Rubrik Wasser / Abwasser

Regenwasser naturnah nutzen: Ein Workshop vermittelt Wissen in den Bereichen Bauen, Bürokratie, Wasserrecht und Förderung

Schwammstadt in der Praxis: Fortbildung für Fachleute

12.06.2026 – Lesezeit ca. 3 Minuten 6

Schwammstadt in der Praxis: Fortbildung für Fachleute

Die Muldenversickerung ist eine Maßnahme der naturnahen Regenwasserbewirtschaftung. (Bild: Zukunftsinitiative Klima.Werk/EGLV)

Niederschlag vor Ort speichern, versickern lassen und einsetzen – wie das im Alltag gelingen kann, zeigt der Workshop „Schwammstadt in der Praxis – Regenwasser naturnah nutzen“ am Dienstag, 29. September, in der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (NUA) in Recklinghausen. Mit der Zukunftsinitiative Klima.Werk und dem Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzausbau NRW bietet die Akademie die Fortbildung an, Zielgruppe sind Fachleute aus den Bereichen Garten- und Landschaftsbau oder Dach.

Wie kann Regenwasser im Garten und auf dem Dach sinnvoll genutzt werden? Ein Workshop der Zukunftsinitiative Klima.Werk gemeinsam mit der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW und dem Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzausbau NRW vermittelt praxisnahe Lösungen.

Im Mittelpunkt stehen bauliche Maßnahmen zur naturnahen Regenwasserbewirtschaftung im Hausgarten sowie bei der Dachbegrünung. Die Teilnehmenden können sich zu Umsetzungsmöglichkeiten, technischen Grundlagen, rechtlichen Rahmenbedingungen und Fördermöglichkeiten informieren. Ein Praxisteil bietet zudem Gelegenheit zum Austausch und zur direkten Anwendung.

Die Tagung findet am Dienstag, 29. September, von 9 bis 16.30 Uhr in der Natur- und Umweltschutz-Akademie, Siemensstraße 5, in Recklinghausen statt.

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Die Veranstaltung richtet sich vor allem an Handwerker*innen aus dem Bereich Dach sowie Garten- und Landschaftsbau, an Verbände, Vereine und weitere Interessierte. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Weitere Informationen und Anmeldung auf: www.nua.nrw/veranstaltungssuche/kurs Anmeldeschluss ist der 15. September.

Die Zukunftsinitiative Klima.Werk

In der Zukunftsinitiative Klima.Werk arbeiten Emschergenossenschaft und Lippeverband gemeinsam mit Städten der Emscher-Lippe-Region an einer wasserbewussten Stadt- und Raumentwicklung, um die Folgen des Klimawandels abzumildern und die Lebensqualität in den Quartieren zu steigern. Der blau-grüne Umbau startete 2005 mit der Zukunftsvereinbarung Regenwasser (ZVR) von Emschergenossenschaft, Emscher-Kommunen und dem Land NRW und entwickelte sich 2014 zur Zukunftsinitiative "Wasser in der Stadt von morgen" weiter, jetzt Zukunftsinitiative Klima.Werk.

Unter dem Dach des Klima.Werks wird das Ruhrkonferenz-Projekt "Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft" des Landes Nordrhein-Westfalen umgesetzt, an dem sich seit 2020 alle Wasserverbände der Region beteiligen. Die Förderkulisse des Projekts umfasst das Gebiet des Regionalverbandes Ruhr (53 Städte und Gemeinden). In den klimafesten Wandel sollen bis 2030 rund 250 Millionen Euro investiert und in ausgewiesenen Gebieten 25 Prozent der befestigten Flächen abgekoppelt und die Verdunstungsrate um 10 Prozentpunkte gesteigert werden. Die Serviceorganisation der Zukunftsinitiative bei Emschergenossenschaft und Lippeverband setzt mit den Städten die Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung um.

Die Emschergenossenschaft und der Lippeverband

Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) sind öffentlich-rechtliche Wasserwirtschaftsunternehmen, die als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip leben. Die Aufgaben der 1899 gegründeten Emschergenossenschaft sind unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz. Der 1926 gegründete Lippeverband bewirtschaftet das Flusseinzugsgebiet der Lippe im nördlichen Ruhrgebiet und baute unter anderem den Lippe-Zufluss Seseke naturnah um. Gemeinsam haben Emschergenossenschaft und Lippeverband rund 1.700 Beschäftigte und sind Deutschlands größter Abwasserentsorger und Betreiber von Kläranlagen (rund 782 Kilometer Wasserläufe, rund 1533 Kilometer Abwasserkanäle, 546 Pumpwerke und 69 Kläranlagen).

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