag
zur Reduzierung des Ressourcenverbrauchs leisten.
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