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BDEW und DVGW legen Pilot-Studie zu klimainduzierten Kosten vor
Klimawandel treibt Investitionsbedarf in der Wasserversorgung
06.11.2025 – Lesezeit ca. 2 Minuten
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Bild: Istock / Astrid860
In den kommenden Jahren stehen die deutschen Wasserversorger vor erheblichen Investitionen in Erneuerung, Erhaltung und Ausbau ihrer Infrastrukturen. Ein wesentlicher Teil dieser Investitionen wird durch die Auswirkungen des Klimawandels verursacht, etwa durch längere Trockenperioden, Extremwetterereignisse oder steigende Temperaturen.
Bislang fehlten in der Wasserwirtschaft belastbare Daten, um den zusätzlichen Investitionsbedarf infolge des Klimawandels zu quantifizieren. Vor diesem Hintergrund haben der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) eine gemeinsame Pilot-Studie beauftragt, die erstmals eine erste Näherung zu den klimainduzierten Kosten in der deutschen Wasserversorgung liefert.
Die Untersuchung analysiert exemplarisch vier strukturell unterschiedliche Wasserversorger, vom großen städtischen Einspartenunternehmen über einen Fernwasserversorger bis hin zu Stadtwerken im urbanen und ländlichen Raum.
Das Ergebnis: Der Anteil der klimawandelbedingten Investitionen an den Gesamtinvestitionen der untersuchten Unternehmen liegt zwischen 7 und 30 Prozent. Legt man die aktuellen Investitionsvolumina der öffentlichen Wasserversorgung von rund 4,5 Milliarden Euro jährlich zugrunde, ergibt sich für die nächsten zehn Jahre ein zusätzliches Investitionsvolumen für die Auswirkungen des Klimawandels zwischen 3,2 und 13,5 Milliarden Euro.
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Auslöser hierfür sind vor allem geplante Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz und Versorgungssicherheit in klimawandelbedingt längeren Spitzenlastphasen sowie Investitionen in Hochwasser- und Trinkwasserschutz.
„Die Pilotstudie macht deutlich, dass der Klimawandel längst konkrete finanzielle Auswirkungen auf die Wasserversorgung hat“, sagt Martin Weyand, BDEW-Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser. „Deshalb muss die Wasserwirtschaft von den Infrastrukturfördermitteln des Bundes profitieren. Wir müssen heute die richtigen Investitionsentscheidungen treffen, um auch morgen eine sichere und qualitativ hochwertige Wasserversorgung gewährleisten zu können.“
„Die öffentliche Wasserversorgung unternimmt bereits seit Jahren Anstrengungen zur Anpassung ihrer Infrastruktur an den Klimawandel. Dennoch stehen die Unternehmen weiterhin unter hohem Druck. Klar ist, dass sie die enormen zusätzlichen Investitionen in Zukunft nicht allein aufbringen können. Die Studienergebnisse untermauen dies. Politik und Verwaltung sind aufgefordert, den staatlichen Förderrahmen mit treffsicheren Finanzierungsinstrumenten für die klimawandelbedingten Investitionen neu zu bemessen,“ erklärt Dr. Wolf Merkel, Vorstand Wasser des DVGW.
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