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Dieser Artikel wurde in der Ausgabe 2 - März / April 2026 der gedruckten Kommunalwirtschaft abgedruckt.
Sonnenschutz von Warema setzt Akzente im Amtsgericht Freiburg
Architektonische Raffinesse mit Raffstoren
27.02.2026 – Lesezeit ca. 4 Minuten
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Mit dem Erweiterungsbau des Amtsgerichts Freiburg schafft das Land Baden-Württemberg moderne Raumstrukturen und eine zukunftsgerechte Arbeitsumgebung – als Teil einer anspruchsvollen Nachverdichtung und sensiblen Integration in den historischen Bestand. Dabei spielt auch das realisierte Sonnenschutzkonzept eine zentrale Rolle. Zum Einsatz kommen Raffstoreanlagen von Warema, die perfekt in die architektonische Gesamtgestaltung eingebunden sind und Funktionalität, Sicherheit und Ästhetik in Einklang bringen.
Harmonische Verbindung von Historie und Moderne
In der Freiburger Altstadt wurde Mitte des 19. Jahrhunderts ein Bezirksstrafgericht erbaut. Im Laufe der Zeit wurde es mehrmals erweitert und gilt als ältestes Gebäude des heutigen Amtsgerichts. Um den Justizstandort nach Süden erweitern und damit neu strukturieren zu können, sollten drei in die Jahre gekommene Einzelgebäude im rückwärtigen Hof der denkmalgeschützten Blockrandbebauung rückgebaut und durch einen Erweiterungsbau ersetzt werden. Das Ziel war nicht zuletzt, an diesem traditionsreichen Standort im Herzen der Stadt ein klares Zeichen für einen modernen Rechtsstaat zu setzen, der seine hoheitlichen Aufgaben effektiv und zuverlässig wahrnimmt.
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Vor diesem Hintergrund plante das Architekturbüro Auer Weber (Stuttgart) ein modernes Gebäude, das sich harmonisch in den historischen Bestand integriert und gleichzeitig architektonische Eigenständigkeit beweist. Dazu erklärt Toni Felber, Assoziierter Projektleiter bei Auer Weber: „Die größte Herausforderung bestand in den beengten Verhältnissen auf dem Grundstück, das von unterschiedlichen Bestandsgebäuden umgeben ist. Die Nachverdichtung erforderte eine sensible Einbindung des Neubaus in die bestehende städtebauliche Struktur.“ Nach Fertigstellung dient der rund 6.900 m² Bruttogrundfläche umfassende Komplex nun als zentrales Empfangs- und Erschließungsgebäude für das Amtsgericht – unter anderem mit hell und freundlich gestalteten Sitzungssälen, Wartezonen und Bürobereichen.
Ästhetische Gebäudehülle
Charakteristisch für den Erweiterungsbau ist sein monolithisch wirkender Baukörper mit grobkörniger Putzfassade. Diese wurde als hinterlüftete Konstruktion mit Putzträgerplatten ausgeführt und kann im Sinne der Kreislaufwirtschaft nach dem Nutzungsende sortenrein demontiert werden. Die tief eingeschnittenen Fenster mit teils abgeschrägten Laibungen verleihen der Gebäudehülle plastische Tiefe. Gleichzeitig setzt die monochrome Farbgebung in Porphyrrot – einheitlich angewendet auf allen sichtbaren Fassadenelementen – einen optischen Akzent. Auch die gewählte Raffstore-Lösung fügt sich als integraler Bestandteil der Planung sorgfältig in dieses Konzept ein. Toni Felber erläutert: „Der außenliegende Sonnenschutz ist ein wesentliches Gestaltungselement, sowohl funktional als auch ästhetisch. Durch die einheitliche Farbgebung der Raffstoren mit Sonder-Pulverbeschichtung in Porphyrrot und Sonder-Lamellenband in mattem Sandsteinbeige sowie deren präzise Integration in das Fassadenraster konnten wir ein ruhiges und gleichzeitig markantes Fassadenbild realisieren“.
Angenehmes Raumklima und vorbildliche Energiebilanz
Beim Erweiterungsbau kamen Warema Basis-Raffstoren vom Typ E 60 A2 S mit randgebördelten Lamellen und Seilführung zum Einsatz. Gesteuert über ein KNX Bussystem mit Wetterstation, passen sich die Anlagen automatisch an den Sonnenstand und die aktuelle Witterung an. Die beweglichen Lamellen verhindern eine direkte Sonneneinstrahlung und sorgen zugleich für einen gleichmäßigen und natürlichen Tageslichteintrag in die Innenräume – ideal für konzentriertes Arbeiten in Sitzungssälen und an Bildschirmarbeitsplätzen. Durch die spürbare Reduktion des solaren Wärmeeintrags sinkt der Kühlbedarf deutlich – das verbessert nicht nur die Energieeffizienz, sondern auch den thermischen Komfort. So entsteht zu jeder Jahreszeit ein angenehm temperiertes Raumklima bei gleichzeitig reduziertem Energieverbrauch. Der Sonnenschutz ist damit ein wesentlicher Baustein des nachhaltigen Energiekonzepts für den als Niedrigstenergiegebäude geplanten Neubau – in Kombination mit einer leistungsfähigen Photovoltaikanlage auf dem Dach, einer hochwertigen Fassadendämmung und dreifach verglasten Fenstern.
Sicherheit durch Technik – das Notraff-Set
In sensiblen Bereichen wie etwa vor Rettungswegen oder Entrauchungsöffnungen wurde der außenliegende Sonnenschutz mit dem akkugestützten Notraff-Set von Warema ergänzt. Das System gewährleistet, dass sich die Raffstoren im Ernstfall – beispielsweise bei einem Stromausfall oder Brand – in Sekundenschnelle automatisch in die obere Endlage bewegen. Damit werden Flucht- und Rettungswege unverzüglich freigegeben, ganz ohne manuelles Eingreifen. Die Technik ist TÜV-zertifiziert und wurde speziell für die Anforderungen in öffentlichen Gebäuden entwickelt. Für Toni Felber war diese Lösung ein wichtiger Baustein im Sicherheitskonzept: „Das System gewährleistet eine autarke, schnelle und zuverlässige Steuerung der Raffstoreanlagen, um Rettungswege und Rauchableitungsöffnungen freizuhalten.“
So entsteht ein durchgängiges Sonnenschutzkonzept, das auf allen Ebenen den Anforderungen an ein modernes Justizzentrum gerecht wird – funktional, architektonisch und sicherheitstechnisch.
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