Wenn Sie einwilligen, verwenden wir Dienste, die Informationen im Endgerät eines Seitenbesuchers speichern oder dort abrufen. Anschließend verarbeiten wir die Informationen intern weiter, ohne diese an Drittanbieter weiter zu geben. Das hilft uns, unsere Website optimal zu gestalten und die Besucher besser zu verstehen.
BDEW gibt Tipps für einen bewussten Umgang mit Trinkwasser an heißen Tagen
BDEW zum Wassergebrauch in bevorstehender Hitzewelle
19.06.2026 – Lesezeit ca. 3 Minuten
108
Bild: Istock / grafxart8888
Deutschland befindet sich in den nächsten Tagen in einer Hitzewelle – das stellt auch die öffentliche Wasserversorgung vor besondere Herausforderungen. In Hitzewellen rechnen wir lokal mit einer bis zu 60 Prozent höheren Beanspruchung der technischen Versorgungsanlagen. Alle Verbraucher sind gefordert, insbesondere in den Hitzeperioden sorgsam mit dem kostbaren Gut Trinkwasser umzugehen.
„Deutschland verfügt grundsätzlich über ausreichend Wasserressourcen, um den Bedarf der Bevölkerung mit Trinkwasser zu decken“, sagt Martin Weyand, BDEW-Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser. „Anhaltend hohe Temperaturen führen jedoch zum Beispiel in den Haushalten zu einem sprunghaften Anstieg des Wasserbedarfs – insbesondere durch häufigeres Duschen und Baden, Gartenbewässerung oder das Befüllen privater Pools. Das kann zu einer technisch-hydraulischen Spitzenbelastung der Versorgungsanlagen führen. In Hitzewellen rechnen wir lokal mit einer bis zu 60 Prozent höheren Beanspruchung. Das kann die Systeme in einzelnen Regionen zeitweise stark fordern.“
Gerade in solchen Hitzephasen ist es wichtig, Trinkwasser bewusst und sparsam zu nutzen. Der BDEW hat dafür praktische Tipps für Verbraucherinnen und Verbraucher zusammengestellt:
Tipps für einen ressourcenschonenden Umgang mit Wasser:
Im Haus:
Duschen statt baden. Denn zur Befüllung einer Badewanne werden 150 bis 170 Liter Wasser benötigt, für eine fünfminütige Dusche nur rund 70 Liter.
Advertising
Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!
Wasch- und Geschirrspülmaschinen sollten immer nur voll angeschaltet werden.
Bei der Gartenbewässerung:
Pflanzen im Garten sollten morgens möglichst vor Sonnenaufgang oder abends nach Sonnenuntergang gegossen werden, um eine starke Verdunstung von Wasser durch Sonneneinstrahlung zu vermeiden.
Es sollte nicht durch Sprinkler, sondern mit Gartenschläuchen bewässert werden, die nahe an den Pflanzen liegen (Beispiel: Tröpfchenbewässerung).
Den Rasen nicht zu kurz und weniger häufig mähen: Ein längerer Rasen hält die Feuchtigkeit besser und vermindert damit den Bewässerungsbedarf.
Grundsätzlich sollten trockenresistente Pflanzen mit niedrigerem Wasserbedarf gepflanzt werden.
Beim privaten Swimming-Pool:
Der Trend zum Pool im eigenen Garten kann den Wassergebrauch im Sommer massiv erhöhen: Ein durchschnittlicher Aufstellpool von 3,66 Metern Durchmesser umfasst ein Volumen von 6500 Litern. Dies entspricht dem 54-fachen des Tagesbedarfs einer Person. Wenn mehrere Pools gleichzeitig befüllt werden, kann das im Einzelfall die technisch-hydraulischen Systeme Ihres Wasserversorgers überfordern. Um das Versorgungssystem zu entlasten ist es daher sinnvoll, an heißen Tagen den Pool nicht zu den Hauptverbrauchszeiten am Vormittag oder frühen Abend zu befüllen.
