Dieser Artikel wurde in der Ausgabe der gedruckten Kommunalwirtschaft abgedruckt.

Rubrik Energie & Netze

Damit auch Mieter an der Energiewende teilnehmen können: Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt und meinSolardach.de unterzeichnen Kooperationsvertrag

Mit Rundum-Sorglos-Paket zum eigenen Balkonkraftwerk

21.10.2024 – Lesezeit ca. 3 Minuten 124

Mit Rundum-Sorglos-Paket zum eigenen Balkonkraftwerk

Mit dem Solarpaket I will die Bundesregierung den Betrieb von Balkonkraftwerken erleichtern. Auch die Mieterinnen und Mieter der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW) profitieren ab sofort von dieser Entwicklung. Jeder der rund 60.000 Mieterhaushalte kann jetzt grundsätzlich ein Balkonkraftwerk installieren – anders als zuvor muss dies nicht mehr beim Vermieter beantragt, sondern nur noch mitgeteilt werden. Bei Hessens größtem Wohnungsunternehmen begrüßt man diese Entwicklung – und geht noch einen Schritt weiter. Selbstverständlich können NHW-Mieter ihr Balkonkraftwerk selbst installieren oder dies mit dem Partner ihrer Wahl tun. Wer aber professionelle Unterstützung möchte und nicht lange nach einem geeigneten Unternehmen suchen möchte, dem stellt die NHW mit dem Frankfurter Unternehmen meinSolardach.de einen Partner zur Seite, der Interessierten ein Rundum-Sorglos-Paket anbietet und sie individuell betreut. Der entsprechende Kooperationsvertrag wurde vor kurzem unterzeichnet.

„Auch wer in einer Mietwohnung lebt, soll an der Energiewende teilnehmen können“, sagte Holger Füßer, Leiter Stabsbereich Business Management IMM bei der NHW, bei der Vertragsunterzeichnung. „Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit einem starken Partner. Mit dieser Kooperation wollen wir ein Signal aussenden, einen weiteren Schritt in Richtung nachhaltige Energieversorgung machen und es unseren Mieterinnen und Mietern ermöglichen, nachhaltig zu agieren und dabei auch noch Geld zu sparen.“

„Die NHW ist das erste Unternehmen, mit dem wir solch eine strategische Partnerschaft eingehen“, ergänzt Christian Schnürle, geschäftsführender Gesellschafter von meinSolardach.de. „Wir übernehmen eine Vorreiterrolle, die hoffentlich viele Nachahmer findet und die Energiewende weiter vorantreibt.“ Ein Balkonkraftwerk könne man überall kaufen. Was aber ist mit der Montage, dem Speicher, einer eventuellen Förderung? „Wir nehmen die Mieterinnen und Mieter von Anfang an an die Hand und stehen bei jedem Schritt persönlich oder online zur Seite – von der Beratung bis zum Setzen der Steckdose und der Übernahme von Haftung oder Versicherung.“

meinSolardach.de ist bundesweit tätig, setzt aber auf regionale Präsenz. Interessierte können sich die Produkte in einem der Shops vor Ort anschauen bzw. sich dort beraten lassen. Einer davon ist in Frankfurt, noch in diesem Jahr wird ein weiterer in Kassel eröffnet. Bei Bedarf können aber auch Vor-Ort-Termine in der eigenen Wohnung vereinbart werden. Der Einstiegspreis für ein Balkonkraftwerk mit einer Leistung von 880 Watt inklusive Zubehör liegt bei 399 Euro, wenn man die Anlage direkt im Store mitnimmt und sich um alles andere selbst kümmert. Weitere Leistungen wie Lieferung, Installation und Inbetriebnahme kosten extra.

Advertising

Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!

Solarpaket I

Mit dem Solarpaket I wurde die zulässige Einspeisemenge von 600 auf 800 Watt erhöht. Wird mehr Strom vom Balkonkraftwerk eingespeist als in der Wohnung verbraucht, sind rückwärts laufende Zähler zugelassen – bis zur Installation eines Zweirichtungszählers. Auch das Streitthema des Anschlusses über eine übliche Schuko-Steckdose wurde (fast) aus dem Weg geräumt – bis Ende des Jahres soll die entsprechende Norm geändert werden. Darüber hinaus entfällt die Anmeldung beim Netzbetreiber. Lediglich im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur müssen Balkonsolargeräte registriert werden. Auch im Mietrecht gab es Änderungen. Die Nutzung eines Balkonkraftwerks gilt jetzt als „privilegierte Maßnahme“ und räumt Mietern ein Recht auf eigenen Solarstrom ein. Vermieter können Balkonsolargeräte nur verweigern, wenn diese „unzumutbar“ sind.

