Rubrik Bau(en) & Städtegestaltung

BERDING BETON liefert Verkalit®-System für Deichsanierung auf Borkum

04.10.2023 – Lesezeit ca. 5 Minuten 105

BERDING BETON liefert Verkalit®-System für Deichsanierung auf Borkum

Auf den Holm, den Deichfuß, folgen fünf Reihen Verkalit®-Filtersteine, die eine Entwässerung des Deichkörpers sicherstellen. Dank ihrer Wasserdurchlässigkeit kann eingedrungenes Wasser wieder abfließen.

Seit vielen Jahrhunderten schützen Deiche Land und Leute vor den Urgewalten des Meeres. Effektive Schutzmaßnahmen hatten somit immer schon eine wichtige Bedeutung, die vor dem Hintergrund des weltweiten Klimawandels nochmal zugenommen hat. Denn die an der Küste oder auf einer Insel lebenden Menschen werden in Zukunft von den Folgen der Erderwärmung besonders betroffen sein. Dazu gehören ein massiver Anstieg des Meeresspiegels und die Zunahme von Extremwetterereignissen mit Stürmen und Überflutungen.

Bei der Deichsanierung auf der Insel Borkum flossen diese Überlegungen in die Planungen der Instandsetzung mit ein. Als Sturmflutschutzmaßnahme wurde eine umfangreiche Baumaßnahme am „Schwarzen Deich“ vorgenommen. Dieser ist Teil einer Hochwasserschutzanlage im Bereich der ehemaligen Borkumer Marineanlage von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), die von der Stadt Borkum erworben wurde. Der Name entstand, weil der Deich mit Asphalt bedeckt war. Für die Instandsetzung der ca. 40.000 m² Deckwerkfläche des Deiches setzten die Verantwortlichen nun auf das innovative Verkalit®-System von BERDING BETON.

Verkalit®-Steine zeichnen sich durch eine optimale Widerstandsfähigkeit aus, insbesondere gegenüber hohen Belastungen wie Wellenschlag, Eisgang oder Treibgut. Sie sind speziell entwickelt worden, um eine Erosion der Böschungen und damit eine Gefährdung der Standsicherheit von Hochwasserschutz-Bauwerken zu vermeiden. Ihre hohe Stabilität ergibt sich unter anderem durch ein Nut-Federsystem, dass eine Kraftübertragung zwischen den eingebauten Verkalit®-Steinen bewirkt. Die Funktionsfähigkeit dieses Nut-Federsystems wurde nicht nur durch zahlreiche Praxisreferenzen unter Beweis gestellt, sondern auch im Rahmen von Großversuchen im Wellenkanal des Forschungszentrums Küste in Hannover wissenschaftlich untersucht. Zum Beispiel wurde nachgewiesen, dass zum Herauslösen eines einzelnen Steines aus dem System eine Zugkraft von i. M. 40 kN erforderlich ist und die Stabilitätskennzahl des Verkalit®-Deckwerksystems > 7 beträgt. Mit anderen Worten: Das Herauslösen eines Steins und somit die Zerstörung des Deckwerks ist ohne mechanische Krafteintragung nicht möglich.

Advertising

Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!

Wichtige Voraussetzung ist dabei, dass der Einbau fachgerecht erfolgt. Auch hier profitieren Anwender von den Vorzügen des Systems. Verkalit®-Steine lassen sich mit Hilfe fachgerechter Verlege-Geräte mit hoher Verlege-Leistung wirtschaftlich einbauen. Die Steingeometrie erlaubt einen direkten Anschluss der Verlege-Einheiten untereinander ohne zusätzliche Arbeiten. Bei der Baumaßnahme galt es viele Besonderheiten zu berücksichtigen wie die Deichentwässerung durch einen Verkalit®-Filterstein (5.000 m²) oder die Integration von über 50 Banksitzelementen. Außerdem wurden 4.500 lfm Deichabschluss-Steine sowie 2.000 lfm Holme und 27.000 m² Verkalit®-Steine von BERDING BETON geliefert. Bereits die Belieferung der Baustelle auf der Insel verlangte eine logistische Meisterleistung. Die Ware wurde über einen Hafen in Wilhelmshaven auf Schiffe verladen und auf eine Lagerfläche auf Borkum über einen vor Ort angemieteten Hafen umgeschlagen.

