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Maßgeschneiderte LEDs von Emslicht runden die komplexe Geometrie des Haltestellendachs ab

Eindrucksvolles Highlight am ZOB Remscheid: Beleuchteter „Hockeyschläger“ als Sinnbild neuer Aufenthaltsqualität

13.03.2026 – Lesezeit ca. 6 Minuten 365

Eindrucksvolles Highlight am ZOB Remscheid: Beleuchteter „Hockeyschläger“ als Sinnbild neuer Aufenthaltsqualität

Die Krümmung des Baukörpers und die Rundung an dessen Ende waren für die Bestückung des Dachs mit maßgeschneiderten LEDs hinsichtlich der Konstruktion eine nicht alltägliche Herausforderung. (Bild: Stadt Remscheid Gebäudemanagement)

Die Überdachung am neuen Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) am Friedrich-Ebert-Platz in Remscheid ist weit mehr als nur ein Wetterschutz für all jene, die dort auf den Bus warten. Diese aufgrund ihrer Form auch „Hockeyschläger“ genannte beleuchtete Haltestelle ist aus Sicht der Stadtplaner ein wichtiger Anker zur Belebung des öffentlichen Raums. Nicht zuletzt die Illuminierung des 900 Quadratmeter großen Baukörpers soll erheblich zu mehr Aufenthaltsqualität beitragen und gerade nachts ein Zeichen großstädtischen Flairs setzen. Maßgeschneiderte LEDs des Herstellers Emslicht aus dem Emsland schaffen so einen Ort der Sicherheit und Vitalität im Zentrum Remscheids.

Den Umstieg erleichtern: Diese Zielvorgabe lässt sich beim im Oktober 2025 abgeschlossenen Neubau des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) am Friedrich-Ebert-Platz in Remscheid gleich in mehrfacher Hinsicht deuten.

Zum einen profitieren die Fahrgäste des Busverkehrs von 16 neuen, modernen Bussteigen, die dank des rund 130 Meter langen Haltestellendachs vor Regen und anderen ungünstigen Witterungsbedingungen gut geschützt sind. Das dynamische Fahrgast-Informationssystem, Großflächenanzeigen und ein durchdachtes Beleuchtungssystem schaffen deutlich mehr Übersichtlichkeit.

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Hinzu kommt mehr Barrierefreiheit: Taktile Bodenindikatoren und die kontrastreiche Pflasterung erleichtern seh-eingeschränkten Menschen die Orientierung, und an hochfrequentierten Querungsstellen vereinfachen sogenannte „Null-Absenkungen“ die Überquerung von Bürgersteigen mittels Rollatoren, Rollstühlen und Kinderwägen. Ein behindertengerechtes WC komplettiert die barrierearme Ausführung des ZOB.

Die zweite Dimension des Umstiegs betrifft das Thema Nachhaltigkeit: Sukzessive stellen die Remscheider Stadtwerke den Betrieb ihrer Busse auf Elektromobilität um. Hierfür wurden bereits zwei Schnellladestationen errichtet, und die bisher noch mit Verbrennungsmotoren ausgestatteten Fahrzeuge werden nach und nach ersetzt.

Vorrang für Nachhaltigkeit am ZOB auf vielen Wegen

Im Sinne der Klima-Resilienz wurde zudem der Asphalt vor Ort dreifach geschliffen, damit sich das hierdurch hellere Granulat unter Sonneneinstrahlung weniger stark aufheizt. Die mit den Bauarbeiten als Generalunternehmer beauftragte STRABAG AG achtete konsequent auf Nachhaltigkeit in allen Prozessen: von der Baustellenorganisation und der Schonung der Ressourcen über die Minimierung der Emissionen bis hin zur Verantwortung für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bauenden. Als erstes Unternehmen im Verkehrswegebau wurde die STRABAG AG von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) für diesen Ansatz ausgezeichnet.

Außerdem wurden 70 Baumbeete für Neuanpflanzungen geschaffen, durch die nicht nur mehr Schatten und Abkühlung begünstigt werden, sondern auch ein freundlicheres Stadtbild entsteht.

Hier schließt sich direkt der dritte und nicht minder wichtige Aspekt der Umgestaltung an: die Absicht von Verwaltung und Politik, den Friedrich-Ebert-Platz als öffentlichen Raum mit einem einladenden Erscheinungsbild und der Anbindung an wichtige Infrastruktur zu revitalisieren.

Zusätzlicher öffentlich nutzbarer Raum wurde dem Verkehr abgetrotzt

Einen Großteil der Investition von rund 8,6 Millionen Euro trägt der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) im Rahmen der ÖPNV-Förderung. Remscheids Baudezernent Peter Heinze verweist darauf, dass dieser Ort seit fast 70 Jahren als Verkehrsknotenpunkt fungiert: „Der vorherige Busbahnhof war nicht mehr zeitgemäß. Mit der Umgestaltung des Platzes haben wir dem Verkehr wichtige Flächen abgetrotzt, die nun den Bürgerinnen und Bürgern als öffentlicher Raum zur Verfügung stehen.“ Einrichtungen wie Rathaus, Einkaufszentrum, Ämterhaus, Theater, eine Bäckerei und vieles mehr befinden sich in unmittelbarer Nähe.

