Rubrik IT / Verwaltung / Security

GVFG-Mittel erhöht, ÖPNV-Digitalisierung gebremst

Bundeshaushalt: zusätzliche Mittel für E-Bus-Förderung

15.09.2025 – Lesezeit ca. 3 Minuten 56

„Uns ist bewusst, dass die Mitglieder des Haushaltsausschusses eine herausfordernde Aufgabe zu bewältigen hatten“, so VDV-Präsident Ingo Wortmann. „Wir können in zahlreichen Feldern, etwa bei den steigenden Mitteln für die Finanzierung kommunaler Verkehrsinfrastruktur oder der Elektrifizierung der Busflotten den starken Willen zum gestaltenden Handeln sehen und begrüßen den Mut zu diesen Entscheidungen. Gleichwohl muss dieser Pfad auch über dieses Jahr hinaus in die Zukunft tragen – und wichtige Zukunftsfelder wie Digitalisierung und Modernisierung nicht links liegen lassen.“ In der Bereinigungssitzung nehmen die Haushaltspolitiker die letzten Änderungen am Haushaltsplan des Bundes vor, bevor er im Plenum des Deutschen Bundestages beschlossen wird.

„Die Umsetzung der bereits 2020 beschlossenen Erhöhung der GVFG-Mittel auf zwei Milliarden Euro ab 2025 ist ein wichtiger Schritt für den Ausbau und die Modernisierung unserer Infrastruktur. Wir begrüßen diese Aufstockung ausdrücklich – gleichzeitig erwarten wir von der Bundesregierung, dass sie nun zügig die im Koalitionsvertrag vereinbarte Modernisierung des GVFG anstößt und die Mittel weiter erhöht“, so VDV-Präsident Ingo Wortmann. Insbesondere die Fortsetzung der Förderung von Grunderneuerung der Stadtbahninfrastruktur und der Infrastruktur nicht bundeseigener Eisenbahnen sei aus Sicht des Branchenverbandes VDV eine Daueraufgabe.

Advertising

Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!

Zusätzlich: Mittel für E-Fahrzeuge und -infrastruktur

Der VDV begrüßt, dass das Förderprogramm für Busse mit alternativen Antrieben, einschließlich der Ladeinfrastruktur, nach dem Förder-Stopp im vergangenen Jahr ab 2027 wieder zusätzliche Mittel in Höhe von rund 350 Millionen Euro erhält, sodass Neubewilligungen erfolgen können. Ingo Wortmann: „Dieses Programm hat wesentlich dazu beigetragen, dass in Deutschland inzwischen rund zwölf Prozent der ÖPNV-Linienbusse mit alternativen Antrieben im Einsatz sind und den Maßgaben der Clean-Vehicles-Richtlinie entsprechen. Der Mittelzuwachs ist aber viel zu gering, um die tatsächlichen Bedarfe für die Umstellung auf saubere Antriebe zu decken.“ Mit Sorge schaut der Branchenverband darum auf die Haushaltsberatungen für die nächsten Jahre – derzeit sind finanzielle Einschnitte im Förderprogramm vorgesehen. Im Zeitraum bis 2035 werden für die Umstellung auf saubere Antriebe rund 15,5 Milliarden Euro an Bundesmitteln benötigt.

Zu wenig: 50 Millionen für die Digitalisierung

Die Förderung von Maßnahmen zur Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme dient der Umsetzung von Maßnahmen zur Verminderung von Treibhausgasen und zur Unterstützung der Digitalisierung der kommunalen und urbanen Mobilität. „Für 2025 sind nur 50 Millionen Euro vorgesehen und in dem Förderprogramm werden keine neuen Projekte mehr bewilligt. In den vergangenen Jahren wurden durch die Verkehrsunternehmen und Kommunen über das Förderprogramm eine Vielzahl von Digitalisierungsvorhaben realisiert, beispielsweise intelligente Verkehrssysteme, Fahrgastinformation, Ticketplattformen. Das Förderprogramm sollte daher fortgesetzt werden und deutlich mehr Mittel erhalten“, so Wortmann abschließend.

