Wenn Sie einwilligen, verwenden wir Dienste, die Informationen im Endgerät eines Seitenbesuchers speichern oder dort abrufen. Anschließend verarbeiten wir die Informationen intern weiter, ohne diese an Drittanbieter weiter zu geben. Das hilft uns, unsere Website optimal zu gestalten und die Besucher besser zu verstehen.
Inklusionsfördergesetz: Landesregierung plant Bruch der Vereinbarung zur Inklusion an Schulen
21.11.2025 – Lesezeit ca. 2 Minuten
145
Die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände NRW kritisiert den Entwurf des Haushaltsbegleitgesetzes 2026, mit dem die Landesregierung die gemeinsame Vereinbarung zur Finanzierung der schulischen Inklusion aufkündigen will. Dazu erklären die Hauptgeschäftsführer der drei kommunalen Spitzenverbände Christian Schuchardt (Städtetag NRW), Dr. Martin Klein (Landkreistag NRW) sowie Christof Sommer (Städte- und Gemeindebund NRW):
„Vor über zehn Jahren haben die Regierungsfraktionen, die damalige Landesregierung und die Kommunen nach intensiven Verhandlungen einen Ausgleich für die Mehrbelastungen der Kommunen im Bereich der schulischen Inklusion vereinbart. Diese im Zusammenhang mit dem 9. Schulrechtsänderungsgesetz getroffene Vereinbarung war bis dato die Grundlage für den Finanzierungsrahmen des Inklusionsfördergesetzes und die Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen – im Vertrauen darauf, dass das Land seinen verfassungsrechtlichen Pflichten nachkommt und die Kommunen bei zusätzlichen Aufgaben finanziell nicht im Regen stehen lässt. Dieses Vertrauen wird durch das Vorgehen der Landesregierung nun untergraben.“
Die geplanten Änderungen im Rahmen des Haushaltsbegleitgesetzes unterlaufen die bisherige Vereinbarung: Die so genannte Inklusionspauschale für die Kommunen soll künftig nicht mehr dynamisiert sein, sich also nicht mehr an steigende Kosten anpassen. Der Anteil, den die Kommunen an den Kosten tragen, wird somit weiter steigen, das Land verabschiedet sich somit sukzessive aus der Finanzierung. Es wiegt darüber hinaus schwer, dass die Landesregierung zu diesem Vorhaben keinen Kontakt zu den Kommunen als Vertragspartner der damaligen Vereinbarung gesucht hat und es zu dem Vorhaben keine Beteiligung der Kommunen gab und offenbar bewusst Beteiligungsrechte der Kommunen verletzt wurden.
Advertising
Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!
„Das stellt aus unserer Sicht eine einseitige Vertragsaufkündigung des Landes zulasten der Kommunen dar“, so die drei Hauptgeschäftsführer. „Auch für das Land gilt der Grundsatz der Vertragstreue. Es ist nicht hinnehmbar, dass das Land einen Gesetzentwurf mit so großer Tragweite weder mit den kommunalen Spitzenverbänden beraten noch uns vorab beteiligt hat. Wir erwarten, dass die Landesregierung die gemeinsam getroffene Vereinbarung einhält und zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zurückkehrt.“
Vor diesem Hintergrund fordern die Kommunen die Rücknahme der geplanten Streichung der Dynamisierung bei der Inklusionspauschale sowie den Start eines fairen Dialogs des Landes mit den Kommunen über die zukünftige Ausgestaltung der Inklusionsfinanzierung.
„Die schulische Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Ein vertrauensvoller Umgang zwischen Land und Kommunen setzt Verlässlichkeit voraus – und die erwarten wir auch“, so Schuchardt, Dr. Klein und Sommer.
Mailand oder Madrid – Hauptsache LED!
Ob Fußballplatz, Tennis- oder Padel-Court: Die Anforderungen an die Beleuchtung von Outdoor-Sportstätten sind hoch, etwa im Blick auf Effizienz, Lichtqualität u[...]
Leuchtturmprojekt setzt neue Maßstäbe für modernes Lernen
Seit dem Schuljahr 2024/2025 hat sich der Neckarbogen in Heilbronn zu einem bedeutenden Bildungsstandort entwickelt. Mit der neuen Josef-Schwarz-Schule ist eine[...]
Der Sanierungsbedarf an deutschen Schulen ist hoch. Laut KfW-Kommunalpanel 2026 plant deshalb jede zweite Kommune im laufenden Jahr Mittel aus dem Sondervermöge[...]
Smarte und funktionale KNX-Gebäudesteuerung in einer städtischen Kinderkrippe in Eschenbach (Oberpfalz)
Wie lassen sich Sicherheit, ein angenehmes Raumklima und eine klare Orientierung in einer Kinderkrippe für viele Kinder und das pädagogische Team gleichermaßen [...]
NEU: Akku-Motoreinheit für den Ersatz von Benzinmotoren
Makita erweitert das 40V max. XGT Akku-System um eine leistungsstarke und vielseitig einsetzbare Akku-Motoreinheit: die neue GU01G mit einer maximalen elektrisc[...]
Kelsterbach – Wie wäre es, wenn Kirchen plötzlich verschwinden? Wie stark sind die Gebäude ins Erscheinungsbild der Städte und Gemeinden integriert? Welche sozi[...]
Kongress „Inklusive Areale für Spiel und Bewegung“ setzt Impulse für soziale Teilhabe und moderne Freiraumplanung
Wie können öffentliche Räume so gestaltet werden, dass sie allen Menschen gleichermaßen Bewegung, Begegnung und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen? Mit dies[...]
Greenpeace-Studie: Vermögensteuer kann Kommunen beim Hitzeschutz stärken
Die aktuelle Hitzewelle unterstreicht die Folgen leerer kommunaler Kassen: Vielen Städten und Gemeinden fehlt das Geld für schattige Schulhöfe, Schwimmbäder, en[...]
Vor den Sommerferien: Warum Kommunen das Schulmittagessen jetzt planen sollten
Mit dem neuen Schuljahr rückt der Ganztag näher an den Alltag vieler Familien. Die Initiative BioBitte zeigt, welche Fragen Kommunen vor den Sommerferien klären[...]