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Chance auf milliardenschweren „Gastro- Push“ durch Olympia „KölnRheinRuhr

Gastro-Gewerkschaft NGG warnt vor „Überstunden-Olympiade“

09.04.2026 – Lesezeit ca. 2 Minuten 49

Die Gastro-Branche ist bereit für Olympia: „Nordrhein-Westfalen kann Gästeservice auf Weltniveau – und das auch im großen Stil. In der Hotellerie und Gastronomie sind enorme Kapazitäten da. Und zusätzliche können geschaffen werden: Olympia kann kommen“, sagt Mohamed Boudih. Der NRW-Landeschef der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) unterstützt die Olympiabewerbung „KölnRheinRuhr“ der Landesregierung.

„Der Aufenthalt der Weltsport-Elite mit einem gigantischen internationalen Gästeaufkommen wäre logistisch zwar eine enorme Herausforderung für das Hotel- und Gaststättengewerbe. Wirtschaftlich würde es der Branche allerdings auch einen gewaltigen Push geben – ein zusätzliches milliardenschweres Umsatz-Plus, das Hotels, Restaurants, Gaststätten, Pensionen und Freizeiteinrichtungen in Nordrhein-Westfalen gut gebrauchen können“, so Boudih. Der Gewerkschafter spricht von einer „einmaligen Chance für die Branche“.

Von Sanierungen über Um- und Neubauten bis zu Neueinstellungen und Schulungen beim Personal: „Olympia 2036, 2040 oder 2044 wäre ein Refresh für die gesamte Branche von Aachen bis Münster und vom Niederrhein bis zum Sauerland. Und es würde eine enorme Erweiterung der Angebotspalette in der Gastronomie, Hotellerie und im Freizeitsektor für die Menschen in Nordrhein-Westfalen mit sich bringen“, erwartet NGG-Landeschef Mohamed Boudih. Auch weit nach den Olympischen und Paralympischen Spielen würde NRW davon noch profitieren.

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Allerdings dürften die Menschen, die die Spiele durch ihre Arbeit überhaupt erst möglich machten, dabei nicht zu kurz kommen. Die NGG warnt vor einer „Überstunden-Olympiade“: „Ein ‚Überstunden-Kloppen bis zum Umfallen‘ muss im Hotel- und Gaststättengewerbe auf jeden Fall verhindert werden. Olympia darf die Beschäftigten in der Küche und im Service, an der Rezeption und an der Bar nicht krank machen. Olympia – das bedeutet: Fair Play auch bei den Arbeitszeiten“, so Gewerkschaftschef Mohamed Boudih.

Schließlich werde das Arbeitszeitgesetz durch die Olympischen und Paralympischen Spiele nicht außer Kraft gesetzt. „Der 8-Stunden-Tag muss auch dann die Regel sein, wenn Nordrhein-Westfalen im Olympia-Fieber steckt. Die Beschäftigten werden in der Phase ohnehin alle Hände voll zu tun und Stress genug haben. Der 10-Stunden-Tag muss die Ausnahme sein“, fordert Mohamed Boudih als Landesvorsitzender der Gastro-Gewerkschaft NRW.

Es komme für Hotels und Restaurants daher darauf an, rechtzeitig vorzubeugen: „Sobald sich Olympia ‚KölnRheinRuhr‘ abzeichnet, sollte es einen ‚Ausbildungs-Push‘ geben: NRW muss sich als professionelles Gastgeberland präsentieren. Mehr Azubis im Hotel- und Gaststättengewerbe sind eine Investition in Olympia, aber auch in die Zeit danach“, sagt Boudih. Der Trend, dass die Gastronomie und auch die Hotellerie in NRW immer mehr auf angelernte Kräfte und Mini-Jobber als Aushilfen setze, müsse gestoppt werden.

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