Zum Einsatz kamen außerdem 4.000 m² Verkalit®-Plansteine. Die Kompatibilität aller Produkte, die individuell nach Bedarfsfall ausgewählt werden können, ist einer der großen Vorteile des Verkalit®-Systems. Es gibt keine Schwachstellen, da die Elemente durchgängig mit dem ausgeklügelten Nut-Federsystem kraftschlüssig miteinander verbunden sind. So können – wie bei der Baumaßnahme auf Borkum – sogar Sitzelemente auf dem Deich in das System integriert werden. Die eingesetzten Verkalit®-Plansteine wiederum ermöglichen die gute Begehbarkeit und damit die touristische Nutzung der Deichkrone. Besonders hervorzuheben ist hierbei die geringe Fugenbreite der Plansteine, die eine sichere Begehung ohne Stolperkanten gewährleistet. Dies ist ein wichtiger Aspekt für alle, die auf dem Deich mit einem Rollator oder Kinderwagen unterwegs sind. Eine besonders ansprechende Gestaltung wurde durch die Verwendung einer Grau-Schwarz-Farbmischung umgesetzt.

Des Weiteren wurden 1.000 m² Verkalit®-Störsteine verbaut, die als „Wellenbrecher“ die Auflaufenergie der Welle absorbieren. Diese Steine mit einer Dicke von 30 cm sind problemlos mit den anderen im Deckwerk verbauten Steindicken (12, 15, 18 und 25 cm) kombinierbar. Ebenso fügen sich die Filtersteine unten am Deich perfekt ins Verkalit®-System ein. Sie sorgen durch ihre Wasserdurchlässigkeit dafür, dass vom Deich aufgenommenes Wasser schadlos, ohne eine Erosion zu verursachen, wieder abfließen kann. Diese Dränage des Deiches ist sehr wichtig, damit sich im Deichkörper kein Wasser ansammelt und die Stabilität des Deiches erhalten bleibt.

BERDING BETON realisierte den Auftrag in guter Zusammenarbeit mit der Firma Strabag, Aurich und dem Baustoffhandel Luths, Wilhelmshaven. Mit der Verlegung der Steine beauftragte die Firma Strabag als Subunternehmen die Firma Weseloh aus Hamburg. Die Zusammenarbeit funktionierte ebenfalls mit dem Auftraggeber und dem verantwortlichen Ingenieurbüro reibungslos, wie BERDING BETON Vertriebsleiter Jens Felten feststellt: „Bei diesem Bauvorhaben war die gute Teamarbeit aller Kollegen der Schlüssel zum Erfolg. Gemeinsam haben wir unser Ziel erreicht – die Instandsetzung des Deiches und der Flutschutzmauern und somit die Wiederherstellung des notwendigen technischen Hochwasserschutzes.“ Mit dem Projekt waren hohe Anforderungen an Planung und Umsetzung verbunden. Die Entscheidung für das Verkalit®-System war genau richtig, ist sich Jens Felten sicher: „Kein anderes technisches Produkt von uns ist so ausdauernd und umfangreich für den Anwendungsbereich geprüft worden! Und es handelt sich um ein einzigartiges Verbundsystem, das statt mit Masse mit seiner ausgeklügelten Technik überzeugt!“

Nach dem Ende der Sanierungsmaßnahme besticht das Verkalit®-System nicht nur dadurch, dass es dank seiner vollflächigen Verbundwirkung eine hohe Widerstandskraft gegenüber den wetterbedingten Einflüssen wie Wellenschlag oder Wasserdruck besitzt. Der vertikale Verbund mit Nut und Feder wirkt wie ein Kugellager, so dass das Deckwerk Setzungen oder Erhöhungen des Deiches aufnehmen kann. Gleichzeitig können somit Schäden am Deich – wie Hohlstellen – schneller als bei herkömmlichen Setzsteindeckwerken erkannt und beseitigt werden. Und noch ein wesentlicher Vorteil besteht gegenüber anderen Systemen: Einmal verlegt, benötigt Verkalit® im Anschluss keinerlei Wartungsaufwand wie beispielsweise das Nachsplitten der Fugen.

