Dieser Artikel wurde in der Ausgabe Juni / Juli 2025 der gedruckten Kommunalwirtschaft abgedruckt.

Rubrik Allgemein

Höchste Ansprüche erfüllt: Deutscher Fachwerkpreis 2025 geht nach Treffurt

11.06.2025 – Lesezeit ca. 2 Minuten 36

Höchste Ansprüche erfüllt: Deutscher Fachwerkpreis 2025 geht nach Treffurt

Jubel in Treffurt: Die Stadt im thüringischen Wartburgkreis ist für die Sanierung des Schwebdaer Hofs in der Kategorie „Öffentliche Hand“ mit dem ersten Platz beim Deutschen Fachwerkpreis geehrt worden. Unterstützung bekam die Kommune von der ProjektStadt in Weimar. Die für Thüringen zuständige Stadtentwicklungsmarke der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW) agiert als Sanierungsträger der Stadt und hat die Fördermittel akquiriert bzw. verwaltet sowie die Bewerbung für den Preis ausgearbeitet.

„Die Sanierung eines Fachwerkgebäudes ist eine hochsensible und komplexe Aufgabe“, sagte Martin Günther, Leiter der ProjektStadt in Thüringen. „Wir freuen uns, dass wir die Stadt mit unserem Know-how partnerschaftlich unterstützen und unseren Teil dazu beitragen konnten, dass dieses beeindruckende Gebäude in neuem Glanz erstrahlt. Das geht nur, wenn alle Beteiligten vertrauensvoll und partnerschaftlich zusammenarbeiten.“

Für die Instandsetzung des Schwebdaer Hofes und die Nutzung als Inklusionshotel erhielt die Stadt Treffurt bereits 2021 den Thüringischen Denkmalschutzpreis. Auch damals war die ProjektStadt als Sanierungsträger beteiligt.

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Barrierearmes Fahrradhotel für Menschen mit und ohne Behinderung

Das Gebäude war 1601 als Adelshof errichtet worden und wurde in den vergangenen Jahrzehnten als Basis einer Möbelfabrik, als Textilgeschäft und zum Wohnen genutzt. Später hat die Stadt es denkmalgerecht saniert und in Zusammenarbeit mit dem Betreiber Johannesstift Ershausen ein barrierearmes Fahrradhotel eingerichtet. In dem Inklusionsbetrieb arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung zusammen.

Das Gebäude wurde barrierearm gestaltet, weitestgehend energetisch ertüchtigt, der originale Deckenstuck erhalten und ergänzt, die Fassadenfassung nach historischem Befund ausgeführt, im Restaurantbereich die Fachwerkkonstruktion offengelegt und die Gästezimmer individuell von einer Innenarchitektin und einem Künstler gestaltet. So wurde jedes Zimmer mit einem Tiersymbol markiert, damit sich beeinträchtigte Mitarbeiter orientieren können.

Der behutsame Ausbau erfülle höchste Ansprüche, hieß es in der Laudatio. Gleichzeitig gebe es eine perfekte Symbiose zwischen sozial anspruchsvoller Nutzung, Denkmalerhalt, Stadtgestaltung und Tourismus. Die Jury lobte die hohe Qualität der eingereichten Arbeiten. „Die Ergebnisse zeigen, dass Fachwerkgebäude gut sanierbar sind, dass sie alle Anforderungen für ein gesundes, stabiles Klima erfüllen können, dass sie außerordentliche Beiträge zu unserer Kultur geliefert haben und liefern und dass in ihnen ein hoher Wohnwert schlummert.“

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