Dieser Artikel wurde in der Ausgabe 1 - Januar / Februar 2026 der gedruckten Kommunalwirtschaft abgedruckt.

Rubrik Wasser / Abwasser

KVB: Gesellschafter besichtigen Baustelle

Start der Arbeiten für neue Klärschlammverbrennungsanlage

19.11.2025 – Lesezeit ca. 3 Minuten 341

Start der Arbeiten für neue Klärschlammverbrennungsanlage

Anlässlich des im September 2025 erfolgten Baubeginns für die neue Klärschlammverbrennungsanlage der Klärschlammverwertung Buchenhofen GmbH (KVB) verschafften sich alle Gesellschafter am 14. November in Wuppertal-Buchenhofen einen Eindruck von der Großbaustelle.

Auf dem Gelände des Wupperverbands-Standorts Buchenhofen entsteht eine neue hochmoderne Anlage. Sie soll Anfang 2029 in Betrieb gehen und dann die Klärschlämme der 10 beteiligten öffentlich-rechtlichen Partner aus NRW mit einer Gesamtmenge von 47.500 Tonnen Trockenmasse pro Jahr sicher, effizient und umweltschonend verbrennen.

Mit der gemeinsamen neuen Anlage erzielen die Gesellschafter zum einen langfristige Entsorgungssicherheit und stellen zum anderen wichtige Weichen mit Blick auf künftige Anforderungen.

„Der Baubeginn stellt einen wichtigen Meilenstein vom Übergang der Planungsphase in die Ausführung dar. Somit beginnt nunmehr die Phase, in der die Errichtung der Schlammverbrennungsanlage tagtäglich voranschreitet“, sagt Christine Zeller, Vorsitzendes des Aufsichtsrats. „Mit der am Standort Buchenhofen errichteten Anlage besteht für die Gesellschafter der Klärschlammverwertung Buchenhofen GmbH die Möglichkeit den gesetzlichen Anforderungen der Abfallklärschlammverordnung mit einem hohen ökologischen Standard gerecht zu werden. Die Einbindung der Mitarbeitenden wird auf diesem Weg ein wichtiger Erfolgsfaktor sein.“

Die neue Anlage wird eine Mono-Klärschlammverbrennungsanlage sein, in der ausschließlich kommunale Klärschlämme nach höchsten Standards in Sachen Technik und Umweltschutz verbrannt werden. Dazu gehört u.a. ein strom- und wärmeautarker Betrieb ohne Einsatz von fossilen Energieträgern. Verbrennungswärme und Dampf werden als erneuerbare Energieträger für Strom- und Wärmeerzeugung genutzt.

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Die neue Verbrennungsanlage bietet zudem technisch und wirtschaftlich gute Voraussetzungen, für die ab 2029 gesetzlich geforderte Rückgewinnung von Phosphor. Phosphor ist zu einem erheblichen Anteil in der Verbrennungsasche enthalten. Dieser für den Menschen überlebenswichtige Rohstoff ist in der Natur endlich, daher soll er künftig aus dem Abwasserreinigungsprozess zurückgewonnen werden, um ihm z.B. der Landwirtschaft wieder zugänglich zu machen.

Im September ist die erste Bauphase gestartet, zunächst werden Tiefbauarbeiten durchgeführt, u.a. die Gründung für den Anlagenneubau. Auch der Rohrleitungsbau und der Anschluss der neuen Anlage an die bestehende Infrastruktur am Standort Buchenhofen werden in dieser frühen Phase des Projekts umgesetzt.


Klärschlammverwertung Buchenhofen GmbH (KVB)

Die KVB wurde 2019 gegründet, 2021 traten weitere Partner bei. Sie besteht heute aus 10 öffentlich-rechtlichen Gesellschaftern:

Aggerverband, Bergisch-Rheinischer Wasserverband, Wupperverband, Stadtentwässerungsbetriebe der Städte Düsseldorf, Münster, Ahlen, Bergisch Gladbach, Oelde, Abwasserbetrieb Warendorf und Abwasserbetrieb TEO AöR (Gemeinschaftsunternehmen der Stadt Telgte und der Gemeinden Everswinkel, Ostbevern und Beelen).

Ergänzend zur Pressemitteilung der KVB ein Zitat des Wupperverbandes anlässlich der Ortsbesichtigung:

„Wir sichern die Klärschlammverwertung der Zukunft und setzen gemeinsam mit dem Neubau an unserem Standort ein großes Innovationsprojekt um“, betont Ingo Noppen, Vorstand des Wupperverbandes, der an der KVB beteiligt ist. „Wir bringen als Wupperverband neben Fläche und Infrastruktur unseres vorhandenen Entsorgungsstandorts Buchenhofen in dieses Projekt auch das Know-how ein, das wir seit fast 50 Jahren mit Betrieb und Instandhaltung einer Mono-Klärschlammverbrennungsanlage haben.“

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