Experte: „Mehr Staat“ lindert die Wohnungsnot nicht
Experte: „Mehr Staat“ lindert die Wohnungsnot nicht

„Wir haben in Deutschland rund 790 kommunale und landeseigene Wohnungsbaugesellschaften. Die Idee, dass eine weitere bundeseigene die Wohnungsnot lindern wird, [...]

09.04.2026, Lesezeit ca. 6 Minuten

hochtiefbau
23 Millionen Projekt in Hagen: Deutschlands größte genossenschaftliche serielle Sanierung
23 Millionen Projekt in Hagen: Deutschlands größte genossenschaftliche serielle Sanierung

Der Wohnungsverein Hagen und das Berliner Unternehmen ecoworks realisieren die bislang größte genossenschaftliche serielle Sanierung in Deutschland. Im Stadttei[...]

02.04.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

hochtiefbau
Neues Fugenmaterial soll Pflasterflächen langfristig stabilisieren
Neues Fugenmaterial soll Pflasterflächen langfristig stabilisieren

Die Stadt Hanau startet im Stadtteil Großauheim ein Pilotprojekt zur Sanierung von Pflasterflächen: In der Hauptstraße wird ab Montag, 30. März, erstmals das ne[...]

30.03.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

hochtiefbau
Industrieästhetik und Hightech-Verglasung im Einklang
Industrieästhetik und Hightech-Verglasung im Einklang

Mit dem rund 550 Meter langen Ensemble „QH Track“ entsteht unweit des Berliner Hauptbahnhofs ein beeindruckend markanter Bau im neuen Stadtquartier Europacity. [...]

25.03.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

hochtiefbau
BPD ergreift Initiative und investiert 500 Mio. Euro in den Bau von rund 1.000 Mietwohnungen

Der Projekt- und Gebietsentwickler BPD | Bouwfonds Immobilienentwicklung investiert 500 Mio. Euro in den deutschen Wohnungsmarkt. In einer ersten Phase sollen b[...]

20.03.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

hochtiefbau
Initiative „Bau-Turbo kommunal“ fordert klare Leitplanken für neue Freiheiten
Initiative „Bau-Turbo kommunal“ fordert klare Leitplanken für neue Freiheiten

Mit der neuen Initiative „Bau-Turbo kommunal“ ruft ein breites Bündnis aus Architektur-, Umwelt- und Klimaschutzorganisationen die politischen Entscheidungsträg[...]

03.03.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

hochtiefbau
Alternative Wohnformen in Hanau: Zwei Projekte geben Einblicke
Alternative Wohnformen in Hanau: Zwei Projekte geben Einblicke

Hanauer Initiativen stellen gemeinschaftliche Wohnprojekte in Kesselstadt und Großauheim vor

26.02.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

hochtiefbau
Nachfrage und Miete steigen, Wohnen im Alter gewinnt an Bedeutung

Die Nachfrage nach Mietwohnungen und Wohneigentum in Nordrhein-Westfalen zieht weiter an. Sowohl auf den Miet- als auch auf den Kaufmärkten verkürzten sich die [...]

11.02.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

hochtiefbau
Städte und Gemeinden nachhaltig stärken
Städte und Gemeinden nachhaltig stärken

Fast die Hälfte der Bewilligungen in den Programmen Wachstum und Nachhaltige Erneuerung, Sozialer Zusammenhalt und Lebendige Zentren gehen 2025 auf das Konto de[...]

10.02.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

hochtiefbau
Baden-Württemberg: Weitere Angebote des Landes unterstützen die Sanierung kommunaler Gebäude
Baden-Württemberg: Weitere Angebote des Landes unterstützen die Sanierung kommunaler Gebäude

Auch für den zweiten Teil des Förderprogramms können Kommunen ab jetzt wieder Anträge stellen. In dem Programmteil gibt es Zuschüsse für flankierende Maßnahmen zur Sanierung kommunal

04.02.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

hochtiefbau

Weitere Artikel in dieser Rubrik