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Rubrik Allgemein

In drei Jahren findet die IGA Metropole Ruhr 2027 statt – ein gigantisches interkommunales Projekt

Gartenausstellung für eine gesamte Metropolregion

07.08.2024 – Lesezeit ca. 4 Minuten 58

Gartenausstellung für eine gesamte Metropolregion

In fünf großen Zukunftsgärten, etlichen kommunalen Parks und unzähligen Privatgärten wird die IGA Metropole Ruhr 2027 stattfinden. Nach der Internationalen Bauausstellung Emscherpark (IBA) 1989-1999 und Ruhr.2010 - Kulturhauptstadt Europas ist die IGA 2027 das dritte großes Dekadenprojekt für die Region, in der rund fünf Millionen Menschen leben.

Doch wie platziert man eine Internationale Gartenausstellung in einer 4400 Quadratkilometer großen Metropolregion? Wie wurden die Standorte ausgewählt? „Ein Kriterium war auf jeden Fall die regionale Ausgewogenheit“, sagt IGA2027-Geschäftsführer Horst Fischer. „Das gesamte Ruhrgebiet soll einbezogen werden. Deshalb ist es uns so wichtig, dass zusätzlich zu den großen Zukunftsgärten kommunale und private Gartenprojekte Teil der IGA2027 sind.“ Berücksichtigt wurden Standorte, an denen sich eine bauliche und freiraumplanerische Entwicklung besonders anbietet. „Uns geht es auch um Synergien. Der Rheinpark in Duisburg etwa ist ein Projekt, das bereits 2010 begonnen wurde und das zur IGA 2027 fertiggestellt wird. Bestehende Infrastruktur nutzen wir auch im Nordsternpark, der der zur BUGA Gelsenkirchen 1997 angelegt wurde, zur IGA 2027 massiv aufgewertet und mit Fuß- und Radwegeverbindungen an das nördliche Essen angebunden wird.“

Die fünf Zukunftsgärten

In Duisburg wird der 60 Hektar große Zukunftsgarten „RheinPark und Anbindung“ den Fluss erlebbar machen. Alleinstellungsmerkmal ist die bunt gestaltete Bunkergalerie. Der Kultushafen soll sich in eine Eventlocation verwandeln, ein historischer Wasserturm wird als Landmarke in Szene gesetzt. „Der Rheinpark ist ein Entwicklungskonzept, das einerseits die Stadt Duisburg endlich zum Rhein hin öffnet und andererseits eine deutliche städtebauliche Aufwertung des durch Vielfalt und Multikulturalität geprägten Stadtteils Hochfeld bedeutet“, sagt Horst Fischer.

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Im Gelsenkirchener Nordsternpark fand 1997 die Bundesgartenschau statt, im Zuge der IGA 2027 wird dieses Gelände erneuert und zeitgemäß gestaltet. Darüber hinaus wird der Nordsternpark auf der „Zukunftsinsel“ nach Westen erweitert in Richtung Essener Stadtgebiet. „Der interkommunale Aspekt hat bei der Internationalen Gartenausstellung eine besondere Bedeutung“, sagt Fischer. So wird etwa der Emscherradweg zwischen dem Nordsternpark und dem Kokereipark in Dortmund aufgewertet.

Die Kokerei Hansa bildet das Zentrum des Dortmunder Zukunftsgartens im Stadtteil Huckarde. Im umgebenden Park, der künftig als Stadtteilpark genutzt wird, ist unter anderem eine „Wolkenskulptur“ geplant. „Auf dem Freigelände nördlich der Kokerei Hansa entsteht eine komplett neue Grünanlage für die Bürger, der Kokereipark. Gleichzeitig wird die Brücke `Haldensprung` den Park mit dem Deusenberg, einer ehemaligen Deponie, verbinden.“

Das Emscherland, ist ein Großprojekt der Region der Städte Recklinghausen, Castrop-Rauxel, Herne und Herten sowie dem Regionalverband Ruhr. Der Landschaftspark Emscherland zeigt beispielhaft die Emscherrenaturierung, die in den vergangenen Jahrzehnten stattgefunden hat. „Das ist ein Stadtteilpark für Castrop-Rauxel und Recklinghausen, an der Schnittstelle beider Städte gelegen. Er ist sehr schön gestaltet u.a. mit Stauden und den renaturierten Emscherflächen, die der natürlichen Entwicklung überlassen werden“, sagt Fischer. Zur IGA wird es entlang des Kanals sogar einen Weinberg geben.

Der Zukunftsgarten Bergkamen/Lünen steht unter dem Motto „Landschaft in Bewegung“. Mit der IGA 2027 wird die touristische Entwicklung dieser Region vorbereitet. Sportliche Angebote für Mountainbike-Fahrer und Freeclimber, Radwege bilden hier den Schwerpunkt. Halden ehemaliger Zechen werden als Naherholungsgebiete zugänglich gemacht.

„Der interkommunale Aspekt hat bei der Internationalen Gartenausstellung eine besondere Bedeutung“, sagt Fischer. So wird der IGA-Radweg die Ausstellungsareale quer durch das Ruhrgebiet miteinander verbinden. Dabei wird ganz bewusst vorhandene Infrastruktur genutzt und aufgewertet, etwa der Emscherradweg. „Der Zukunftsgarten Bergkamen/Lünen entsteht als echtes interkommunales Projekt der beiden Städte. Und auf der Ebene Unsere Gärten arbeiten im `Mittleren Ruhrtal` gleich fünf Kommunen eng zusammen.“

Zu den größten Herausforderungen einer so umfassenden Internationalen Gartenausstellung gehört die schiere Zahl der Partner, die Größe des Netzwerks. „Wir arbeiten mit derzeit mit 30 Kommunen bei IGA-Projekten eng zusammen, außerdem mit einer sehr großen Zahl von NGOs, Vereinen und Initiativen. Deshalb ist Kommunikation der Schlüssel zum Gelingen.“ Mit dem Regionalverband Ruhr (RVR) kann die IGA 2027 auf bestehenden Strukturen und Netzwerken aufbauen. Denn: „Durch die IBA und durch RUHR.2010 ist das interkommunale Format in der gesamten Region bereits bekannt und eingeübt.“

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