Dieser Artikel wurde in der Ausgabe Januar / Februar 2025 der gedruckten Kommunalwirtschaft abgedruckt.

Rubrik Energie & Netze

Fernwärmeverbund Niederrhein und thyssenkrupp Steel: Nachhaltige Abwärmenutzung für eine bessere CO₂-Bilanz

27.11.2024 – Lesezeit ca. 3 Minuten 42

Fernwärmeverbund Niederrhein und thyssenkrupp Steel: Nachhaltige Abwärmenutzung für eine bessere CO₂-Bilanz

Der Fernwärmeverbund Niederrhein (FVN) und thyssenkrupp Steel haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um ihre langjährige Partnerschaft zur Nutzung industrieller Abwärme weiter auszubauen. Ziel ist es, ungenutzte Abwärmepotenziale von thyssenkrupp Steel für das Fernwärmenetz des FVN zu erschließen und somit einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung der Region zu leisten. Damit können dann bis zu 7.000 Haushalte zusätzlich klimaneutral mit Fernwärme versorgt werden.

Fernwärme- und Fernkälteerzeugung

Im Rahmen der Absichtserklärung werden mehrere Anlagen, wie die Hubbalkenöfen des Warmbandwerks 2, die Weiterverarbeitungsanlagen in Beeckerwerth und die Wasserwirtschaft Beeckerwerth, auf eine mögliche Nutzung überschüssiger unvermeidbarer Abwärme für die Fernwärmeversorgung überprüft. Im Detail sollen die technischen und wirtschaftlichen Realisierungschancen geprüft werden. Zusätzlich wird die Integration von speziellen Kältemaschinen zur Kälteerzeugung im Sommer untersucht. Diese Maschinen sollen überschüssige Wärme nutzen, um Fernkälte zu erzeugen, die dann in das Fernkältenetz von thyssenkrupp Steel in Beeckerwerth eingespeist wird.

Advertising

Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!

Vorteile für beide Partner

Die Nutzung industrieller Abwärme bietet erhebliche Vorteile für beide Partner. Durch die Integration ungenutzter Abwärmequellen und die effiziente Nutzung vorhandener Ressourcen kann der Einsatz fossiler Brennstoffe und damit der CO₂-Ausstoß reduziert werden. Insgesamt können die Partner dann bis zu 40.000 Haushalte am Niederrhein mit klimafreundlicher Fernwärme versorgen.

Peter Petri, Leiter Energie- und Medienmanagement von thyssenkrupp Steel, erklärt: „Durch die Nutzung unserer Abwärme können wir nicht nur unsere Energiekosten senken, sondern auch einen bedeutenden Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Diese Partnerschaft zeigt, wie Industrie und Energieversorgung Hand in Hand für eine grünere Zukunft arbeiten können.“

Josef Kremer, Geschäftsführer des Fernwärmeverbund Niederrhein Duisburg/Dinslaken: „Die Nutzung unvermeidbarer Abwärme ist für die Fernwärmeversorger am Niederrhein, die von der FVN beliefert werden, ein wesentlicher Baustein im Rahmen der Transformation der Wärmeversorgung, die bis 2045 komplett klimaneutral aufgestellt werden muss. Nur mit klimaneutralen Wärmequellen ist die Zukunftsfähigkeit der Fernwärmesysteme langfristig gesichert. Zudem stärkt die langjährige vertrauensvolle Partnerschaft mit thyssenkrupp Steel unsere Position als führender Anbieter von nachhaltiger Wärmeversorgung in der Region.“

Advertising

Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!