Laut Peter Heinze übernimmt das als „J“ designte Dach der Haltestelle hierbei eine wichtige Funktion, indem es die verschiedenen Funktionsbereiche voneinander abgrenzt: Busbahnhof und ÖPNV-Umsteigestation einerseits, neuer öffentlicher Aufenthaltsraum andererseits. So dient der ob seiner einzigartigen Form auch „Hockeyschläger“ genannte Baukörper nicht nur als Unterstand, sondern bildet die Wegführung der Fußgänger am Friedrich-Ebert-Platz nach. Für den Baudezernenten ist die rundum gelungene Gestaltung des baulichen Ensembles ein wichtiger Punkt, um dem Stadtzentrum eine deutlich höhere Attraktivität für Einheimische und Gäste zu verleihen.

Die Formgebung des „Hockeyschlägers“ spielt eine wichtige Rolle, um Aufmerksamkeit zu schaffen. Ein 80 Tonnen schweres Stahlgerüst trägt die 130 Meter lange Konstruktion. In die Rundung des „Schlägers“ fügt sich das als Ellipse gestaltete und markant in Grün gehaltene neue Kundenzentrum der Stadtwerke gleichsam wie ein Puck ein. Laut Peter Heinze hat sich der ZOB nun zu einem Ort mit starker Anziehungskraft entwickelt.

Städtebauliches Highlight strahlt dank der LEDs im Dach noch stärker

Eine tragende Rolle übernimmt die Illumination des Dachs, die abends und früh am Morgen heller ausfällt und den Wartebereich in den Nachtstunden dezent ausleuchtet. „Zu Beginn unserer Planungen waren viele unserer Bürgerinnen und Bürger noch skeptisch, aber die Rückmeldungen zeigen mittlerweile ganz klar, dass die meisten jetzt sehr stolz sind auf das großstädtische Flair, das mit der Neugestaltung des Platzes und mit der Beleuchtung Einzug gehalten hat“, sagt Peter Heinze.

Dem pflichtet der Fachdienstleiter Gebäudemanagement der Stadt Remscheid, Thomas Judt, uneingeschränkt bei. Für ihn ist das beleuchtete Dach ein echtes Highlight. „Wir haben hier eine recht neutrale und doch warme Lichtfarbe mit 3.000 Kelvin gewählt. Buntes Licht hätte möglicherweise falsche Assoziationen geweckt. Aber so strahlen die Leuchten in der Nacht neben Behaglichkeit vor allem Sicherheit aus. Eine gewisse Herausforderung war die Bestückung des zum Teil gebogenen und konisch zulaufenden Dachs mit den Leuchtmitteln. Aber dies wurde von der Firma Emslicht mit der maßgeschneiderten Anfertigung der Elemente zuverlässig und präzise gelöst.“

Vorbereitet auf verschiedenste Lichtszenarien

Möglich war dies laut Gerd Cosse, Inhaber und Geschäftsführer der Emslicht AG aus dem emsländischen Geeste-Dalum, nur aufgrund der sehr guten Zusammenarbeit mit dem Lemgoer Stahlbauunternehmen Brinkmann, das den „Rahmen“ für die LEDs schuf.

Gerd Cosse hat das Projekt auf Emslicht-Seite von Beginn an betreut und die insgesamt 236 Leuchten in enger Abstimmung mit dem Brinkmann-Geschäftsführer Alexander Knoop geplant. „Bedingt durch die verschiedenen Biegegeraden bzw. Geometrien kamen insgesamt sechs unterschiedliche Leuchtentypen zum Einsatz. Der Großteil der LEDs hatte ein Format von 100 x 100 cm; die gebogenen Leuchten waren größer. Jede Leuchte verfügt über eine eigene Anschlussbox mit integriertem DALI-Betriebsgerät. Hierdurch lassen sich unterschiedliche Lichtszenen und individuelle Dimmwerte realisieren“, blickt Gerd Cosse auf das spannende Projekt zurück.

Bis 22 Uhr sind die LEDs auf eine relativ hohe Lichtstärke eingestellt, danach herrscht eine dezentere Lichtstimmung. Im Einklang mit der Straßenbeleuchtung im weiteren Umfeld des Platzes, werden die LEDs des ZOB-Dachs per Rundsteuerempfänger geschaltet und in den Morgenstunden dem aktuellen Bedarf entsprechend auf mehr Helligkeit eingestellt.

„Dank des äußerst geringen Energiebedarfs der LEDs fallen die Stromkosten überhaupt nicht ins Gewicht, insbesondere wenn man auf der anderen Seite den Gewinn an Sicherheit sieht“, meint der Gebäudemanager Thomas Judt.

So ist der neu gestaltete ZOB in Remscheid nach Meinung der Verantwortlichen in der Stadtverwaltung nicht zuletzt wegen der Beleuchtung des Haltestellendachs „mehr als ein Ort des Ankommens und des Abfahrens“, sondern vor allem ein Platz, an dem sich die Menschen jederzeit wohlfühlen und gern aufhalten.

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