Rubrik Wasser / Abwasser

Dehoust relauncht bewährtes „GWtec“-System

Neues Zeitalter der Grauwasseraufbereitung

22.05.2024 – Lesezeit ca. 3 Minuten 125

Neues Zeitalter der Grauwasseraufbereitung

Die Aufbereitung erfolgt in mehreren Schritten, durch aerobische Filtration werden organische Schmutzpartikel ohne den Einsatz von Chemie abgebaut. Membranfilter reinigen das vorbehandelte Grauwasser. (Foto: Dehoust, Leimen)

Angesichts zunehmender Dürreperioden gilt es auch in Deutschland, Trinkwasser einzusparen. Vor diesem Hintergrund wirkt es absurd, dass etwa Toilettenspülungen damit gespeist werden. Eine gute Alternative ist die Verwendung von Betriebswasser. Mit einer Anlage zum Grauwasserrecycling kann dieses den Einsatz von Trinkwasser in vielen Lebensbereichen ersetzen. Als Experte für Grauwasseraufbereitung hat die Dehoust GmbH ihre bewährte „GWtec“-Anlage optimiert. Sogar die Nutzung der Wärme des Betriebswassers ist nun möglich.

„Wasserknappheit ist längst kein Exklusiv-Problem von Entwicklungsländern mehr“, mahnte Thomas Wollstein, wissenschaftlicher Mitarbeiter der VDI Gesellschaft, Anfang des Jahres. Denn auch Nordeuropa, respektive Deutschland, erlebt regelmäßig Dürreperioden und Hitzewellen in den Sommermonaten. Angesichts sinkender Grundwasserspiegel lautet das Gebot der Stunde: Trinkwasser einsparen. Denn wenngleich die starken Niederschläge Anfang dieses Jahres die Wasserressourcen ein wenig auffüllten, verschafft das nur etwas mehr Zeit bei der Lösungsfindung. Eine Maßnahme in diesem Kontext ist die intelligente Brauchwasseraufbereitung. Als Experte für Grauwasseraufbereitung hat Dehoust seit einigen Jahren die Anlage „GWtec“ zur chemiefreien Brauchwasseraufbereitung im Portfolio. Nun wurde das System weiter verbessert.

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Die Änderungen im Detail

Zunächst wurde dazu die gesamte Steuerungstechnik überarbeitet. Zur vereinfachten Datenweiterleitung und der Vernetzung der Grauwasseranlage mit weiterer Haustechnik wurde dabei auf moderne BUS-Steuerung für alle Ventile und Sensoren zurückgegriffen. Das erleichtert auch die Übergabe der Betriebsdaten an das „Dehoust Connect“-Portal. Eine Datenübergange an die Hausleittechnik ist mittel Modbus oder BACnet möglich. Mittels umfangreicher Sensoren kann die Qualität des Betriebswassers online überwacht werden. Eine Erweiterung der Datenauswertung mittels KI ist zukünftig ebenfalls geplant. Zudem wurde auch die Anlagensteuerung optimiert, um einen effizienteren Betrieb zu gewährleisten. Weiteren Komfortgewinn erzielt GWtec durch ein großes Touchdisplay. Dieses erleichtert die Anlagensteuerung und ermöglicht eine direkte Überwachung des Betriebsstatus. Der Bedarf eines weiteren Auslesegerätes entfällt.

Die überarbeitete Version von GWtec kommt, ebenso wie das Vorgängermodell, gänzlich ohne Chemikalien bei der Wasseraufbereitung aus. Anschließend ist das Wasser sauber genug, um nicht nur die Toilettenspülung damit zu speisen, sondern auch die Waschmaschine. Durch die Überarbeitung der Belüftung des Grauwassertanks und der Anwendung von speziell formulierten Mikroorganismen, wurde die biologische Vorreinigung noch einmal wesentlich verbessert. Hierdurch ist es möglich, nun auch das Abwasser der Waschmaschine in das Grauwasser einzuleiten und entsprechend zu Betriebswasser aufzubereiten.

Auch Installations- und Wartungsarbeiten fallen nun leichter. Das Anschlusskonzept der elektrischen Komponenten an die Steuereinheit über modulare Anschlussboxen an den Filtermodulen und Tanks wurde überarbeitet. Dadurch verkürzen sich die Dauer der Montage und Inbetriebnahme signifikant. Die Vereinheitlichung verschiedener Bauteile gewährt einen schnelleren und unkomplizierten Austausch im Falle eines Ausfalls. So können Kosteneinsparungen bei der Wartung erzielt werden.

Wärmerückgewinnung

Für Dehoust stehen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz als zentrale Herausforderungen der Gegenwart im Mittelpunkt der Produktentwicklung. Darum wurde die Möglichkeit der Wärmerückgewinnung im Betrieb der Grauwasseranlage lange und letzten Endes erfolgreich geprüft. Die neue Version von GWtec verfügt über zusätzliche Sensoren zur Temperaturüberwachung der Grau- und Betriebswassertanks sowie der Raumlufttemperatur. So kann laufend das Potential der Wärmerückgewinnung bewertet werden. Natürlich bietet der Hersteller in diesem Zuge auch eine eigens auf die Grauwasseranlage abgestimmte Wärmerückgewinnungs-Einheit an. Die gewonnene Wärme wird in das Hauseigene Warmwassersystem eingespeist und steigert so dessen Energieeffizienz. Die rückgewonnene Energie aus Wärmerückgewinnung gilt zudem als regenerativ.

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