Wenn Sie einwilligen, verwenden wir Dienste, die Informationen im Endgerät eines Seitenbesuchers speichern oder dort abrufen. Anschließend verarbeiten wir die Informationen intern weiter, ohne diese an Drittanbieter weiter zu geben. Das hilft uns, unsere Website optimal zu gestalten und die Besucher besser zu verstehen.
Dieser Artikel wurde in der Ausgabe Oktober 2025 der gedruckten Kommunalwirtschaft abgedruckt.
Neubau Klärschlammverbrennungsanlage: Bauarbeiten starten
16.09.2025 – Lesezeit ca. 3 Minuten
57
In Wuppertal Buchenhofen starten Mitte September die Bauarbeiten für die neue Klärschlammverbrennungsanlage der Klärschlammverwertung Buchenhofen GmbH (KVB). Die KVB ist eine Gesellschaft mit insgesamt 10 öffentlich-rechtlichen Partnern aus NRW.
Sie errichtet am Standort Buchenhofen des Wupperverbands eine neue hochmoderne Klärschlammverbrennungsanlage. Ab 2028 soll die neue Anlage in Betrieb gehen und dann die bei den 10 Partnern anfallenden Klärschlämme mit einer Gesamtmenge von 47.500 Tonnen Trockenmasse pro Jahr thermisch verwerten.
An dem Standort befinden sich die Kläranlage Buchenhofen und die bisherige Schlammverbrennungsanlage (SVA) des Wupperverbandes aus dem Jahr 1977. Die vorhandene SVA wird ab 2028 durch die neue Anlage der KVB abgelöst.
Nach umfangreicher Planung sowie weiteren Vorbereitungen, wie dem Einholen der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung, der Bereinigung des Baufelds und der Kampfmittelsondierung, kann nun der Tief- und Hochbau starten. Die neue Anlage entsteht auf einem Baufeld direkt neben der vorhandenen SVA.
Nach Einrichtung der Baustelle beginnen zunächst die Tiefbauarbeiten. Hier wird neben dem flächigen Austausch von Boden und der Herstellung der für den Bau benötigten Baustraßen im Baufeld im Wesentlichen die Gründung für den Anlagenneubau erstellt. Auch der Rohrleitungsbau und der Anschluss der neuen Anlage an die bestehende Infrastruktur sind wichtige Leistungen, die in dieser frühen Phase des Projektes umgesetzt werden.
Advertising
Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!
Aufgrund der Bautätigkeiten wird auf der Zufahrt zum Anlagenstandort Buchenhofen über den Rutenbecker Weg in Wuppertal-Sonnborn in den kommenden Jahren vermehrt Bauverkehr auftreten. Zu Auswirkungen auf die Verkehrsführung im Bereich der Fahrradstraße Rutenbecker Weg wird die KVB gesondert informieren.
Zukunftsfähige Klärschlammentsorgung
Mit dem gemeinsamen Bau der neuen Klärschlammverbrennungsanlage gehen die öffentlich-rechtlichen Partner der KVB einen wichtigen Schritt zur zukunftsfähigen Klärschlammentsorgung.
Die neue Anlage wird eine Mono-Klärschlammverbrennungsanlage sein, in der ausschließlich kommunale Klärschlämme nach höchsten Standards in Sachen Technik und Umweltschutz verbrannt werden. Dazu gehört u.a. ein strom- und wärmeautarker Betrieb ohne Einsatz von fossilen Energieträgern. Verbrennungswärme und Dampf werden als erneuerbare Energieträger für Strom- und Wärmeerzeugung genutzt.
Die neue Verbrennungsanlage wird zudem technisch und wirtschaftlich gute Voraussetzungen für die ab 2029 gesetzlich geforderte Rückgewinnung von Phosphor bieten. Phosphor ist zu einem erheblichen Anteil in der Verbrennungsasche enthalten. Dieser für den Menschen überlebenswichtige Rohstoff ist in der Natur endlich, daher soll er künftig zurückgewonnen werden.
Klärschlammverwertung Buchenhofen GmbH (KVB)
Die KVB wurde 2019 gegründet, 2021 traten weitere öffentlich-rechtliche Partner bei. Sie besteht heute aus 10 Gesellschaftern:
Aggerverband, Bergisch-Rheinischer Wasserverband, Wupperverband, Stadtentwässerungsbetriebe der Städte Düsseldorf, Münster, Ahlen, Bergisch Gladbach, Oelde, Abwasserbetrieb Warendorf und Abwasserbetrieb TEO AöR (Gemeinschaftsunternehmen der Stadt Telgte und der Gemeinden Everswinkel, Ostbevern und Beelen).
Advertising
Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!
Sie können diese Ausgabe kaufen oder ein Abonnement abschließen, um diesen Artikel hier sofort und komplett zu lesen. Mit einem Abonnement erhalten Sie zusätzlich jede gedruckte Ausgabe der Kommunalwirtschaft frei Haus.
Unser PDF Abo ist kostenlos! Abonnieren Sie dazu unseren Newsletter, in welchem ein Downloadlink zur jeweils aktuellen Ausgabe zur Verfügung gestellt wird.
Wenn Sie schon Abonnent der Kommunalwirtschaft sind, melden Sie sich an, um den Artikel zu lesen.
Dresdner Abwassertagung 2026 setzt neue Maßstäbe
Die Dresdner Abwassertagung (DAT) hat sich auch 2026 eindrucksvoll als eines der wichtigsten Branchentreffen der deutschen Wasser- und Abwasserwirtschaft bestät[...]
Nanofiltration: Wasser wirksam von Glyphosat befreien
Membranen mit nanometerkleinen Poren können das Herbizid Glyphosat und sein Abbauprodukt AMPA aus dem Wasser filtern. Wie gut das gelingt, hängt nicht nur von d[...]
Der 29. April steht für ein besonderes Ereignis, das das Wuppergebiet nachhaltig geprägt hat: Vor 130 Jahren wurde die „Genossenschaft zur Errichtung von Talspe[...]
Zuverlässige Wärme- und Kälteversorgung ist in Pflegeeinrichtungen ein entscheidender Faktor für Komfort und Betriebssicherheit. In einem Altenheim in Tschechie[...]
Im Oldenburger Münsterland wurde ein 430 Meter langer Schmutzwasserkanal erneuert. Die Sanierung erfolgte im Berstverfahren, bei dem das bestehende Steinzeugroh[...]
39. Mitgliederversammlung der RAL-Gütegemeinschaft Kanalbau
Am 17. April fand die 39. Mitgliederversammlung der RAL-Gütegemeinschaft Güteschutz Kanalbau in der Historischen Stadthalle in Wuppertal statt. Nach dem traditi[...]
Aufregung im Abwasserrohr, Aufregung in der Spielgruppe. Zum Tag des Kindergartens am 21. April präsentiert die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwas[...]
Damit Wasser bergauf fließt – eine neue Druckanlage fürs Wassernetz
Solingen ist topografisch anspruchsvoll – das gilt auch für das Trinkwassernetz. Damit das Wasser in Haushalten mit passendem Druck aus dem Wasserhahn kommt, br[...]
Widrigkeiten vor Ort mit Funke-Produkten gemeistert
Stellenweise hohe Überdeckungen, schwierige Bodenverhältnisse und eine aufgrund der Waldlage schlechte Erreichbarkeit – unter diesen Rahmenbedingungen wurde jet[...]