Wenn Sie einwilligen, verwenden wir Dienste, die Informationen im Endgerät eines Seitenbesuchers speichern oder dort abrufen. Anschließend verarbeiten wir die Informationen intern weiter, ohne diese an Drittanbieter weiter zu geben. Das hilft uns, unsere Website optimal zu gestalten und die Besucher besser zu verstehen.
Abwärme aus Rechenzentrum wird zur nachhaltigen Wärmequelle
Abwärmenutzung für die Johannes Gutenberg-Universität Mainz
30.07.2026 – Lesezeit ca. 2 Minuten
186
Für das neue Rechenzentrum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) wird aktuell ein innovatives Energiekonzept entwickelt, bei dem Abwärme in das bestehende Nahwärmenetz eingespeist werden soll. Die Sweco GmbH wurde mit den Leistungsphasen 2 und 3 zur Planung der technischen Anbindung, der Wärmepumpentechnik sowie der erforderlichen Gebäude‑ und Elektrotechnik beauftragt.
Innovatives Wärmepumpenkonzept für das Nahwärmenetz der JGU
Angesichts verstärkter Maßnahmen für den Klimaschutz, steigender Energiekosten und Anforderungen des Energieeffizienzgesetzes (EnEfG) soll die Nutzung der Abwärme des Rechenzentrums und die Einspeisung in das Nahwärmenetz der Universität realisiert werden. Das neue Rechenzentrum mit einer Gesamtfläche von 1.870 Quadratmetern wurde im Sommer 2025 eröffnet. Schon beim Bau wurden Vorkehrungen für eine spätere Abwärmenutzung getroffen, sodass entsprechende Dachflächen und Anschlussleitungen bereits vorhanden sind.
Sweco plant in den Leistungsphasen 2 und 3 die technische Anbindung des Rechenzentrums an das Nahwärmenetz. Vorgesehen sind unter anderem eine Übergabestation auf dem Dach des Rechenzentrums, eine rund 380 Meter lange unterirdische Leitungsführung, der Einsatz von Wärmepumpen zur Nutzung der Abwärme sowie deren Einspeisung in das Nahwärmenetz. Ergänzt wird das Konzept durch einen Modulbau für Wärmepumpen, Pufferspeicher sowie die vollständige Elektro- und Leittechnik mit Anbindung an das vorhandene Netz.
Advertising
Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!
Klimafreundliche Wärmeversorgung auf dem Gutenberg-Campus
„Die Nutzung der Abwärme des neuen Rechenzentrums ist ein wichtiger Schritt hin zu einer effizienteren, klimafreundlicheren Wärmeversorgung auf dem Campus. Die Herausforderung besteht darin, die vorhandene Infrastruktur intelligent mit moderner Wärmepumpentechnik und einer komplexen Leitungsführung zu verbinden, ohne den laufenden Betrieb der Universität zu beeinträchtigen. Dank der frühzeitigen Berücksichtigung der Abwärmenutzung und unserer Erfahrungen mit der Kälteversorgung an der JGU können wir ein robustes, energieeffizientes Gesamtsystem entwickeln“, sagt Janina Hippler-Nettlau, Projektleiterin Dezentrale Energietechnik bei Sweco.
Das Projekt knüpft an frühere Planungsleistungen von Sweco auf dem Campus an, darunter die neue Kältezentrale für das Fernkältenetz der JGU sowie die derzeit in Planung befindliche zusätzliche Kältemaschine. Mit dem nun geplanten Abwärmenutzungskonzept wird die energetische Infrastruktur der Universität strategisch weiterentwickelt.
Mehr als zwei Drittel der Baden-Württemberger befürworten Geothermie
Die Menschen in Baden-Württemberg stehen der Geothermie mehrheitlich positiv gegenüber. 68 Prozent finden die Nutzung sehr gut oder gut. Das zeigt eine aktuelle[...]
ENGIE Deutschland und die Gemeinde Sandhausen setzen eines der ersten Projekte im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung in der Region um. Im Zuge eines Energielief[...]
Abwärmenutzung für die Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Für das neue Rechenzentrum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) wird aktuell ein innovatives Energiekonzept entwickelt, bei dem Abwärme in das bestehe[...]
Wie vier Kommunen in Baden-Württemberg bis 2035 klimaneutral werden wollen
2040 ist das Zieljahr. Bis dahin müssen Städte, Gemeinden und Landkreise in Baden-Württemberg klimaneutral sein. Manche Kommunen im Südwesten möchten dieses Zie[...]
Die Marktabdeckung wächst weiter und die Preise bleiben stabil
Die Preistransparenzplattform Fernwärme von AGFW, BDEW und VKU hat sich als zentrales Informationsangebot für den Fernwärmemarkt etabliert. Das zeigt der aktuel[...]
Transparenzplattform deckt inzwischen mehr als die Hälfte des deutschen Fernwärmemarktes ab
Die Fernwärme ist eine preisstabile und verlässliche Heizenergie. Das zeigt der aktuelle Halbjahresbericht der Preistransparenzplattform Fernwärme zum Stichtag [...]
Wie eine klimaneutrale und zugleich wirtschaftliche Wärmeversorgung in der Praxis gelingt, zeigt der Lagarde Campus in Bamberg. Auf der Konversionsfläche entste[...]
Energiesicherheit in der Kommune auf dem Prüfstand
Der Anschlag auf das Stromnetz im Januar 2026 war ein Weckruf für Berlin und andere Städte neue Vorsorge- und Sicherheitskonzepte umzusetzen. Berlin reagiert mi[...]
Praxisforum Tiefengeothermie on Tour: zu Gast bei der Forschungsbohrung Köln-Dellbrück
Bevor sich die Tiefengeothermie-Branche im Oktober im bayerischen Pullach trifft, hat das Praxisforum Tiefengeothermie bereits im Sommer eine Begegnung in NRW e[...]
Der „Zuordnungs-Monitor“ hilft Energielieferanten den 24-Stunden-Lieferantenwechsel ohne Frust zu bewältigen
Seit der Einführung des 24-Stunden-Lieferantenwechsels haben sich die Bedingungen in der Versorgungswirtschaft radikal verändert. Früher hatte man Tage, um fehl[...]