Dieser Artikel wurde in der Ausgabe November/Dezember 2025 der gedruckten Kommunalwirtschaft abgedruckt.

Rubrik Wasser / Abwasser

Sweco erstellt Zukunftskonzept für die Kläranlage Setterich

11.11.2025 – Lesezeit ca. 2 Minuten 162

Sweco erstellt Zukunftskonzept für die Kläranlage Setterich

Die Kläranlage Setterich im Kreis Baesweiler in der Städteregion Aachen ist gegenwärtig stark ausgelastet. Um die Abwasserreinigung der Kläranlage zukunftssicher auszurichten, soll im Rahmen einer Konzeptstudie geprüft werden, wie die Behandlung der Abwässer zukünftig optimal durchgeführt werden kann. Sweco wurde jetzt vom Wasserverband Eifel-Rur mit der Erstellung des Zukunftskonzepts für die Kläranlage Setterich beauftragt. Das Projekt soll bis September 2026 abgeschlossen sein.

Umfangreiche Konzeptstudie für effiziente und nachhaltige Abwasserbehandlung

Aktuell ist die Kläranlage Setterich für 50.000 Einwohner*innen ausgelegt. Das Einzugsgebiet der Kläranlage wächst jedoch zukünftig: sowohl in der kurzfristigen Prognose bis 2027 als auch langfristig bis 2040 ist ein deutlicher Anstieg zu erwarten. Um die Abwasserbehandlung aufrechtzuerhalten, müssen umfangreichen Maßnahmen durchgeführt werden. Sweco wird in der Konzeptstudie die Behandlungskapazitäten und mögliche Erweiterungsmaßnahmen untersuchen. Dabei werden technische und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt und verschiedene Alternativen anhand einer Bewertungsmatrix gegenübergestellt. Im Rahmen der Untersuchung wird auch geprüft, ob eine Ertüchtigung und Erweiterung der bestehenden Anlage sinnvoll ist oder ob alternativ eine vollständige bzw. teilweise Überleitung des Abwassers zu benachbarten Anlagen vorzuziehen ist.

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Digitale Modelle für innovative Lösungen auf Kläranlagen

Ein zentrales Element der Konzeptstudie ist die Erstellung eines digitalen Anlagenmodells, die Modellierung des Zulaufs sowie die Simulation des Ist-Zustands der Kläranlage Setterich. Durch den Einsatz digitaler Tools können die Kapazitäten der Anlage effizient untersucht und Optimierungspotenziale identifiziert werden. Dies unterstützt eine nachhaltige Entwicklung der Abwasserbehandlung im Kreis Baesweiler.

„Das Projekt ist ein wichtiger Schritt für die Digitalisierung in Wasserprojekten. Mit dem Einsatz eines Modells zur Simulation der Klärprozesse auf Kläranlagen können wir innovative und nachhaltige Lösungen für die Abwasserbehandlung entwickeln. Die Ergebnisse des Zukunftskonzepts werden dem Wasserverband Eifel-Rur als Entscheidungsgrundlage dienen und einen wichtigen Beitrag dazu leisten, eine effiziente und umweltfreundliche Abwasserbehandlung langfristig sicherzustellen“, sagt Dr.-Ing. Demet Antakyali, Expertin für Abwasserbehandlung und Teamleiterin Unternehmensberatung Umwelt bei Sweco.

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