Wenn Sie einwilligen, verwenden wir Dienste, die Informationen im Endgerät eines Seitenbesuchers speichern oder dort abrufen. Anschließend verarbeiten wir die Informationen intern weiter, ohne diese an Drittanbieter weiter zu geben. Das hilft uns, unsere Website optimal zu gestalten und die Besucher besser zu verstehen.
Dieser Artikel wurde in der Ausgabe der gedruckten Kommunalwirtschaft abgedruckt.
Zum zweiten Mal haben die Stadtwerke Werl eine umfassende Studie zur Nutzung
verschiedener Kommunikationkanäle in Auftrag gegeben. Die neuen Ergebnisse mit
veränderten Daten nach Corona zeigen, dass sich die regelmäßige Überprüfung der
Kundenbedürfnisse lohnt. Der Energievesorger kann Prognosen machen und Prozesse
verbessern: So wird das Kundencenter optimal besetzt, Produkte können passend platziert
werden.
Wie hat sich das Kommunikationsverhalten von Energieverbrauchern nach Corona
verändert? Hält der Trend zur zunehmenden Nutzung digitaler Kanäle an? Um ihren
Kundenservice optimal auf die Bedürfnisse der Kundschaft abzustimmen und die Prozesse im
Unternehmen zu optimieren, haben die Stadtwerke Werl zum zweiten Mal eine umfassende
Studie in Anftrag in Auftrag gegeben - zuletzt bei der KI-P GmbH. Die erste, mit Daten aus den
Jahren 2020/21 erstellte Studie, zeigte eine deutliche Tendenz zur stärkeren Nutzung digitaler
Kanäle auf. Die aktuelle Studie zeigt nun eine neue Entwicklung: „Generell hat nach der
Energiekrise die Anzahl der Anfrage zugenommen, das war uns klar. Neu ist, dass zwar wie
erwartet die Nutzung digitaler Kanäle weiter zunimmt. Jedoch gibt es bei bestimmten Anliegen
nach Corona wieder einen deutlichen Rückwärtstrend zur persönlichen Kontaktaufnahme“, sagt
Norman Petersson, Leiter Vertrieb und Finanzen bei den Stadtwerken Werl. Die Stadtwerke Werl
nutzen die Ergebnisse der Studie, um das Angebot ihres digitalen Kundenportals und des
Kundencenters vor Ort zielgerichtet und passgenau zu planen. Ufuk Eren, Leiter des
Kundencenters der Stadtwerke Werl, erläutert: „Die Studie hilft uns, Trends und Entwicklungen
nicht nur vage zu erspüren, sondern ganz genau zu belegen und in konkrete Maßnahmen zu
übersetzen. So können wir Ressourcen sinnvoll einsetzen und Prozesse verschlanken.“ Und
nicht nur das: Das detaillierte Wissen, wann, wie und von wem das digitale Kundencenter genutzt
wird, hilft Vertrieb und Marketing bei der zielgenauen und unaufdringelichen Platzierung
interessanter Produkte.
Advertising
Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!
Anzahl der Kontaktaufnahmen hat nach Corona zugenommen
Als Basis für die Studie hat die KI-P GmbH alle Anfragen aus dem Kundencenter der Stadtwerke
Werl im Jahr 2023 ausgewertet. „Insgesamt hat die Anzahl der Kontaktaufnahmen nach Corona
um rund 34 Prozent zugenommen“, erklärt Timo Grimm von der KI-P GmbH. Während die
Anzahl der telefonischen Kontaktaufnahmen stabil geblieben ist, ist der Anstieg vor allem bei der
persönlichen Kontaktaufnahme sowie beim Onlineservice gestiegen. Dabei bestimmt die Art der
Anfrage den Kommunikationskanal: Für eine allgemeine Beratung zu Rechnungen und Tarifen
suchen Verbraucher tendenziell den persönlichen Kontakt, während An- und Abmeldungen oder
SEPA-Lastschriftmandate bevorzugt online getätigt werden. Mit diesem Wissen können
beispielsweise Mitarbeitende im Kundencenter zielgenau für die potenziellen Anfragen gebrieft
werden.
Neben generellen Trends nach Corona zeigt die Studie auch deutlich, mit welchen Anliegen
Kundinnen und Kunden bevorzugt an bestimmten Wochentagen oder zu bestimmten
Jahreszeiten nachfragen. Beispielsweise zeichnet sich ab, dass die Anfragen zu
Abschlagsänderungen und -prüfungen im März besonders hoch sind, während in den Herbst.
und Wintermonaten verstärkt Zählerstandsmeldungen sowie An- und Abmeldungen stattfinden.
Langjährige Beobachtung lohnt sich
Vertriebsleiter Norman Petersson weist darauf hin, dass die langjährige Erfassung und
Auswertung aus dem Kundencenter auch Prognosen erlaubt. Da die Stadtwerke Werl nun schon
Daten seit 2020 auswerten, zeichnet sich bespielsweise eine deutliche Prognose für 2024 ab.
Diese hilft, das Kundencenter zu den richtigen Zeiten stark zu besetzen oder die passenden
Marketingmaßnahmen zur rechten Zeit online durchzuführen. „Unsere Maßnahmen hinken dem
Trend nicht hinterher, sondern greifen ihm vor“, schließt Norman Petterson.
Advertising
Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!
Sie können diese Ausgabe kaufen oder ein Abonnement abschließen, um diesen Artikel hier sofort und komplett zu lesen. Mit einem Abonnement erhalten Sie zusätzlich jede gedruckte Ausgabe der Kommunalwirtschaft frei Haus.
Unser PDF Abo ist kostenlos! Abonnieren Sie dazu unseren Newsletter, in welchem ein Downloadlink zur jeweils aktuellen Ausgabe zur Verfügung gestellt wird.
Wenn Sie schon Abonnent der Kommunalwirtschaft sind, melden Sie sich an, um den Artikel zu lesen.