Advertising

Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!

Sie können diese Ausgabe kaufen oder ein Abonnement abschließen, um diesen Artikel hier sofort und komplett zu lesen. Mit einem Abonnement erhalten Sie zusätzlich jede gedruckte Ausgabe der Kommunalwirtschaft frei Haus.
Unser PDF Abo ist kostenlos! Abonnieren Sie dazu unseren Newsletter, in welchem ein Downloadlink zur jeweils aktuellen Ausgabe zur Verfügung gestellt wird.
Wenn Sie schon Abonnent der Kommunalwirtschaft sind, melden Sie sich an, um den Artikel zu lesen.
Solarstrom erspart Deutschland seit 2020 Kosten in dreistelliger Milliardenhöhe
Solarstrom erspart Deutschland seit 2020 Kosten in dreistelliger Milliardenhöhe

Die mittlerweile in Deutschland installierten rund sechs Millionen Solarstromanlagen haben dem Land in den vergangenen sechs Jahren einen volkswirtschaftlichen [...]

23.06.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

energie
Planung für bezahlbare und sichere Wärmeversorgung in Hanau
Planung für bezahlbare und sichere Wärmeversorgung in Hanau

Offenlage des Wärmeplans ab Ende August geplant / Veröffentlichung für November vorgesehen

17.06.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

energie
Haupt-Bauphase für Europas größte Flusswasser-Wärmepumpe in Köln beginnt
Haupt-Bauphase für Europas größte Flusswasser-Wärmepumpe in Köln beginnt

280 Millionen Euro investert die RheinEnergie an ihrem Erzeugungsstandort Köln-Niehl in die Energie- und Wärmewende. Das Projekt von Europas größter Flusswasse[...]

16.06.2026, Lesezeit ca. 6 Minuten

energie
Windenergie vor Ort
Windenergie vor Ort

Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern können selbst Flächen für Windenergieanlagen ausweisen, ergänzend zur Planung der Regionalen Planungsverbände. Geregelt ist d[...]

15.06.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

energie
Umfrage: 84 Prozent der kommunalen Energieversorger setzen auf Batteriespeicher

Der Ausbau von Großbatteriespeicherprojekten nimmt Fahrt auf: 11 Prozent der kommunalen Energieversorger setzen bereits konkrete Projekte um. Weitere 27 Prozent[...]

12.06.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

energie
Bio-Flüssiggas für Stadtwerke und Kommunen

Bio-Flüssiggas bietet Kommunen im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Dazu zählen insbesondere die Aufrechterhaltung des steuer[...]

09.06.2026, Lesezeit ca. 6 Minuten

energie
Pflanzenkohle als Lösung in der Klimakrise?
Pflanzenkohle als Lösung in der Klimakrise?

Der Klimawandel schreitet voran, trotz vielfältiger Initiativen steigt der CO₂-Ausstoß global weiter an, wenngleich langsamer als früher. Noch liegen die abschl[...]

02.06.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

energie
Erdwärme-Projekt der N-ERGIE: 2D-Seismik-Messungen geplant
Erdwärme-Projekt der N-ERGIE: 2D-Seismik-Messungen geplant

Nächster Schritt für das Projekt „Erdwärme Franken“ der N-ERGIE: In der zweiten Jahreshälfte 2026 sollen sogenannte 2D-Seismik-Messungen den Untergrund in und u[...]

29.05.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

energie
Regenerativer Strom aus Achstetten
Regenerativer Strom aus Achstetten

Start frei für eine neue Photovoltaik-Freiflächenanlage im Landkreis Biberach. Am Dienstag, 19. Mai, hat die BWZ Achstetten GmbH offiziell ihren neuen Solarpark[...]

29.05.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

energie
Orientierung für Kommunen beim Windenergieausbau
Orientierung für Kommunen beim Windenergieausbau

Die Regionalverbände in Baden-Württemberg legen die Vorrangflächen für Windenergieanlagen im Südwesten fest. Eine Ersteinschätzung des Ausbaupotenzials auf ihre[...]

28.05.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

energie

Weitere Artikel in dieser Rubrik