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Klimaneutral bis 2035: Düsseldorf plant umfassende Wärmewende
18.03.2026 – Lesezeit ca. 2 Minuten
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Bild: Istock / frantic00
Die Agentur für Erneuerbare Energien e. V. (AEE) zeichnet die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt Düsseldorf als Energie-Kommune des Monats März 2026 aus. Um bis 2035 klimaneutral zu werden, setzt die Stadt auf eine umfassende Wärmewende, den Ausbau von PV und Mobilitätshubs sowie eine gezielte Aus- und Weiterbildung von Fachkräften.
Das Ziel der Stadtverwaltung ist, die Treibhausgasemissionen von derzeit etwa sechs auf zwei Tonnen CO₂-Äquivalente pro Bürger*in und Jahr zu senken. Zentrales Instrument ist der kommunale Wärmeplan, da heute noch 92 Prozent der Endenergie in diesem Sektor auf fossile Energieträger entfallen. Einem jährlichen Wärmebedarf von 7,8 Milliarden Kilowattstunden stehen Potenziale von 11,5 bis 13,4 Milliarden Kilowattstunden durch Erneuerbare Energien wie Wärmepumpen, Geothermie und Abwärme aus Rhein und Industrie gegenüber. Effizienzmaßnahmen wie Gebäudesanierungen sowie der Ausbau und die private Förderung von Photovoltaik tragen ebenfalls zur Zielerreichung bei.
Bereits etwa 30 Mobilitätsstationen gibt es im Stadtgebiet. Diese Umsteigepunkte verknüpfen ÖPNV, Sharing-Angebote, Ladeinfrastruktur und den Fuß- und Radverkehr, oft kombiniert mit der Schaffung von grünen Aufenthaltsräumen. Bis 2035 sollen 100 Mobilitätsstationen private Pkw verdrängen und die Verkehrswende dezentral gestalten.
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Damit die Energiewende auch die privaten Gebäude erreicht, schult die von der Stadt geförderte Düsseldorfer Umweltakademie Handwerker*innen in Technologien und der Beratung in Sachen Versorgungssicherheit und Klimaschutz. Absolvierende des berufsbegleitenden Studiengangs Haus-, Energie- und Anlagentechnik (HEAT) der Hochschule Düsseldorf erhalten neben dem Bachelor of Engineering auch einen Meistertitel im Installateur- und Heizungsbauer-Handwerk. Auch Unternehmen stehen in der Pflicht: Der „Düsseldorfer Klimapakt mit der Wirtschaft“ vereint über 100 Partner von Dienstleistern bis Industrie für umweltschonendes Wirtschaften.
„Düsseldorf zeigt, wie eine ambitionierte Wärmeplanung, starke Ausbildungspartnerschaften und wirtschaftliche Kooperationen die Klimaneutralität vorantreiben“, betont AEE-Geschäftsführer Dr. Robert Brandt. „Die Landeshauptstadt demonstriert, wie die Energiewende in der Großstadt aussehen kann und wird so ihrer besonderen Vorbildrolle gerecht.“
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