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Dieser Artikel ist zur Veröffentlichung in der Ausgabe 4 - Juli / August 2026 der gedruckten Kommunalwirtschaft vorgesehen.
Aufgrund steigender Schülerzahlen benötigte die Stadt Nantes schnell ein neues Grundschulgebäude. Beim Bau der Ecole Alice Milliat setzte die Kommune auf eine vorgefertigte Holzbauweise und biobasierte sowie recycelte Baustoffe. Einen hohen Stellenwert nahm der Sonnenschutz ein, der mit Warema Raffstoren umgesetzt wurde. Um auch den Notausstieg über die Fassade sicherzustellen, wurden die Raffstoren der Notausgangsfenster mit Warema SecuKit ausgestattet.
Die neuen Räumlichkeiten der Grund- und Vorschule in Nantes sollten auf dem schmalen Grundstück im Süden der Stadt auf einem ehemaligen Parkplatz entstehen. Das Gelände ist umgeben von Wohngebäuden und denkmalgeschützten Bäumen. Auf der langgestreckten Fläche mit 4.900 Quadratmetern plante das Architekturbüro forma6 ein dreigeschossiges Gebäude mit einem Staffelgeschoss, großzügige Außenbereiche mit überdachten und begrünten Pausenhöfen sowie Volleyball- und Basketballplatz.
Das kompakte Schulgebäude beherbergt nun auf 2.315 Quadratmetern drei Vorschul- und fünf Grundschulklassen für insgesamt 230 Kinder. Im Erdgeschoss liegen die Schulmensa, Gemeinschafts- und Verwaltungsräume und ein Mehrzweckraum, der später auch für die Nachbarschaft geöffnet werden kann. Die Vorschulklassen sind zusammen mit Spiel- und Gruppenräumen, weiteren Verwaltungsräumen und der Schulbibliothek im ersten Obergeschoss untergebracht. Die Klassen- sowie Nebenräume der Grundschule befinden sich im zweiten Obergeschoss. Die kleinen Gebäude, die das Hauptgebäude begleiten, spielen auf Hütten an, wie sie von Kindern gern gebaut werden. Sie beherbergen Sondernutzungen oder die Technikausstattung, wie Kühlgeräte und Raumluftaggregate.
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Für die Stadt Nantes ist die Ecole Alice Milliat ein Paradebeispiel für die Schule von morgen. Mit ihren spielerisch gestalteten, asphaltfreien Innenhöfen mit Rasenflächen und Holzspanböden sowie den vielfältig nutzbaren Außenbereichen gibt sich die Schule kindgerecht und inklusionsfördernd.
Biobasierte und demontierbare Baustoffe
Die Holzelementbauweise mit ihren vorgefertigten Wand- und Deckenelementen erlaubte eine schnell umsetzbare Bauproduktion, die kurze Bauzeiten garantiert und die Lärmbelästigung durch die Baustelle reduziert. Die Struktur besteht aus einer gemischten Metall- und Holzkonstruktion mit vorgefertigten Holzrahmenfassaden, die eine unabhängige Verkleidung tragen können. Dabei wurde bei der Konstruktion Douglasie und bei der Fassade kernbehandeltes und vorvergrautes Tannenholz eingesetzt. Die Wände in Holzbauweise sowie die Zwischenwände, Deckenelemente und Treppen aus kreuzweise verleimtem Brettsperrholz (CLT) wurden im Werk von OBM Constructions vorgefertigt und vor Ort montiert. Holzfaserplatten und Dämmplatten auf Basis von recycelter Baumwolle sorgen für eine gute energetische und akustische Dämmung. Das Schulgebäude grenzt zwar direkt an den stark befahrenen und lauten Boulevard de Vendée, doch „davon hört man in den Schulräumen nichts,“ erläutert Architekt Bertrand Poirier und betont die hervorragende Raumluftqualität in dem Schulgebäude.
Intelligenter Sonnenschutz fördert den Lernerfolg
Eine motivierende Lernumgebung braucht eine ausreichende Versorgung mit blendfreiem Tageslicht und einen wirksamen Hitzeschutz, um die Konzentrationsfähigkeit und Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler sicherzustellen.
In der Ecole Alice Milliat setzten die Bauherren daher auf Raffstoren von Warema. An 60 Fenstern wurden Basis-Raffstoren verdeckt in der Holzrahmenfassade montiert. Die schienengeführten Lamellen gewährleisten einen effektiven Hitze- und Blendschutz bei gleichzeitig optimaler Tageslichtausbeute. Um die Demontierbarkeit der Gebäudekonstruktion nicht durch aufwändige Verkabelungen zu behindern, erfolgt die Steuerung der Raffstoren über das Funksystem WMS von Warema. Die intelligenten WMS Sensoren erfassen die Helligkeit und Wetterlage und ermöglichen so eine automatische Steuerung der Raffstoren. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, die Raffstoren manuell über WMS Wandsender zu bedienen.
Eine wichtige Anforderung war zudem, dass auch Notausgangsfenster verschattet werden können, ohne den Rettungsweg zu blockieren. Die Lösung: Warema Raffstoren mit SecuKit. Mit dieser wirtschaftlichen Sicherheitsausstattung können die Raffstoren kinderleicht manuell nach oben geschoben werden. Die Endschiene arretiert sich auf vordefinierter Höhe seitlich in den Führungsschienen. Bei Stromausfall oder Brand sind die Rettungswege über die Fenster schnell und frei zu begehen. Zudem sind die so ausgestatteten Notausgänge mit roten Aufklebern auf der Scheibe gekennzeichnet. Das und die in Verkehrsrot (RAL 3020) gehaltenen Endschienen der Raffstoren machen die Rettungswege gerade dann schnell und klar erkennbar, wenn jede Sekunde zählt.
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