Rubrik IT / Verwaltung / Security
13.03.2026 – Lesezeit ca. 3 Minuten 29
Alle Jurymitglieder mit allen Finalisten des Open Source Wettbewerbs 2025 in den Kategorien „Fachverfahren“, „Interne Verwaltungsanwendungen“ und „Transformation“
Nach einem erfolgreichen Start im vergangenen Jahr geht der bundesweite Open Source Wettbewerb 2026 in die zweite Runde. Unter dem Motto „Moderne Verwaltung. Innovation. Digitale Souveränität“ startet die Open Source Business Alliance – Bundesverband für digitale Souveränität e.V. (OSBA) heute die Neuauflage des Open Source Wettbewerbs für Behörden und öffentliche Institutionen. Als ideeller Träger unterstützt das Zentrum für Digitale Souveränität (ZenDiS) die Initiative. Bewerbungen sind online bis zum 30. Juni 2026 möglich.
Der Open Source Wettbewerb richtet sich an Verwaltungen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene sowie an öffentliche Unternehmen und Institutionen, die Open Source Software produktiv einsetzen. Ziel ist es, Projekte auszuzeichnen, die Verwaltungsprozesse effizienter gestalten, Abläufe digitalisieren und die Zusammenarbeit zwischen Behörden verbessern. Die Teilnahme ermöglicht es, praxiserprobte Lösungen sichtbar zu machen und den Austausch bewährter Ansätze über Verwaltungsebenen hinweg zu fördern.
Der Vorstandsvorsitzende der OSBA, Peter H. Ganten, erklärt: „Open Source Software ist für die öffentliche Verwaltung ein Instrument für Transparenz, Sicherheit und digitale Handlungsfähigkeit. Bereits im vergangenen Jahr zeigte der Wettbewerb mit 39 Einreichungen und rund 5.700 Stimmen im Community-Voting, dass Open-Source-Lösungen in der Verwaltung an Bedeutung gewinnen. Der Wettbewerb signalisiert deutlich: Offene Standards und gemeinschaftliche Innovation sind entscheidend für zukunftsfähige Digitalisierung.“
Leonhard Kugler, Leiter Plattform und Entwicklung beim ZenDiS, ergänzt: „Open-Source-Software ist ein starker Hebel, um Digitale Souveränität in der Öffentlichen Verwaltung zu fördern. Das ZenDiS unterstützt den Wettbewerb erneut gern, damit die starken Open-Source-Lösungen aus der deutschen Verwaltung ihre verdiente Aufmerksamkeit bekommen. Gemeinsam zeigen wir hier Lösungen für einen digital transparenten und souveränen Staat.“
Holger Pfister, General Manager Dach von SUSE, betont: „Open Source eröffnet dem Wirtschaftsstandort Deutschland enorme Chancen. Dies stärkt nicht nur die heimische Industrie, sondern sorgt auch für wirtschaftliche Resilienz und Innovationskraft. Durch offene Standards und europäische Softwarelösungen können Verwaltungen Abhängigkeiten reduzieren und gleichzeitig lokale Wertschöpfungsketten fördern.“
Stefan Zosel, Vice President und Global Cloud Lead Public Sector bei Capgemini, sagt: „Der Bedarf an Open‑Source‑Lösungen zur Stärkung digitaler Souveränität nimmt kontinuierlich zu. Die Projekte aus dem vergangenen Jahr haben beeindruckend gezeigt, wie vielfältig und leistungsfähig die Community ist. Der Wettbewerb macht diese Erfahrungen sichtbar und unterstützt Verwaltungen dabei, gute Lösungen zu teilen und weiterzuentwickeln.“
Vier herausragende Projekte werden mit einem Preis ausgezeichnet, jeweils in den Kategorien Fachverfahren, interne Verwaltungsanwendungen, Transformation und Künstliche Intelligenz:
Eine hochkarätig besetzte Fachjury wird auch 2026 die eingereichten Projekte evaluieren. Ergänzend findet erneut ein Community-Publikumsvoting statt, bei dem Open-Source-Interessierte für ihr favorisiertes Projekt abstimmen können. Das Projekt mit den meisten Stimmen wird mit dem Community Award ausgezeichnet.
Die Preisverleihung findet im Rahmen der diesjährigen Smart Country Convention (13.10.–15.10.2026) in Berlin statt.
Finanziell und organisatorisch wird der Wettbewerb1 von SUSE und Capgemini unterstützt.