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Von Sven Anacker – 12.07.2024 – Lesezeit ca. 2 Minuten
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In Deutschland gibt es eine Arbeitserlaubnis, um den deutschen Arbeitsmarkt zu regulieren und sicherzustellen, dass der Wirtschaft qualifizierte Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Ferner soll diese Arbeitserlaubnis dazu beitragen, dass die Löhne in Deutschland nicht durch zu viele Arbeitskräfte aus dem Ausland gedrückt werden. Gleichzeitig wird damit ein ausuferndes Arbeitskräfteangebot aus dem Ausland verhindert.
Beide Begründungen sind aktuell obsolet! In Deutschland herrscht derzeit in vielen Bereichen ein Fachkräftemangel. Der derzeitige Mindestlohn trägt dazu bei, dass die Löhne nicht weiter unterschritten werden können.
Zudem scheinen viele Behörden aktuell mit der Erteilung der Genehmigung überfordert zu sein. Die Bearbeitung dauert oft mehrere Wochen bis Monate.
Wäre es aus diesen Gründen nicht sinnvoll, die Erteilung der Arbeitserlaubnis auszusetzen? Ähnlich der Wehrpflicht könnte diese dann bei erneutem Bedarf (relativ schnell) wieder aktiviert werden.
Sollten sich Gründe ergeben, die gegen die Erwerbstätigkeit sprechen, kann selbst im Einzelfall, nachdem eine Arbeitsstelle angetreten wurde, ein Arbeitsverbot ausgesprochen werden. Sicher ist das nicht die Antwort auf alle Fragen (das ist ohnehin 42!) und die Lösung aller Probleme. Zuwanderer hätten allerdings auf diesem Wege einen unmittelbaren Zugang zum Arbeitsmarkt - dem Fachkräftemangel würde entsprechend schnell entgegengewirkt. Auch die Chance auf eine bessere und schnellere
Integration in die Gesellschaft, in der Sprachbarrieren nicht nur in Sprachkursen sondern auch in einem sozialen Arbeitsumfeld überwunden werden könnten, würde auf allen Seiten für mehr Zufriedenheit sorgen.
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Ganz nebenbei wäre dies unter Umständen ein Puzzleteil, um wieder mehr Frieden in Teile der Bevölkerung zu bekommen. Zumindest verkleinert es die Angriffsfläche für durchaus berechtigte Kritik am aktuellen Verfahren.
Heute erscheint die Juni / Juli Ausgabe der Kommunalwirtschaft. Neben Berichten zu den Hauptthemen dieser Ausgabe (Sport-, Freispiel- und Parkanlagen) berichten wir außerdem über den Runden Tisch der Handwerkskammer Dortmund. Dort wird über das Thema Arbeitsmarkt-Integration diskutiert.
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