Rubrik Bau(en) & Städtegestaltung

Auch Teil 2 des Förderprogramms „Klimaschutz-Plus“ nun wieder verfügbar

Baden-Württemberg: Weitere Angebote des Landes unterstützen die Sanierung kommunaler Gebäude

04.02.2026 – Lesezeit ca. 3 Minuten 258

Baden-Württemberg: Weitere Angebote des Landes unterstützen die Sanierung kommunaler Gebäude

Bild: KEA-BW

Kommunen in Baden-Württemberg stehen vor einem enormen Sanierungsstau bei Schulen, Rathäusern und anderen öffentlichen Gebäuden. Und die Haushaltslage ist angespannt. Finanzielle Unterstützung bei der energetischen Sanierung dieser Nichtwohngebäude bietet das Landesförderprogramm Klimaschutz-Plus. Seit dem 1. Februar 2026 können Kommunen wieder Anträge für den zweiten Teil des Programms mit seinem Fokus auf die Förderung von Beratungsleistungen stellen. Darauf weist die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) hin. In dem Programmteil gibt es unter anderem Geld für Steckbriefe im Rahmen einer Sanierungsstrategie für den kommunalen Gebäudebestand, das kommunale Energiemanagement und Qualitätsmanagement-Systeme, die den Klimaschutz in der gesamten Kommune in den Blick nehmen. Eine Förderung externer Beratungsdienstleistungen in Höhe von bis zu 75 Prozent ist möglich. Die Maßnahmen flankieren die bereits bestehende Investitionsförderung für die Sanierung kommunaler Gebäude im ersten Teil des Programms. Die KEA-BW ist für fachliche Fragen zuständig, die L-Bank nimmt die Förderanträge an.

Klimaschutz-Plus wendet sich an Kommunen und unterstützt diese bei der Sanierung ihrer Liegenschaften. „Die finanzielle Unterstützung, ob für Beratungsleistungen oder die Sanierung selbst, gibt den Kommunen Rückenwind für die energetische Sanierung ihrer Liegenschaften“, sagt Dr.-Ing. Martin Sawillion, Leiter des Bereichs Grundsatzfragen und Förderprogramme bei der KEA-BW. „Wer sie in Anspruch nimmt, spart bares Geld.“

Klimaschutz-Plus bezuschusst auch flankierende Maßnahmen

Das Programm flankiert im zweiten Teil die bereits seit Mitte des vergangenen Jahres laufende Investitionsförderung durch Zuschüsse für nichtinvestive Planungs- und Beratungsmaßnahmen. Diese Zuschüsse sollen Kommunen auf dem Weg zur Sanierung ihrer Gebäude systematisch unterstützen und dazu beitragen, die Investitionsförderung möglichst rasch und effektiv einzusetzen. Der Teil zwei umfasst insgesamt sieben Einzelfördertatbestände: Geld gibt es für eine CO₂-Bilanzierung, für Gebäudesteckbriefe zum Erstellen einer Sanierungsstrategie für den kommunalen Gebäudebestand und für kommunales Energiemanagement. Bezuschusst werden auch Prozessmanagement-Instrumente für eine netto-treibhausgasneutrale Kommunalverwaltung, Beratungsleistungen zur Entwicklung und Anbahnung von Projekten sowie Qualitätsmanagement-Systeme, die den Klimaschutz in der Gesamtkommune in den Blick nehmen. Die Förderquoten sind hoch: Das Programm ermöglicht Kommunen, qualifizierte externe Fachleute für strategische Klimaschutzaufgaben einzubinden. Die meisten Beratungsleistungen werden mit 75 Prozent des Tagessatzes bezuschusst. Damit können insbesondere kleinere Kommunen ohne eigene Fachabteilungen den Klimaschutz professionell voranbringen. Erstmals werden auch kommunale Kommunikations- und Beteiligungsmaßnahmen gefördert, und das sogar mit 80 Prozent. Das soll die Akzeptanz der Bürgerschaft für Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen stärken.

Advertising

Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!