Außerdem sollte man prüfen, ob nicht auf eine Poolnutzung verzichtet werden kann.
Den Pool abzudecken, verringert die Verdunstung.
Bei der Gartengestaltung:
Hauseigentümer sollten darauf achten, dass das Regenwasser auf ihrem Grundstück versickern kann. Dies verbessert die Neubildung von Grundwasser. Hierzu sollten Hauseigentümer ihren Garten mit Grünpflanzen bepflanzen und keine Steingärten anlegen, größere Flächen pflastern oder betonieren und für eine regendurchlässige Pflasterung bei Zuwegungen und Einfahrten sorgen.
Bei größeren Wohnanlagen können begrünte Dachflächen und Fassaden ein ausgeglicheneres Mikroklima schaffen.
Auf den Einsatz von Insekten- und Unkrautvernichtungsmitteln sollte verzichtet werden, um das Grundwasser und Insekten zu schützen. Dies dient auch der Vermehrung von Regenwürmern, die den Boden auflockern und eine bessere Versickerung ermöglichen.
Auch in der Landwirtschaft sollten nicht tagsüber, sondern morgens oder abends effiziente Beregnungstechniken eigesetzt werden, um eine hohe Verdunstung des Wassers zu verhindern.
In vielen Städten in Deutschland stehen den Verbrauchern öffentliche Trinkwasserbrunnen zur Verfügung. Mehr Informationen zu Standorten finden Sie über die „Trinkwasser Unterwegs“.
Greenpeace-Studie: Vermögensteuer kann Kommunen beim Hitzeschutz stärken
Die aktuelle Hitzewelle unterstreicht die Folgen leerer kommunaler Kassen: Vielen Städten und Gemeinden fehlt das Geld für schattige Schulhöfe, Schwimmbäder, en[...]
Vor den Sommerferien: Warum Kommunen das Schulmittagessen jetzt planen sollten
Mit dem neuen Schuljahr rückt der Ganztag näher an den Alltag vieler Familien. Die Initiative BioBitte zeigt, welche Fragen Kommunen vor den Sommerferien klären[...]
Schnieder: App MediSee für medizinische Notfälle verbessert Alltag auf dem Schiff enorm
Das Bundesministerium für Verkehr hat 2024 einen umfassenden Modernisierungsprozess für die
Flaggenstaatverwaltung gestartet – mit dem Ziel, wieder mehr Schif[...]
NRW-Kommunen schlagen Alarm – Haushaltsdefizite gefährden Handlungsfähigkeit und gesellschaftliches Zusammenleben
Die Finanzkrise der Kommunen bundesweit und insbesondere in Nordrhein-Westfalen hat eine historische und zutiefst bedrohliche Dimension erreicht. Explodierende [...]
Klimaneutrale Speicherstadt drei Mal erfolgreich bei DGNB Sustainability Challenge
Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) hat die Sieger ihrer Sustainability Challenge 2026 gekürt. Gleich drei Preise räumte die CO₂-neutrale Sp[...]
Wohler fühlen und besser arbeiten – die 3/30/300-Regeln
Wer Arbeitswelten wirklich verbessern will, sollte nicht nur auf Energie- und Mietkosten schauen. Investitionen in Aufenthaltsqualität, Beleuchtung und Arbeitsp[...]
Eine Online- und Telefonumfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA mit über 2.000 Befragten zeigt, dass den Deutschen ihre kommunalen Wappen wichtig sind. Al[...]
BDEW zum Wassergebrauch in bevorstehender Hitzewelle
Deutschland befindet sich in den nächsten Tagen in einer Hitzewelle – das stellt auch die öffentliche Wasserversorgung vor besondere Herausforderungen. In Hitze[...]
OB-Barometer 2026: Finanznot und Wirtschaftssorgen dominieren kommunale Agenda
OB-Barometer des Difu: Finanzen bleiben auch 2026 wichtigstes Thema der Städte. Wirtschaft und Arbeitsmarkt gewinnen an Bedeutung, die Unterbringung von Geflüch[...]