Der Haushaltsentwurf für 2025 wird dem Plenum des Deutschen Bundestages in der zweiten Haushaltswoche vom 15. bis 19. September zum Beschluss vorgelegt.

Wie Kommunen Digitalisierung vor Ort wirksam verankern können

Ankerorte des digitalen Wandels – etwa Stadtlabore, Makerspaces oder Digitalwerkstätten – sind Schlüsselinfrastrukturen der Smart City, um Digitalisierung zu er[...]

17.03.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

digitales
Betriebliches und behördliches Mobilitätsmanagement effizient gestalten
Betriebliches und behördliches Mobilitätsmanagement effizient gestalten

Der Mobilitätskompass wird neben Baden-Württemberg noch in vier weiteren Bundesländern mit vergleichbaren Inhalten angeboten

17.03.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

digitales
HiScout und BearingPoint stärken gemeinsam die Resilienz der öffentlichen Verwaltung
HiScout und BearingPoint stärken gemeinsam die Resilienz der öffentlichen Verwaltung

HiScout, führender Anbieter integrierter GRC-Softwarelösungen, baut sein Partnernetzwerk weiter aus und arbeitet ab sofort strategisch mit der Management- und [...]

16.03.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

digitales
Open Source Wettbewerb für die öffentliche Verwaltung startet
Open Source Wettbewerb für die öffentliche Verwaltung startet

Nach einem erfolgreichen Start im vergangenen Jahr geht der bundesweite Open Source Wettbewerb 2026 in die zweite Runde. Unter dem Motto „Moderne Verwaltung. I[...]

13.03.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

digitales
i-kfz-App ab sofort auch für Unternehmen nutzbar

Mit dem digitalen Fahrzeugschein können Fahrzeughalterinnen und -halter ihren Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) seit November 2025 bequem und sich[...]

13.03.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

digitales
Anpassungsdruck für bestehende Betrauungsakte der öffentlichen Hand?
Anpassungsdruck für bestehende Betrauungsakte der öffentlichen Hand?

Überträgt eine Kommune einem Unternehmen eine Dienstleistung von allgemeinem wirtschaftlichem Interesse – etwa im Bereich Energieversorgung, Tourismus oder Kran[...]

06.03.2026, Lesezeit ca. 7 Minuten

digitales
„Wir lösen echte Probleme für echte Menschen“
„Wir lösen echte Probleme für echte Menschen“

Hessens Digitalministerin Prof. Sinemus bei Präsentation der Datenplattform „cosma21“ / Digitaldezernentin Hemsley stellt Starkregen-Frühwarnsystem vor / Samstag, 7. März, Stadthof

04.03.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

digitales
Bewährtes neu gedacht

Im Zuge der S/4 Transformation hat die Cortility GmbH einige ihrer bewährten Lösungen überarbeitet um der neuen S/4-Architektur gerecht zu werden. Dabei war es[...]

20.02.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

digitales
Schutz kritischer Infrastrukturen braucht klare Zuständigkeiten und rechtssichere Lösungen

Heute legt die EU-Kommission einen Aktionsplan zur Drohnensicherheit und Abwehr von Drohnen vor. Dazu erklärt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäf[...]

16.02.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

digitales
Digitale Souveränität als strategische Notwendigkeit: Die drei Grundpfeiler für Europas Zukunft
Digitale Souveränität als strategische Notwendigkeit: Die drei Grundpfeiler für Europas Zukunft

Seit Jahren wird über digitale Souveränität diskutiert, meist als theoretisches Ideal. Doch die geopolitische Lage hat das Thema 2026 zur existenziellen Geschäf[...]

13.02.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

digitales

Weitere Artikel in dieser Rubrik