Förderung für die Gebäudesanierung

Im ersten Teil des Programms werden investive Klimaschutzmaßnahmen an nicht-wirtschaftlich genutzten Nichtwohngebäuden mit Zuschüssen gefördert – sie werden als BW-Bonus zusätzlich zur Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ausgezahlt. Förderfähig sind Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle kommunaler Verwaltungsgebäude. Zudem wird ein weiterer Bonus zur Schulbauförderung des Kultusministeriums zur Sanierung von Schulgebäuden gewährt, wenn die Kommunen ihre Schulen auf ein hohes energetisches Niveau sanieren.

Pflasterklinker für die Schwammstadt
Pflasterklinker für die Schwammstadt

Starkregen, Hitzeperioden und sinkende Grundwasserstände verändern die Anforderungen an kommunale Verkehrs- und Freiflächen. Plätze, Parkflächen, Straßen und We[...]

08.07.2026, Lesezeit ca. 5 Minuten

hochtiefbau
Schnell realisiert– nachhaltig und kindgerecht
Schnell realisiert– nachhaltig und kindgerecht

Aufgrund steigender Schülerzahlen benötigte die Stadt Nantes schnell ein neues Grundschulgebäude. Beim Bau der Ecole Alice Milliat setzte die Kommune auf eine v[...]

07.07.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

hochtiefbau
Nachhaltig erfolgreich: Erstes öffentliches Schulgebäude in Holzhybridbauweise in Stuttgart fertiggestellt
Nachhaltig erfolgreich: Erstes öffentliches Schulgebäude in Holzhybridbauweise in Stuttgart fertiggestellt

Das „Bildungshaus NeckarPark“ in Bad Cannstatt ist eines der größten und innovativsten Schulbauprojekte der Landeshauptstadt Stuttgart. Es vereint vier Nutzunge[...]

06.07.2026, Lesezeit ca. 8 Minuten

hochtiefbau
Neue Weserpromenade Blumenthal eröffnet
Neue Weserpromenade Blumenthal eröffnet

Der Bremer Stadtteil Blumenthal ist um eine Attraktion reicher: Die neugestaltete Weserpromenade vom Kämmerei-Quartier bis zur Bahrsplate wurde heute am Mittag [...]

06.07.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

hochtiefbau
Ortskern mit neuem Gesicht
Ortskern mit neuem Gesicht

Im nördlichen Odenwald liegt die Gemeinde Höchst. Gefördert im Rahmen der hessischen Dorfentwicklung erhielt der Ortskern der rund 10.000 Einwohner zählenden Ge[...]

29.06.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

hochtiefbau
Erfolg kann man buchstabieren: Ö-P-P
Erfolg kann man buchstabieren: Ö-P-P

Deutschlands Infrastruktur ist veraltet. Die Lösungen sind es zum Teil auch. Zeit für einen Neustart. Bröckelnde Sporthallen, Sanierungsstau in unseren Schulen[...]

26.06.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

hochtiefbau
Report testiert „katastrophale Lage“ in den Bauämtern
Report testiert „katastrophale Lage“ in den Bauämtern

Bau- und Immobilienexperte Klaus-Peter Stöppler: „Die Bauämter sind einer der größten Bremsklötze für den wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland.“

02.06.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

hochtiefbau
Reality-Check ÖPP
Reality-Check ÖPP

Redaktion: Herr Hense, viele Kommunen haben mit Öffentlich-Privaten-Partnerschaften schlechte Erfahrungen gemacht oder zumindest davon gehört. Woran liegt das a[...]

28.05.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

hochtiefbau
Blickfang Bänke –Informationsaustausch am Schwimmbadrand
Blickfang Bänke –Informationsaustausch am Schwimmbadrand

Im frisch sanierten Freibad in Redwitz a. d. Rodach laden Sitzmöbel belegt mit dem vielseitigen Möbelprofil aus WPC „Der Konstruktive 65“ zum Ausruhen ein – und natürlich zum Austausch!

21.05.2026, Lesezeit ca. 6 Minuten

hochtiefbau
Neues Vorzeigeprojekt für klimaaktive Stadtgestaltung
Neues Vorzeigeprojekt für klimaaktive Stadtgestaltung

Die Anpassung unserer Städte an den Klimawandel ist eine komplexe Aufgabe, die keinen Aufschub erlaubt. Immer häufiger auftretende Extremwetterereignisse zeigen[...]

20.05.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

hochtiefbau

Weitere Artikel in dieser Rubrik