Sie können diese Ausgabe kaufen oder ein Abonnement abschließen, um diesen Artikel hier sofort und komplett zu lesen. Mit einem Abonnement erhalten Sie zusätzlich jede gedruckte Ausgabe der Kommunalwirtschaft frei Haus.
Unser PDF Abo ist kostenlos! Abonnieren Sie dazu unseren Newsletter, in welchem ein Downloadlink zur jeweils aktuellen Ausgabe zur Verfügung gestellt wird.
Wenn Sie schon Abonnent der Kommunalwirtschaft sind, melden Sie sich an, um den Artikel zu lesen.
Regenerativer Strom aus Achstetten
Regenerativer Strom aus Achstetten

Start frei für eine neue Photovoltaik-Freiflächenanlage im Landkreis Biberach. Am Dienstag, 19. Mai, hat die BWZ Achstetten GmbH offiziell ihren neuen Solarpark[...]

29.05.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

energie
Orientierung für Kommunen beim Windenergieausbau
Orientierung für Kommunen beim Windenergieausbau

Die Regionalverbände in Baden-Württemberg legen die Vorrangflächen für Windenergieanlagen im Südwesten fest. Eine Ersteinschätzung des Ausbaupotenzials auf ihre[...]

28.05.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

energie
Bundesweites Verbundprojekt unterstützt Kommunen beim Ausbau erneuerbarer Energien
Bundesweites Verbundprojekt unterstützt Kommunen beim Ausbau erneuerbarer Energien

Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative fördert das Bundesumweltministerium das Verbundprojekt „BEEKOMM – Beschleunigung des Ausbaus von erneuerbaren Ene[...]

27.05.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

energie
EEG-Entwurf gefährdet jede vierte kleine Wasserkraftanlage in Mitteldeutschland

Wasserkraftverband Mitteldeutschland warnt: Förderstopp für Anlagen unter 25 kW trifft besonders Mitteldeutschland und schwächt verlässliche dezentrale Energieerzeugung

26.05.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

energie
Solarstrom und Speicher für 435 Wohnungen: NRW-weit einzigartiges Mieterstromprojekt startet in Köln
Solarstrom und Speicher für 435 Wohnungen: NRW-weit einzigartiges Mieterstromprojekt startet in Köln

Baustart für Kölns größtes Mieterstromprojekt: In den Ossendorfer Gartenhöfen beginnt die Energiegenossenschaft Green Planet Energy gemeinsam mit der Kölner Woh[...]

22.05.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

energie
Kommunen warnen vor Rückschritten durch Gebäudemodernisierungsgesetz

Die geplante Reform des Gebäudeenergiegesetzes hin zu einem Gebäudemodernisierungsgesetz sorgt in den Kommunen für wachsende Sorgen. Während auf Bundesebene übe[...]

22.05.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

energie
Mit einer einfachen Änderung: Heimspeicher können das Stromnetz deutlich entlasten

Batteriespeicher werden in deutschen Haushalten immer beliebter: Aktuell sind bereits 2,5 Millionen Heimspeichersysteme installiert. Zusammengenommen verfügen d[...]

20.05.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

energie
Photovoltaik-Check 2026 der Deutschen Umwelthilfe: Vier von fünf Großstädten nicht auf Kurs

Der dringend notwendige Photovoltaik-Ausbau geht deutschlandweit nicht schnell genug voran: Mit 17 von 82 Großstädten hat nur rund ein Fünftel in den letzten zw[...]

18.05.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

energie
Bad Berleburg: Vorbild für die Energiewende im ländlichen Raum
Bad Berleburg: Vorbild für die Energiewende im ländlichen Raum

Die Agentur für Erneuerbare Energien e. V. (AEE) zeichnet die Stadt Bad Berleburg als Energie-Kommune des Monats Mai 2026 aus. Damit wird das konsequente Engage[...]

18.05.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

energie
Schulneubau: Landkreis Würzburg setzt auf Erdwärmekollektor
Schulneubau: Landkreis Würzburg setzt auf Erdwärmekollektor

Für den Neubau der Drei-Linden-Schule kommen flächeneffiziente Kollektoren der GeoCollect GmbH zum Einsatz. Diese versorgen das Gebäude umwelt- und klimafreundl[...]

12.05.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

energie

Weitere Artikel in dieser Rubrik