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Abwärme aus Rechenzentrum wird zur nachhaltigen Wärmequelle
Abwärmenutzung für die Johannes Gutenberg-Universität Mainz
30.07.2026 – Lesezeit ca. 2 Minuten
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Für das neue Rechenzentrum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) wird aktuell ein innovatives Energiekonzept entwickelt, bei dem Abwärme in das bestehende Nahwärmenetz eingespeist werden soll. Die Sweco GmbH wurde mit den Leistungsphasen 2 und 3 zur Planung der technischen Anbindung, der Wärmepumpentechnik sowie der erforderlichen Gebäude‑ und Elektrotechnik beauftragt.
Innovatives Wärmepumpenkonzept für das Nahwärmenetz der JGU
Angesichts verstärkter Maßnahmen für den Klimaschutz, steigender Energiekosten und Anforderungen des Energieeffizienzgesetzes (EnEfG) soll die Nutzung der Abwärme des Rechenzentrums und die Einspeisung in das Nahwärmenetz der Universität realisiert werden. Das neue Rechenzentrum mit einer Gesamtfläche von 1.870 Quadratmetern wurde im Sommer 2025 eröffnet. Schon beim Bau wurden Vorkehrungen für eine spätere Abwärmenutzung getroffen, sodass entsprechende Dachflächen und Anschlussleitungen bereits vorhanden sind.
Sweco plant in den Leistungsphasen 2 und 3 die technische Anbindung des Rechenzentrums an das Nahwärmenetz. Vorgesehen sind unter anderem eine Übergabestation auf dem Dach des Rechenzentrums, eine rund 380 Meter lange unterirdische Leitungsführung, der Einsatz von Wärmepumpen zur Nutzung der Abwärme sowie deren Einspeisung in das Nahwärmenetz. Ergänzt wird das Konzept durch einen Modulbau für Wärmepumpen, Pufferspeicher sowie die vollständige Elektro- und Leittechnik mit Anbindung an das vorhandene Netz.
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Klimafreundliche Wärmeversorgung auf dem Gutenberg-Campus
„Die Nutzung der Abwärme des neuen Rechenzentrums ist ein wichtiger Schritt hin zu einer effizienteren, klimafreundlicheren Wärmeversorgung auf dem Campus. Die Herausforderung besteht darin, die vorhandene Infrastruktur intelligent mit moderner Wärmepumpentechnik und einer komplexen Leitungsführung zu verbinden, ohne den laufenden Betrieb der Universität zu beeinträchtigen. Dank der frühzeitigen Berücksichtigung der Abwärmenutzung und unserer Erfahrungen mit der Kälteversorgung an der JGU können wir ein robustes, energieeffizientes Gesamtsystem entwickeln“, sagt Janina Hippler-Nettlau, Projektleiterin Dezentrale Energietechnik bei Sweco.
Das Projekt knüpft an frühere Planungsleistungen von Sweco auf dem Campus an, darunter die neue Kältezentrale für das Fernkältenetz der JGU sowie die derzeit in Planung befindliche zusätzliche Kältemaschine. Mit dem nun geplanten Abwärmenutzungskonzept wird die energetische Infrastruktur der Universität strategisch weiterentwickelt.
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