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Dieser Artikel wurde in der Ausgabe April 2025 der gedruckten Kommunalwirtschaft abgedruckt.
Veröffentlichung der Großstudie „Artenvielfalt im Solarpark“
Solarparks unterstützen die Artenvielfalt in unserer Kulturlandschaft
01.04.2025 – Lesezeit ca. 3 Minuten
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Der Bundesverband Neue Energiewirtschaft e. V. (bne) veröffentlicht eine umfangreiche Studie zu Artenvielfalt in modernen Solarparks. Im Jahr 2024 wurden die Flora und Fauna in bundesweit 30 PV-Freiflächenanlagen untersucht und bei acht Artengruppen systematisch ausgewertet. Die Erkenntnis: Solarparks auf landwirtschaftlichen Flächen erhöhen die Artenvielfalt in der Kulturlandschaft. Die Ergebnisse der weltweit umfangreichsten Untersuchung zu Artenvielfalt in Solarparks auf Landwirtschaftsflächen sind wertvoll für die Genehmigungspraxis. Sie können helfen, das Artenvielfaltspotenzial in Solarparks gezielt zu aktivieren.
Robert Busch, Geschäftsführer des bne, sieht in Solarparks Multitalente der Energiewende: „Unsere Studie zeigt, dass Solarparks weit mehr leisten können als nur günstigen Strom zu produzieren. Moderne Photovoltaik-Freiflächenanlagen schaffen wertvolle Lebensräume für Flora und Fauna in unserer stark landwirtschaftlich geprägten Kulturlandschaft. Gerade weil Solarparks inmitten der Agrarlandschaft entstehen, stärken sie über Jahrzehnte aktiv die Biodiversität vor Ort und damit in Deutschland. Die umfangreichen Erkenntnisse zum Ist-Stand der Artenvielfalt in Solarparks sind sowohl für die Genehmigungspraxis als auch für den Arten- und Naturschutz relevant.“
Die Feldstudie „Artenvielfalt im Solarpark – Eine bundesweite Feldstudie“ ist die Fortschreibung einer bne-Biodiversitätsstudie aus dem Jahr 2019. Die Feldstudie wurde von den Biologen Dr. Tim Peschel (Peschel Ökologie und Umwelt), und Rolf Peschel (Projektpate) koordiniert und umgesetzt. Insgesamt wurden Untersuchungen von 30 Solarparks in 10 Bundesländern sowie von einer der Sonne nachgeführten „Tracker-Anlage“ in Dänemark ausgewertet. Es wurden jeweils detaillierte Begehungen durch die Autoren und weitere Fachgutachter durchgeführt. Die Studie basiert auf über 100 Einzeluntersuchungen und insgesamt 40 Untersuchungsberichten mit Arterfassungen zur Pflanzenwelt, zu Vögeln, Tagfaltern, Heuschrecken, Fledermäusen, Reptilien sowie in geeigneten Solarparks mit Gewässern auch zu Amphibien und Libellen. Die Autoren fassen die Erkenntnisse in einem Hauptwerk zusammen.
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Gut geplante Solarparks sind ein Mehrwert für die Artenvielfalt
Laut Dr. Tim Peschel können Solarparks eine wichtige Rolle für die Steigerung der Artenvielfalt in Deutschland spielen: „Die zentrale Erkenntnis besteht darin, dass gut geplante Solarparks auf ehemaligen Agrarflächen einen echten Mehrwert für die Artenvielfalt im Vergleich zur Vorhersituation darstellen. Dabei haben wir die richtige Pflege als einen der entscheidenden Faktoren für die Artenvielfalt festgestellt.“ Es wurden insgesamt 385 Pflanzenarten, 30 Heuschreckenarten, 36 Tagfalter, drei Reptilienarten, 32 Brutvogelarten und 63 Vogelarten als Nahrungsgäste sowie 13 Fledermausarten nachgewiesen. Hinzu kommen 13 Libellenarten und acht Amphibienarten. „PV-Freiflächenanlagen bieten in der strukturarmen Agrarlandschaft für viele Arten ein Mosaik neuer, offensichtlich geeigneter Lebensräume. Zunehmend werden sie von Tieren und Pflanzen als Lebensraum entdeckt und genutzt. Das dort vorhandene Nahrungsangebot ist für Vögel und Fledermäuse eine elementare Voraussetzung, um sie als Lebensraum dauerhaft nutzen zu können. Mahd und Beweidung stellen wichtige Pflegemaßnahmen für Schaffung und Erhalt von Biodiversität dar“, stellt Dr. Tim Peschel fest.
Biodiversitätsfördernde Bewirtschaftung von Solarparks
Bereits heute entsteht der Großteil der PV-Freiflächenanlagen auf landwirtschaftlichen Flächen, weshalb diese auch Untersuchungsgegenstand der Studie sind. Für hohe Artenvielfalt im Solarpark ist neben der Bauweise auch die richtige Flächenbewirtschaftung entscheidend, z. B. durch Mahd und Mahdgutabfuhr oder durch schonende Beweidung. „Weil die Landwirtschaft die Flächen für Solarparks zur Verfügung stellt, sollte nach Ansicht des bne die biodiversitätsfördernde Bewirtschaftung von Solarparks als landwirtschaftliche Nutzung anerkannt werden. So ließe sich die Flächenkonkurrenz zwischen Landwirtschaft und Photovoltaik auflösen, ähnlich wie bei der Agri-PV“, meint Robert Busch.
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